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Wurzen Nach Sanierung: Siedlungsweg in Voigtshain freigegeben
Region Wurzen Nach Sanierung: Siedlungsweg in Voigtshain freigegeben
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16:12 29.06.2018
Endlich fertig: Nach neun Monaten Bauzeit gibt Bürgermeister Uwe Weigelt (M.) den neu gestalteten Siedlungsweg in Voigtshain offiziell wieder frei.
Endlich fertig: Nach neun Monaten Bauzeit gibt Bürgermeister Uwe Weigelt (M.) den neu gestalteten Siedlungsweg in Voigtshain offiziell wieder frei. Quelle: Frank Schmidt
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Lossatal/Voigtshain

Freud und Leid liegen bei den Einwohnern in Voigtshain dicht beieinander. Obwohl das Hauptaugenmerk auf die endlich fertiggestellte Straße Siedlungsweg im Lossataler Ortsteil liegen sollte, ist zunächst nur das WM-Aus der Jogi-Fußballer in Russland Gesprächsthema Nummer eins. Und

Letzte Handgriffe: Im neu gebauten Siedlungsweg werden kurz vor der offiziellen Freigabe noch einmal die Besen geschwungen. Quelle: Frank Schmidt

solange vor Ort noch die letzten Handgriffe getätigt werden, sprich das neue Natursteinpflaster auf dem Bürgersteig gekehrt wird, gilt das Interesse mehr dem möglichen neuen Besitzer des Weltmeisterschaftspokals.

Für Anliegerin Isolde Mai indes ist die neue Straße wichtiger. „Na klar, jetzt, wo alles so schön geworden ist“, sagt sie. Und wo auch wieder alles ungehindert zu befahren ist. „Wir hatten Glück und konnten eine andere Grundstückszufahrt nutzen. Aber weiter hinter in der Straße war es nicht ganz so einfach.“ Sie ergänzt, dass sich die Baufirmen kooperativ zeigten, sodass dann doch immer irgendwie ein Weg rein ging in die Grundstücke. Eine Situation, „die den Anwohnern mit Baubeginn im Oktober des vergangenen Jahres viel Verständnis abverlangte“, weiß Bürgermeister Uwe Weigelt (SPD).

Großteil der Kosten von 366 000 Euro werden gefördert

Im Gegenzug wurden Mischwasserkanal und Trinkwasserleitungen samt Hausanschlüsse für die Grundstücke erneuert. Außerdem wurden die Energieleitungen im Erdreich verlegt, sodass die Betonmasten abgebaut werden konnten, die teils mitten auf dem Bürgersteig gestanden hatten. Die Gemeinde nahm dafür insgesamt 366 000 Euro in die Hand. Allein auf den Kanalbau entfielen 175 000 Euro; wegen der Förderung über die Ländliche Neuordnung und die SAB musste der Eigenbetrieb Abwasser nur 55 000 Euro aufbringen. Für den etwa 300 Meter langen und 191 000 Euro teuren Straßenbau erhielt Lossatal Zuschüsse 85 Prozent von der Ländlichen Neuordnung.

Gewissermaßen als Bonus gab es noch für den etwa 460 Meter langen Mühlenweg in der abgewinkelten Verlängerung des Siedlungsweges einen gepflasterten Spurweg, der mit weiteren 100 000 Euro zu Buche schlägt. Was sind da schon ein paar Euro, die die Kommune für ein paar Roster spendierte, die sich die Anwohner zur Feier des Tages schmecken lassen.

Von Frank Schmidt