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Region Wurzen Museum Wurzen will sich fit für die Zukunft machen
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14:33 16.09.2019
Das Ringelnatz-Kabinett im Wurzener Museum: Hier finden Gäste alles Wissenswertes über den Schriftsteller, Kabarettisten und Maler Joachim Ringelnatz. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen

Die Entscheidung ist gefallen: Karolin Kläber aus Leipzig tritt zum 1. Oktober die Stelle der Museologin im Wurzener Museum an. „Wir freuen uns sehr, mit ihr eine erfahrene und kompetente Mitarbeiterin gefunden zu haben“, sagte Raymund Töpfer, Verwaltungsleiter der städtischen Einrichtung in der Domgasse 2.

Auf die Ausschreibung hin meldeten sich neun Bewerber

Der Kulturbetrieb schrieb die Funktion aus, nachdem klar war, dass Museumsleiterin Sabine Jung ab 1. November in Rente geht. Bis zum Stichtag 30. August bewarben sich neun Frauen und Männer. Fünf Interessenten erfüllten Töpfer zufolge die erforderlichen Kriterien und wurden zu persönlichen Gesprächen eingeladen. An der Vorstellungsrunde mit vier Kandidaten, eine erschien nicht, nahmen neben Töpfer die Leiterin des Kulturbetriebes, Bettina Kretzschmar, sowie der Personalrat teil. Letztlich einigte sich die Kommission auf die gebürtige Erfurterin.

„Den Ausschlag gaben ihre Erfahrungen im Sammlungsbereich sowie die Tatsache, dass Frau Kläber derzeit ein berufsbegleitendes Masterstudium der Museumspädagogik absolviert“, so der Verwaltungsleiter. Darüber hinaus kenne die 33-Jährige bereits das Wurzener Haus aus ihrer Praktikumszeit von 2013 bis 2014.

Die 33-jährige Karolin Kläber beginnt am 1. Oktober ihre Arbeit als Museologin im Wurzener Museum. Quelle: web

Wurzen möchte Überblick über Sammlung zurückgewinnen

Karolin Kläber studierte an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) im Fach Museologie und schloss dieses 2011 ab. Im Anschluss arbeitete sie als Projektassistentin an der HTWK und nach der Zeit in Wurzen als Veranstaltungsleiterin bei Exklusiv Event Leipzig. Weitere Etappen ihres beruflichen Werdegangs: St. Benno Verlag Leipzig von 2016 bis 2017 sowie Leiterin im Museum für Volksarchitektur und bäuerliche Kultur Schwarzbach (Landkreis Mittelsachsen) von 2017 bis jetzt. Nebenbei ist Kläber Stadtführerin in Leipzig und freie Mitarbeiterin für Museumspädagogik im Grassi-Museum Leipzig.

Laut Töpfer erfolgte die jüngste Ausschreibung vor allem aus strategischen Gesichtspunkten und mit Blick in die Zukunft. „Die nunmehr vergebene Stelle der Museologin war seit Jahren nicht besetzt, was unserer Einrichtung keineswegs gut getan hat.“ Daher gehe es mit Kläber zunächst darum, den Überblick der Sammlungen zurückzugewinnen, die Depots zu aktualisieren und zu digitalisieren. „Das wird eine Mammutaufgabe“, betont der Verwaltungsleiter.

Stadtgalerie im Alten Rathaus soll neu gedacht werden

Ins Blickfeld rückt Töpfer zudem die Weiterentwicklung der Museumskonzeption, eine Modernisierung der Dauerausstellung und den Wiederaufbau der Museumspädagogik in Zusammenarbeit mit Schulen. „Ebenso müssen wir auch die Stadtgalerie, die ja zum Museum gehört, neu denken.“ Um jedoch Gerüchten vorzubeugen, der Raum im Alten Rathaus würde nicht mehr bespielt, merkt er an: „Allein für 2020 sind fünf Ausstellungen geplant.“ Allerdings will Töpfer künftig auf eigenkonzipierte Schauen verzichten, weil diese bislang viel Kraft gebunden haben, hohe Kosten und geringe Einnahmen verursachten sowie finanzielle Hilfe von Dritten beanspruchten.

„Unser Schwerpunkt in den kommenden Jahren wird primär auf dem Museum liegen, und unser Ziel ist es, die Galerie als Ort der Begegnung mit der Kunst unbedingt zu erhalten.“

Von Kai-Uwe Brandt

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