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Wurzen Lossataler Sportzentrum geht in Betrieb
Region Wurzen Lossataler Sportzentrum geht in Betrieb
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11:08 10.01.2017
Zur Eröffnung des neuen Sportzentrums in Falkenhain bekamen die Besucher aus Politik, Wirtschaft und Sport ein farbenfrohes Programm der künftigen Nutzer geboten. Quelle: Foto: Frank Schmidt
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Lossatal/Falkenhain

 „Wir sind ja alle so happy“, freute sich Monika Kretzschmar und riss vor Begeisterung beide Arme hoch. Damit sprach am Sonnabend die Abteilungsleiterin Geräteturnen im SV 1898 Falkenhain allen Sportlern, Trainern und Übungsleitern aus dem Herzen, die das neue, hochmoderne und komfortable Sportzentrum Lossatal in Besitz nahmen. Die Einweihung der Einrichtung im Ortsteil Falkenhain, die offiziell Schul-, Gesundheits- und Seniorensportzentrum heißt, verband Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) mit einem Neujahrsempfang in eben diesem Domizil.

Die Gemeinde Lossatal hat ihren Neujahrsempfang mit der Einweihung eines 3,6 Millionen Euro teuren Schul-, Gesundheits- und Seniorensportzentrums verbunden, zu der zahlreiche Gäste aus der Landes-, Kreis- und Kommunalpolitik sowie Vertreter aus Vereinen, Schulen und Institutionen eingeladen waren.

Auf der schier unendlich langen Gästeliste standen unter anderem Schüler und Lehrer des Lossataler Schulstandortes, der komplette Gemeinderat, Einwohner und Ehrenamtliche der Gemeine sowie Freunde aus den Partnergemeinden Bodelshausen und Premyslovice. Aber auch hochrangige Persönlichkeiten des Freistaates Sachsen, des Landtages und des Landkreises sowie Vertreter umliegender Gemeinden und Institutionen.

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Sie alle begrüßte Weigelt mit zunächst nachdenklichen Worten, in denen er weit über die Gemeindegrenze hinausschaute und an das vergangene Jahr „mit zahlreichen Ereignissen, Überraschungen und einschneidenden Veränderungen“ erinnerte. „Meiner Meinung nach war 2016 die Ruhe vor dem Sturm, denn ungelöste Megafragen mit offenem Ausgang rollen auf uns zu“. Um auf Probleme wie Digitalisierung, Klimawandel, Flüchtlinge, Rechtsruck, Euro- und Bankenkrise, Amerika, Russland und Ostukraine aufmerksam zu machen, warf sich Weigelt verbal die Lutherrobe über und zitierte den Reformator wie folgt: „Die Welt ist wie ein betrunkener Bauer. Hebt man ihn auf der einen Seite in den Sattel, so fällt er auf der anderen Seite wieder herab.“

Die Zahl des Tages lautete 3,6 Millionen Euro, so viel hat das Sportzentrum gekostet. 1,8 Millionen davon schoss der Freistaat zu, und die Summe der Eigenmittel ist mit 600 000 Euro aus der Hochzeitsprämie gestützt worden, die im Zuge der Gemeindefusion gezahlt worden war. Weitere 1,2 Millionen Euro werden demnächst in die Außenanlagen wie Parkplatz, Objektzufahrt und Straßenanbindung investiert, kündigte Weigelt an.

„Neue Zukunftsstrukturen im ländlichen Raum sind hier im Lossatal beispielhaft geschaffen wurden“, lobte Markus Ulbig (CDU), Innenminister und zuständig für den Sport. „Hier wurde also nicht nur eine Turnhalle gebaut, sondern ein altersübergreifender Bezug für die Gemeinde hergestellt.“ Landrat Henry Graichen (CDU) erinnerte an die interkommunale Zusammenarbeit mit Schildau, die eine solche Förderung im ländlichen Raum beflügelt habe und zudem das Wurzener Land mit den Gemeinden Thallwitz und Bennewitz stärke. Die CDU-Landtagsabgeordnete Hannelore Dietzschold betonte, dass der zehn Jahre währende Kampf um dieses Sportzentrum dazu beitrage, den Schulstandort Lossatal zu erhalten.

Von Frank Schmidt