Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Niederländer angelt mit seinem Magneten Kamera aus Grimma
Region Wurzen Niederländer angelt mit seinem Magneten Kamera aus Grimma
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:04 10.05.2019
Magnetangler Henk Hamstra hat in den Niederlanden eine Kamera aus dem Wasser gefischt, auf der Urlaubsfotos aus Grimma zu sehen waren. Quelle: privat
Landkreis Leipzig

Eine Kamera mit Urlaubsbildern, ein Mann, der mit Magneten angelt und zwei Städte, die 600 Kilometer trennen – wie hängt das zusammen? Die Geschichte beginnt mit einem Mann namens Henk Hamstra, Niederländer, passionierter Magnetangler – und nebenbei auch noch eine große Spürnase.

Magnetische Kuriositäten schlummern in den Seen

Beim so genannten Magnetangeln geht es nicht um lebende Beute, sondern um alte magnetische Kuriositäten, die in Seen oder Gewässern anderer Art vermodern. Nebenbei hilft der Sport dabei, Wasser von metallischen Verunreinigungen zu befreien.

Was ist Magnetangeln?

Magnetfischen oder Magnetangeln ist ein Trend, der sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit erfreut: An einem Seil befestigt der Angler einen Supermagneten und wirft diesen wiederholt ins Wasser. Ganz ungefährlich ist diese besondere Angelsportart jedoch nicht – neben unnützen Metallgegenständen oder kleinen Münzen sind sogar schon Waffen oder Granaten mit dem Magneten an die Oberfläche gekommen.

Zudem ist es in Deutschland rechtlich nicht zweifelsfrei geklärt, ob Magnetfischen legal ist oder ob die Grenze zur Illegalität erst beim Mitnehmen der gefundenen Objekte überschritten ist. Nichtsdestotrotz hat sich in Deutschland schon eine kleine Fangemeinde gebildet, die im Internet regelmäßig per Video oder Foto ihre außergewöhnlichsten Fundstücke präsentiert.

Rückblick: Ende April fischt Henk Hamstra in einem See in der Nähe der Stadt Sneek. 630 Kilometer liegen zwischen der Stadt in den Niederlanden und Grimma im Muldental. Er bindet einen Magneten an ein Seil und taucht diesen ins Wasser – auf der Suche nach verborgenen Schätzen. Statt Gold holt Hamstra eine verschlammte, mit Muscheln besetzte Kamera aus dem Wasser. Sie lag wohl seit mehreren Jahren auf dem schlammigen Grund.

Unerwarteter Fund in Sneek

Der Hobbyangler trocknet das Gerät, glaubt aber nicht, dass er damit noch etwas anfangen kann. „Was ich nicht erwartet hatte, war, dass die Speicherkarte noch funktionierte“, sagt er. Neugierig sucht er nach Hinweisen darauf, wem die Kamera gehört. Über 200 intakte Fotos entdeckt er, datiert auf das Jahr 2015. Sie zeigen den Besitzer der Kamera wohl im Urlaub in den Niederlanden. Vielleicht hat er den Fotoapparat bei einer Bootstour über Bord fallen lassen?

Während seiner intensiven Recherche entdeckt Hamstra, dass der Besitzer wohl zu dieser Zeit einen Mercedes-Benz mit Grimmaer Kennzeichen fuhr. Demnach hat der Mann vor vier Jahren wohl in Grimma oder der näheren Umgebung gewohnt. Außerdem sind auf den Bildern andere Personen sowie ein gemietetes Boot eines niederländischen Bootsverleihs zu sehen.

Auf der Suche nach dem Grimmaer

Hamstra fasst einen Entschluss: Er will mit dem Besitzer Kontakt aufnehmen, wendet sich per Mail an die LVZ. Vielleicht kann die Redaktion ihm helfen? Außerdem kontaktiert er die Chefin des Bootsverleihs. Diese verrät dem Angler aus Datenschutzgründen nur das Alter des Kamerabesitzers. Demnach müsste der Gesuchte ungefähr 70 Jahre alt sein.

„Es wäre natürlich toll, wenn der Besitzer die Fotos nach vier Jahren zurückbekommt“, findet Henk Hamstra. Daher ist er dankbar für jeden Hinweis, der dazu beitragen könnte, ihn zu finden. Die Bootsvermieterin versuchte ihrerseits Kontakt mit dem Mann aufzunehmen – bislang jedoch ohne Erfolg.

Wer Hinweise hat, welcher Grimmaer vor vier Jahren in der Stadt Sneek in den Niederlanden seine Kamera verloren haben könnte, kann sich an die Redaktion wenden. Hinweise senden Sie am besten per Mail an landkreis.leipzig@lvz.de

Schatzsucher aus Altenburg

Um auf Schatzsuche zu gehen, muss man aber nicht unbedingt über 600 Kilometer bis nach Holland zurücklegen – auch die Region rund um Leipzig lockt Suchende und bietet sogar die passende Ausrüstung. Andreas Krauß ist Geschäftsleiter der Firma OKM, die ihren Sitz im thüringischen Altenburg hat. Der Firmenchef bezeichnet sich selbst als „professioneller Schatzsucher“ und stellt mit seinem Team Metalldetektoren, Bodenscanner und geophysikalische Messgeräte für Schatzsucher und Archäologen her. Der Fockendorfer hat außerdem anscheinend ein Faible für das Mysteriöse denn neben seinem Archäologie-Schein besitzt er eine abgeschlossene Ausbildung zum Kriminologen. Die Firma OKM fällt in der Region mit ihrem spektakulären Pyramiden-Gebäude auf.

Von Katharina Stork

Dank zahlreicher Sprachkurse an der Volkshochschule bekommen 120 Mädchen und Jungen aus Oberschulen und Gymnasien im Muldental mehr Sprachkompetenz – bescheinigt durch ein europäisches Sprachenzertifikat.

10.05.2019
Grimma Spielplätze und Bauernhöfe saniert - Leipziger Muldenland: Wo flossen Gelder bislang hin?

Die Leader-Region Leipziger Muldenland zieht eine positive Zwischenbilanz. Seit Beginn der aktuellen Förderperiode wurden Maßnahmen für über 21 Millionen Euro auf den Weg gebracht. Welche Kommunen profitiert haben.

10.05.2019

Die Kinderzahlen in Bennewitz explodieren. Nach Erweiterung der Kitas und geplanter Aufstockung der Grundschule hat der Gemeinderat jetzt die Vorplanung für eine Oberschule in Auftrag gegeben.

09.05.2019