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Wurzen Ministerin Köpping bietet Wurzen Hilfe an
Region Wurzen Ministerin Köpping bietet Wurzen Hilfe an
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16:11 02.09.2016
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Wurzen

Die Stadtverwaltung will das Landratsamt bitten, einen kommunalen Ausländer- und Integrationsbeauftragten speziell für Wurzen und Hohburg zu beantragen. Dies ist ein Ergebnis des Gespräches am Freitag zwischen Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) und der Ministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping (SPD). Der Runde im Büro des Stadtoberhauptes gehörten ferner der Lossataler Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD) sowie Bettina Belkner, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Muldental, an. Eigentlich sollten noch der Beigeordnete des Landkreises, Thomas Voigt, sowie ein Vertreter der Polizei das Treffen komplettieren. Beide entschuldigten sich allerdings im Vorfeld.

Anlass für den Besuch Köppings waren die jüngsten Zwischenfälle mit Asylbewerbern, vor allem der Übergriff auf Gäste des Pizza-Hauses in der Bahnhofstraße und die darauf folgende Kundgebung von circa 350 Personen am Montag auf dem Bürgermeister-Schmidt-Platz. „Ich will die Kommunen in solchen Fällen nicht allein lassen und biete daher meine Unterstützung an“, sagte die Ministerin. Um eine engmaschige Integrationsarbeit aufzubauen, empfahl sie zudem den stärkeren Einsatz von Fördergeldern. Letztlich gehe es darum, Ereignissen wie jüngst vorzubeugen und die Integrationsarbeit mehr denn je zu verzahnen, betonte Belkner. Eben hierin sieht Weigelt Verbesserungsmöglichkeiten und fügte an: „Wir wollen die regionalen Probleme gemeinsam lösen“. Laut Köpping müssen der Freistaat und die Kommunen dabei Hand in Hand arbeiten. Daher wollen sie in puncto Sicherheit auch beim Innenministerium vorsprechen.

Von Kai-Uwe Brandt