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Wurzen Musikalische Feinkost in der Herrenhaus-Ruine von Großzschepa
Region Wurzen Musikalische Feinkost in der Herrenhaus-Ruine von Großzschepa
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12:08 11.06.2019
Der Park und die Ruine des ehemaligen Gutsherrenhauses bieten die ideale Kulisse für den Jazz-Abend mit der Band "Die Synkopenmuffel" aus Torgau. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Lossatal/Großzschepa

Mit 250 bis 300 Zuschauern rechnet der Förderverein Rittergut Großzschepa zu seiner mittlerweile traditionellen Veranstaltung „Jazz im Park“. Diesmal haben die Organisatoren um Vereinschef Jürgen Schmidt gleich über ein Dutzend Musiker im historischen Gemäuer. Für Hot- und Sweet-Jazz der 1920er- und 1930er-Jahre sorgt am 15. Juni von 18 bis 21 Uhr die Torgauer Band „Die Synkopenmuffel“ unter der Leitung von Thomas Noll.

Zum ersten Mal beim "Jazz im Park" dabei: "Die Synkopenmuffel" aus Torgau sorgen am 15.Juni in der Ruine des Gutherrenhauses Großzschepa für Stimmung. Quelle: privat

Swing im Geiste von Benny Goodman

Zum Repertoire der Elbstädter gehören neben Klassikern des Benny Goodman Orchestra wie „Don’t Be That Way“, „King Porter Stomp“, „Bei mir bist du schön“ oder „Stompin’ at the Savoy“ vor allem bekannte Songs der späten 20er-Jahre, darunter „Nowbody’s Sweetheart Now“, „She’s funny that way“ und „Futuristic Rhythm“. Schmidt jedenfalls freut sich schon auf einen urigen Abend unter den hohen Bäumen des Schlossparkes, „Natürlich hoffen wir auf schönes Wetter und viele Gäste.“ Dafür hat die Gemeinschaft bereits Pfingstsonnabend noch einmal Hand angelegt und das Naturkleinod auf Vordermann gebracht.

Parkteich bietet wieder Heimstatt für Amphibien

Beim Arbeitseinsatz unterstützt wurden die beiden Vereinsmitglieder Helmut Stäter und Gerold Knauer unter anderem mit Mähtechnik der Unternehmensgruppe Kafril. „Wir verdanken der Firma mit Sitz in Großzschepa allerhand“, erzählt Schmidt. So half Geschäftsführer Jens Karnahl im Vorjahr bei der Sanierung des Parkteiches. Mit Fördergeldern des Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft und nach den Plänen des Büros Knoblich aus Zschepplin (Landkreis Nordsachsen) wurde das verlandete Gewässer entschlammt und bietet heute Amphibien und Enten eine naturnahe Heimstatt. Voraussichtlich im September, kündigt Schmidt an, wolle der 2012 gegründete Verein mit derzeit 74 Mitgliedern noch eine entsprechende Schautafel anbringen.

Der Park und die Ruine des ehemaligen Gutsherrenhauses bieten die ideale Kulisse für den Jazz-Abend mit der Band "Die Synkopenmuffel" aus Torgau. Quelle: Kai-Uwe Brandt

Seit dem Abbruch des einstigen Herrenhauses bis auf die Grundmauer zur Jahreswende 2013/2014 habe sich viel getan, lobt der 68-Jährige das Wirken der Gemeinschaft. Kulturell etablierte sich vor Ort nicht nur „Jazz im Park“, sondern gleichfalls das zweitägige Parkfest. „Wer sich den Termin vormerken möchte: Am 15. und 16. September ist es wieder so weit.“ Selbst das neue Gutsherrenpaar stehe bereits fest und mancher Höhepunkt außerdem, wie das Entenrennen auf der Lossa, der Lampionumzug oder der Frühschoppen mit dem Böhlitzer Spielmannszug. Doch zunächst verweist Schmidt auf den 15. Juni. „Unsere Frauen sorgen dann einmal mehr für das Wohl der Besucher und schmieren die begehrten Fettbemmen.“

Der Ausbau der Gutsscheune ist das nächste Mammutprojekt

Übrigens wird die benachbarte Gutsscheune das nächste Mammutprojekt des Fördervereins. Angedacht sei die Wiederbelebung der alten Immobilie mit verschiedenen Funktionen und Vereinsräumen, darunter für die Sektion Leipzig des Deutschen Alpenvereines. Schmidt zufolge sei das Vorhaben allerdings für die Gemeinschaft eine Nummer zu groß und übersteige bei weitem die Eigenregie. „Der Ausbau funktioniert nur in Kooperation mit der Gemeinde Lossatal, die Eigentümer des Areals ist, sowie finanziell über das Leaderprogramm.“

„Jazz im Park“ am 15. Juni von 18 bis 21 Uhr mit der Band „Die Synkopenmuffel“, Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Von Kai-Uwe Brandt

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