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Wurzen Neuer Pfarrer, neue Glocken, neue Band: Wurzens Kirchgemeinde hat große Pläne
Region Wurzen Neuer Pfarrer, neue Glocken, neue Band: Wurzens Kirchgemeinde hat große Pläne
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16:54 09.01.2017
Die Kirchgemeinde Wurzens hat große Pläne: Quelle: Haig Latchinian
Wurzen

Am Morgen des heiligen Abends saß er im Garten, erfreute sich am Sonnenschein und vermisste nur noch etwas Schnee. Da erreichte ihn eine Nachricht, die ihm das Weihnachtsfest gründlich verhageln sollte... Thomas Müller vom Kirchenvorstand erinnerte zum Neujahrsempfang im Dom nur sehr ungern an den dreisten Einbruch ins Pfarrhaus: „Einbruch beim Pfarrer – und das zu Weihnachten!“ Die blinde Zerstörungswut mache ihn sprachlos, vor allem wurde das Haus am Domplatz am Neujahrstag abermals von Langfingern heimgesucht.

Und doch. Wurzens evangelische Kirche lasse sich nicht entmutigen, an das Gute zu glauben. Die 1700 Gemeindeglieder, Freunde und Förderer hätten auch 2017 vieles vor, versprach Müller: „Im Juli nimmt unser neuer Pfarrer Alexander Wickowsky seine Arbeit auf. Er ist ein sehr offener Mensch. Mit ihm wollen wir noch mehr wahrgenommen werden und weitere Wurzener erreichen.“

Wickowsky ist kein Unbekannter in der Stadt. Vor zwölf Jahren war er bereits Vikar in Wurzen. Nach Abschluss des Theologiestudiums trat er seine erste Pfarrstelle in der Oberlausitz an. Von dort wechselt er nun direkt wieder an die Mulde. Bis er das Pfarrhaus mit Frau und Kind beziehen kann, wird die Wohnung gründlich generalüberholt: Fliesen, Tapeten, Bodenbeläge – alles neu. Auch sämtliche Schäden sollen bis dahin reguliert sein.

Im Jahr des Reformationsjubiläums längst nicht das einzige Vorhaben. Im Spätherbst wollen die Christen die neuen Bronzeglocken der Stadtkirche St. Wenceslai feierlich einweihen. Weil die 100 Jahre alten Stahlglocken verschlissen sind, sammelte die Kirchgemeinde drei Jahre eifrig Spenden. Nun sind die benötigten 165 000 Euro, darunter 50 000 Euro der Landeskirche, verfügbar. Roy Kreß, Glockensachverständiger der Landeskirche, arbeitet eng mit der Gemeinde zusammen: „Emaillekünstler Peter Luban hat seine gelungenen und individuellen Entwürfe bereits zur Diskussion gestellt und ist nun dabei, erste Modelle anzufertigen“, sagte Kress, der begutachtet und die Ausschreibung vorbereitet.

Der kirchliche Neujahrsempfang hat Tradition in Wurzen: Ulrike Ernst kreierte ihren mediterranen Nudelsalat mit Schafskäse, Kürbiskernen und getrockneten Tomaten. Jugendwart Gerd Pettrich wünschte sich mit Blick auf den Stern von Bethlehem auch fürs neue Jahr manche Sternstunde und lobte diesbezüglich die Junge Gemeinde: „Franz Schikowski, Ruben Winkelmann, Willy Wagner, Mechthild Schwarze und andere gründeten eine Band. Find’ ich großartig.“ Kirchenmusikdirektor Johannes Dickert warb schon jetzt fürs Benefizkonzert zugunsten des Domes: „Der Madison Symphony Chorus aus den USA bringt im Mai zusammen mit dem Leipziger Symphonieorchester ,Ein deutsches Requiem’ von Brahms zu Gehör.“ Wilfried Hentschker freut sich auf Kirchweihfest im September und Domherrentag im Juni. Derweil sieht Altdomherr Horst Schulze den Schwerpunkt in der Besetzung der Gottesdienste: „Wir haben Pfarrer Martin Schiefer im Oktober würdevoll in den Ruhestand verabschiedet. Im Moment stehen wir noch ohne Pfarrer da. Unterstützen wir seinen Vertreter, den Püchauer Pfarrer Martin Handschuh, auch weiter wie gehabt.“ Unterdessen erklärte sich der angehende Pfarrer Wickowsky bereit, schon jetzt einmal im Monat zwei Gottesdienste in Wurzen und einer Dorfgemeinde zu übernehmen.

„Wir leben in Zeiten, die stark polarisieren“, endete Thomas Müller vom Kirchenvorstand. Er leitet den Männergesprächskreis mit 30 Teilnehmern: „Einmal im Monat treffen wir uns und sprechen über Gott und die Welt. Es geht uns um ein Klima, in dem jeder seine Meinung frei sagen kann, wir uns austauschen können und uns akzeptieren.“

Von Haig Latchinian

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