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Wurzen Madlen Gernoth ist neue Geschäftsführerin der Volkssolidarität Wurzen
Region Wurzen Madlen Gernoth ist neue Geschäftsführerin der Volkssolidarität Wurzen
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12:54 14.12.2018
Abschied und Neubeginn: Vorstandsvorsitzende Astrid Nowak (M.) mit der neuen Geschäftsführerin Madlen Gernoth (r.) und ihrer Vorgängerin Ingeburg Fahl. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen

Madlen Gernoth ist das neue Gesicht des Wurzener Regionalverbandes der Volkssolidarität (VS). Die gebürtige Freibergerin übernimmt zum 1. Januar das Amt der Geschäftsführerin von Ingeburg Fahl, die nach sieben Jahren an der Spitze in den Vorruhestand geht und gestern offiziell verabschiedet wurde.

19 Bewerber nach Stellenausschreibung

Bereits Ende Juni hatte Fahl gegenüber dem Vorstand ihren Abschied angekündigt, wie Vorsitzende Vorstandsvorsitzende Astrid Nowak sagte. Auf die folgende Stellenausschreibung hin bewarben sich 19 Personen – „von Dresden bis Berlin, von Sachsen bis Thüringen“. Letztlich entschied sich die Vereinsführung für die 40-jährige Gernoth und das laut Nowak aus drei Aspekten. „Unser Wunschkandidat sollte jung und dennoch erfahren sein und die Volkssolidarität in die Zukunft führen können.“ All diese Kriterien erfülle Gernoth.

Gernoth arbeitete bei der Awo in Berlin-Spandau

Nach der Schule studierte die Diplom-Sozialverwaltungswirtin von 1999 bis 2004 an der Hochschule Wismar und arbeitete zuletzt in der Personalabteilung bei der Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Berlin-Spandau. „Dort war ich für 150 Mitarbeiter verantwortlich.“ Dass sie mit dem beruflichen Wechsel wieder ein Stück näher der Heimat rückt, läge an privaten Veränderungen. Mittlerweile wohnt Gernoth sogar schon in Wurzen und lernte die VS dank der Einarbeitungszeit seit 1. Dezember besser kennen. Zudem habe sie das Team gut aufgenommen. So nach und nach will Gernoth auch die Stadt entdecken, mit der sie zuvor lediglich Flipse und Ringelnatz in Verbindung brachte.

Fahl will dem Sozialbereich treu bleiben

Zugleich mit dem Start ihrer Nachfolgerin bricht für Ingeburg Fahl ein neuer Lebensabschnitt an, vor dem sie sich aber keineswegs ängstigt. „Ich bleibe dem Sozialbereich weiterhin als ehrenamtliche Vizevorsitzende des DRK-Kreisverbandes Torgau-Oschatz erhalten. Und wenn die Volkssolidarität meine Hilfe wünscht, stehe ich natürlich gern zur Verfügung.“ Allerdings freut sich die passionierte Wanderin und Skiabfahrtsläuferin auf mehr Freizeit für ihre Hobbys.

Fahl kam am 1. November 2011 zum Regionalverband und hatte es gleichwohl schwerer zu Beginn. Es sei damals eine intensive Phase gewesen und dauerte gut ein Jahr, um anzukommen, erinnert sich die Diplombauingenieurin und frühere Chefin der Oschatzer Wohnstätten GmbH. Doch heute verlasse sie den Dienstsitz in der Straße des Friedens 18 mit Wehmut – und nicht ohne lobende Worte von Astrid Nowak.

Regionalverband eint circa 1300 Mitglieder

„Wir sind ganz froh, dass sich Ingeburg Fahl als kompetente Fachkraft erwiesen hat und wertschätzen ihre Arbeit sehr.“ Was Nowak aber vor allem an der scheidenden Geschäftsführerin gefiel: „Sie redete dem Vorstand nicht zu Wort und brachte Ordnung in die ganz unterschiedlichen Geschäftsbereiche.“ Keine leichte Aufgabe, denn immerhin betreibt die VS zwei Kindereinrichtungen, die Kita „Zum Knirpsentreff“ und den Hort „Klex-Mex“ in Beucha, einen ambulanten Pflegedienst, einen Reise- und den Mahlzeitendienst sowie die Begegnungsstätte mit der Erziehungs- und Familienberatungsstelle. Darüber hinaus eint der Regionalverband Wurzen circa 1300 Mitglieder in 28 Ortstgruppen und beschäftigt derzeit 96 Mitarbeiter.

Zum Schluss wünschte Nowak der neuen Geschäftsführerin viel Erfolg und ihrer Vorgängerin alles Gute für den Unruhstand.

Von Kai-Uwe Brandt

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