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Wurzen Macherner Jugendliche reisen nach Fernost
Region Wurzen Macherner Jugendliche reisen nach Fernost
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14:14 26.08.2019
Erst Zuschauer, dann selbst Akteur: Die Macherner Jugendlichen nahmen im japanischen Otawara an einem Straßenumzug teil. Quelle: privat
Machern

In diesem Sommer fand das traditionelle Jugendlager der Partnergemeinden Machern, Linden (Hessen) und Warabi erneut im fernen Japan statt. Bereits zum zweiten Mal hatten zehn Macherner Jugendliche im Alter von 14 und 17 Jahren Gelegenheit, das fernöstliche Land auf diese Weise kennenzulernen. Ein umfangreiches Programm erwartete die Sachsen im heißen Japan. In den ersten drei Tagen lebten die Jungen und Mädchen in Gastfamilien. Darauf waren die Macherner besonders gespannt. Denn sie wussten nicht, was sie dort erwartet – welche Traditionen, Bräuche und Speisen.

Um sich kennenzulernen, unternahmen alle Familien einen Ausflug zum großen Buddha von Ushiku. Von dort ging es zum Leuchtturm Inubosaki und zur Aussichtsplattform mit Panoramablick, „wo man sehen kann, dass die Welt rund ist“, so die Japaner. Auf alle Fälle bot sich ein toller Blick über den Pazifik.

Tradition und Hightech im Alltag

Immer wieder bestaunt wurden die Toiletten, die sich in zwei Extremen darboten – entweder nur mit zwei Fußstapfen und Loch oder mit jeder Menge Hightech. „Nur den Spülknopf zu finden war nicht einfach“, fand Kilian Puttkammer, einer der Jugendlichen.

Japanische Schule hat sogar einen Außenpool

In Warabi stand in diesem Jahr sogar ein Besuch der Oberschule auf dem Programm. Trotz Ferien herrschte hier reges Treiben. Denn auch in der schulfreien Zeit besuchen die Schüler Kurse: ob Kampfsport, Teezeremonie, Kalligraphie oder anderes. Die Jugendlichen durften überall reinschnuppern. Die Schüler hatten für sie Vorträge in Englisch und ein Quiz vorbereitet. Begeistert waren die Deutschen über den Außenpool im Schulgelände. Als sie allerdings hörten, dass eine Klasse 41 Schüler zählt, konnten sie es kaum glauben.

Kulturaustausch unter Nationen

Mit Spannung erwarteten die Sachsen ihre Ankunft in Otawara. Denn hier waren die Jugendlichen aus Warabi, Otawara, dem hessischen Linden und Machern unter sich. Im stadteigenen Hotel standen Kennenlernspiele, Programme der einzelnen Gruppen und Kulturaustausch auf dem Programm. Für alle zeigten dann drei Tänzerinnen den Yoichi-Tanz. Noch nicht ahnend, was da auf sie zukommt, tanzten die Teenager die Schrittfolgen.

An einem Jugendlager im japanischen Warabi nahmen zehn Macherner Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren teil. Alljährlich veranstalten die Partnergemeinden Machern, Linden (Hessen) und Warabi einen gemeinsamen Jugendaustausch.

Mehrere Hundert Tänzer und Macherner mittendrin

Am nächsten Tag war dann das Yoichi-Festival Ziel der Jugendlichen. Yoichi, ein Volkshelden aus dem 12. Jahrhundert, war das Fest gewidmet. Die Jugendlichen tummelten sich am Straßenrand, sahen sich den Umzug an und erlebten eine Überraschung: Denn plötzlich wurden sie Teil des Straßentanzes. Flugs bekamen alle Kimono und Stirnband und gehörten zum großen Reigen mehrerer hundert Tänzer dazu. Fast eine Stunde tanzten nun alle immer die gleichen Schritte, die gleiche Melodie und das bei fast 40 Grad.

Die 17-jährige Johanna Schindler schwärmte: „Es ist toll, bei solch einem bedeutenden Ereignis dabei zu sein.“ Die letzten drei Tage in den Gastfamilien gingen rasend schnell vorbei. Alle berichteten begeistert von ihren Erlebnissen und der erlebten Gastfreundschaft . Beim Abschied flossen auf beiden Seiten Tränen. Doch ganz sicher ist: Der Austausch wird einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Ich bin mit Erwartungen und ohne Wissen angereist und habe nun ganz viel Wissen über das Land“, brachte es Kilian auf den Punkt.

Von Monika Alexandrow

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