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Wurzen Lossataler Bürgermeister Uwe Weigelt wird vereidigt
Region Wurzen Lossataler Bürgermeister Uwe Weigelt wird vereidigt
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17:46 03.05.2019
Uwe Weigelt (l.) bekommt zur Amtseinführung von Gemeinderat Rudolf Keymer Blumen überreicht.
Uwe Weigelt (l.) bekommt zur Amtseinführung von Gemeinderat Rudolf Keymer Blumen überreicht. Quelle: Frank Schmidt
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Lossatal

Am 10. März haben die Einwohner im Lossatal ihren bisherigen Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) mit 82,9 Prozent aller abgegebenen Wählerstimmen für die nächsten sieben Jahre in seinem Amt bestätigt. Nun, gut sieben Wochen später, wurde der 55-Jährige in einer Sondersitzung des Gemeinderates vereidigt.

Gemeinderat vereidigt Bürgermeister

Traditionsgemäß hatte die Verwaltung mit Rudolf Keymer (Linke) das älteste Mitglied im Gemeinderat vorgeschlagen, die Vereidigung und Verpflichtung des Bürgermeisters vorzunehmen. Was dann noch eines Parlamentsbeschlusses bedurfte, wurde jedoch dank einstimmigem Votum zur Formsache. So schwor der alte und neue Bürgermeister gegenüber Keymer den obligatorischen Amtseid.

Applaus aus den Zuschauerreihen zur Amtseinführung von Bürgermeister Uwe Weigelt Quelle: Frank Schmidt

Der kulturelle Rahmen dieser feierlich inszenierten Amtseinführung, die von Jürgen Schmidt sowohl mit dem nötigen Respekt als auch mit etwas Esprit moderiert wurde, gestalteten Schüler der Oberschule im Lossatal. Neben Musikstücken am Keybord mit Fanny Kaufmann und Bruno Schmitz wurden auch Glückwünsche in Reimform vorgetragen.

Partnergemeinden und Amtskollegen gratulieren

 Die Grußworte aus den Partnergemeinden eröffnete Lubomir Staffa aus dem tschechischen Přemyslovice, das etwa 190 Kilometer südöstlich von Prag liegt. Aus dem schwabenländischen Bodelshausen im südlichen Teil des Landkreises Tübingen reiste Amtskollege Uwe Ganzenmüller an, um Weigelt symbolisch für die neue Amtszeit auf die Schulter zu klopfen. Und aus der regionalen Kreis- und Kommunalpolitik ließen es sich Landrat Henry Graichen (CDU) sowie die parteilosen Bürgermeister der Gemeinden im Wurzener Land, Bernd Laqua (Bennewitz) und Thomas Pöge (Thallwitz) nicht nehmen, ihre Glückwünsche in entsprechend aufmunternde Grußworte einzubinden. Da sich der Wurzener Amtskollege, Jörg Röglin (SPD), aus Termingründen entschuldigen ließ, witzelte Laqua, „dass halt nur drei von vier Musketieren im Wurzener Land anwesend sind.“

Kommunalpolitiker unter sich (v.l.): Lubomir Staffa (Partnergemeinde Přemyslovice), Bernd Laqua (Bürgermeister Bennewitz), Uwe Weigelt (Lossatal), Thomas Pöge (Thallwitz), Uwe Ganzenmüller (Partnergemeinde Bodelshausen), Henry Graichen (Landrat Landkreis Leipzig). Quelle: Frank Schmidt

Last bat not least ergriff mit Gemeinderat Wolfram Ebert (CDU) nicht nur Weigelts Stellvertreter das Wort, sondern auch dessen politischer Gegenspieler. Dieser versicherte dem Gemeindechef seine Hochachtung und verband dies mit einem „ausdrücklichen Dankeschön“. „In über 100 Sitzungen, die im Übrigen der Bürgermeister alle persönlich leitete, da er eben niemals ausfiel, so dass ich kein einziges Mal die Chance der Versammlungsleitung hatte“, so scherzte Ebert, „haben wir oft auch kontrovers diskutiert und gestritten – das aber immer um die Sache. Und dafür, Herr Weigelt, möchte ich Ihnen und dem gesamten Gemeinderat danken.“

Uwe Weigelt weiß mit Gattin Katja, Sohn Richard und dessen Freundin Antonia eine starke Familie hinter sich und hat ihr ausdrücklich dafür gedankt. Quelle: Frank Schmidt

Weigelt sprach zum Schluss, was den Hauch einer staatsmännischen Regierungserklärung hatte. „Die erste Wahl vor sieben Jahren war für mich ein Vertrauensvorschuss der Bürger“, begann er. „Die zweite Wahl nun kommt einer bestandenen Prüfung gleich“. Dies sei Verpflichtung, die Bürger noch mehr als bisher mit meinen Leistungen zufriedenzustellen. In diesem Kontext fiel die Bilanz seiner ersten Lossataler Amtszeit grundsätzlich positiv aus.

Weigelt dankt Familie und Gemeinderat

Weigelt dankte seiner „starken Familie im Rücken“ und wertschätzte die „guten Kooperation mit dem Gemeinderat und den Ortschaftsräten“. Wohl wissend, „dass ein Bürgermeister ohne diese Gremien keinen festen Boden unter seinen Füßen hat.“ Und so beschwor er abschließend den Zusammenhalt – „zum Wohle unserer Gemeinde.“

Von Frank Schmidt