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Wurzen Minister Thomas Schmidt besucht Landgut Nemt bei Wurzen
Region Wurzen Minister Thomas Schmidt besucht Landgut Nemt bei Wurzen
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10:47 28.06.2019
Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt besucht in Begleitung von Landtagsabgeordneter Hannelore Dietzschold im Hofladen Dehnitz des Landgutes Nemt den Chef des Hauses Rene Döbelt (v.l.). Quelle: Frank Schmidt
Wurzen

Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) hat auf dem Weg zum Deutschen Bauerntag in Schkeuditz einen Abstecher zum Landgut Nemt bei Wurzen gemacht. Im Hofladen des Unternehmens in Dehnitz bei Wurzen stellte Rene Döbelt den ökologisch betriebenen Ackerbau- und Viehwirtschaftsbetrieb vor. Gleichwohl Schmidt über das Unternehmen schon gut informiert war, weitete Döbelt den ministeriellen Blick für die fünf Schwerpunkte des Unternehmens. Zum einen sei dies der ökologische und konventionelle Ackerbau in verschiedenen Betrieben, zum anderen Milchproduktion und Direktvermarktung sowie die Energieerzeugung aus den Resten der Milchproduktion.

Frischmilch für 90 Kindereinrichtungen in der Region

Apropos: Dank der Milchproduktion werden gut 90 Schulen und Kindereinrichtungen in der Region mit Frischmilch versorgt, was ungefähr 10 000 Liter pro Woche ausmachen würde. Insgesamt stehen im Landgut Nemt etwa 60 Menschen in Lohn und Brot. Und in der Haupterntezeit kommen weitere 50 Saisonkräfte hinzu. „Denn wir sind in Deutschland einer der führenden Betriebe für Gemüseproduktion und größter Produzent für Bio-Zwiebeln in Deutschland“, ließ der 53-jährige Landwirt aufhorchen. In Sachen Umwelt und Naturschutz, klopfte sich Döbelt auf die Brust, habe man insbesondere die Nitratwerte im Grundwasser deutlich minimiert. „Das schreiben wir uns durch den ökologischen Ackerbau zu“, sagte der Landwirt selbstbewusst.

Das Kindermelken beim Hoffest im Landgut Nemt gehört zur Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens, um mehr Akzeptanz für die Landwirtschaft zu erzielen. Quelle: Frank Schmidt

Schmidt indes lobte das Engagement des Unternehmens fürs Gemeinwohl durch ehrenamtliche Tätigkeiten sowie in Sachen Öffentlichkeitsarbeit. Bestes Beispiel dafür seien die alljährlichen Hoffeste, die nicht nur eine Oase des Feierns seien, sondern der Landwirtschaft zu mehr Akzeptanz verhelfen. In diesem Kontext beklagte Döbelt, „dass die Landwirtschaft von der Politik nicht mehr als Wirtschaftszweig gesehen wird“, und nannte Beispiel für staatliche Reglementierungen.

Ökologische Landwirtschaft muss wachsen und reifen

Ökologische Landwirtschaft kann nicht von politischen Vorgaben abhängig gemacht werden, ökologische Landwirtschaft muss wachsen und reifen“, sagte Döbelt. Minister Schmidt, der selbst gestandener Landwirt ist, konnte dem nur beipflichten.

Alexander Otto (l.) und Rudolf Hartmann betreiben auf einem Hoffest im Landgut Nemt die etwas andere Art der Öffentlichkeitsarbeit und stellen das Pflügen von einst dar, wie es aber längst von der modernen Landtechnik überholt wurde. Quelle: Frank Schmidt

„Fördermaßnahmen für die ökologische Landwirtschaft darf kein Umstellungsgrund sein.“ Soll heißen, nicht mit finanziellen Zuwendungen, sondern nur mit fundiertem Fachwissen und viel Erfahrung könne der Einstieg in die ökologische Landwirtschaft gelingen. „Wer die konventionelle Landwirtschaft nicht beherrscht, diese aber der Prämien wegen machen will, wird definitiv scheitern“, sagte Schmidt.

Vorschlag: Mehr Praxisnähe für Kontrollbehörden

Ein anderes Thema waren Kontrollen durch zuständige Behörden. Hier machte der Minister einen Vorschlag, den Döbelt nur begrüßen konnte. Statt nur stur nach Buchstabe und Gesetz zu handeln, sollten Mitarbeiter von Kontrollbehörden für eine gewisse Zeit mal praktische Arbeit in einem Landwirtschaftsbetrieb machen. Das würde ihnen helfen, Produktionsabläufe mit all ihren Zwängen praxisnah kennenzulernen, was schlussendlich die Wertschätzung der Arbeit in den Ställen und auf den Feldern steigern würde.

Von Frank Schmidt

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