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Wurzen Markranstädter Blitzer hat jetzt Raser in Deuben im Visier
Region Wurzen Markranstädter Blitzer hat jetzt Raser in Deuben im Visier
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17:02 26.04.2017
An ihrem neuen Standort in den Deubener Teichkurven hat die  Markranstädter  Blitzer-Anlage ihren Betrieb aufgenommen.
An ihrem neuen Standort in den Deubener Teichkurven hat die Markranstädter Blitzer-Anlage ihren Betrieb aufgenommen. Quelle: Frank Schmidt
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Landkreis Leipzig

Die Blitzer-Abstinenz an der B 6 in Deuben ist beendet: Seit dieser Woche müssen Kraftfahrer wieder mit teuren Fotos rechnen, wenn sie auf dem Abschnitt zwischen Machern und Wurzen zu schnell unterwegs sind.

Die Deubener Teichkurven zählten noch vor zehn Jahren zu den absoluten Unfallschwerpunkten der Region. Nirgends sonst im Wurzener Land krachte es so häufig und mit so verheerenden Folgen. Allein von 1996 bis 2006 waren hier neun Verkehrstote zu beklagen. Seit 2007 werden deshalb alle Register gezogen, um die Gefahrenstelle zu entschärfen. Zuletzt hatten entlang der B 6 in Deuben drei Blitzer ein wachsames Auge auf den Verkehr und die täglich rund 15 000 Fahrzeuge geworfen. Seit der Erneuerung der Fahrbahn im Vorjahr waren die Starenkästen allerdings verschwunden. „Die vormals installierten Anlagen wurden abgebaut, weil sie defekt waren und der technische Support zur Instandsetzung seitens des Herstellers eingestellt wurde“, berichtete Konstanze Morgenroth, stellvertretende Pressesprecherin des Landratsamtes. Die am Dienstag errichtete Anlage, die in einem deutlich moderneren Design daherkommt, stammt ursprünglich aus Markranstädt. Auf den neuen Standort hätten sich Polizei, Straßenverkehrs- und Ordnungsbehörde geeinigt, heißt es aus der Kreisbehörde.

Der Blitzer wurde in Fahrtrichtung Wurzen unmittelbar hinter der Ampelkreuzung am Abzweig Altenbach installiert. Das hat zur Folge, dass laut Morgenroth nur noch der Verkehr überwacht wird, der in Richtung Wurzen rollt. In der Gegenrichtung werde nicht mehr geblitzt. „Derzeit ist eine zweite Anlage auch nicht vorgesehen.“

Der Kreis hofft dennoch, auch mit der abgespeckten Variante verkehrsberuhigend zu wirken und Unfälle zu vermeiden. Den Betrieb der stationären Blitzer, darunter auch der Anlagen in Espenhain und Machern, hatte die Behörde vor Jahren ausgeschrieben. Die Arbeit – unter anderem auch Eichung und Wartung – übernimmt seitdem eine Firma. Von dieser kauft der Kreis die verwertbaren Fotos und straft die ertappten Raser ab. Das kostet pro Fall 5,88 Euro, die entsprechend einem 2013 abgeschlossenen Provider-Vertrag anfallen. Jährlich erhielten in den Deubener Teichkurven zuletzt rund 3000 Raser einen Denkzettel.

Von Simone Prenzel