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Wurzen Oldtimertreffen in der Wurzener Gartensparte „Rodelbahn“
Region Wurzen Oldtimertreffen in der Wurzener Gartensparte „Rodelbahn“
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15:24 28.07.2019
Das etwas andere Fahrgefühl! Das Oldtimertreffen macht es möglich. Quelle: Bert Endruszeit
Wurzen

Mensch, den kenne ich doch! Das dürfte sich so mancher Besucher am Wochenende beim achten Oldtimertreffen in der Wurzener Gartenanlage „Rodelbahn“ gedacht haben. Denn es drehte sich wieder alles um Fahrzeuge aus der DDR.

Und aus denen lässt sich so richtig was machen. Das zeigte unter anderem Wolfgang Ebert. Der 58-Jährige aus Bernbruch hatte seinen Framo V 901/2 mitgebracht, der 1955 hergestellt wurde. „Ich habe den schon seit 1993, damals hatte ich ungefähr ein Jahr intensiv daran gebaut“, sagt er. „Das war mein Traumauto. Schuld daran war das Fernsehen.“

Festplatte im Kopf löschen

Denn früher habe er gerne „Unsere kleine Farm“ geschaut. „Dort hatten die einen Ford Pickup, und der sah fast so aus wie mein Framo.“ Der Wagen ist sehr robust, manches Jahr wurde er von Ebert auch mal an 14 Wochenenden bewegt. „Doch wenn man ihn fährt, dann muss man erst mal die Festplatte im Kopf löschen. Denn der fährt sich ganz anders: Er hat keinen Bremskraftverstärker, da muss immer viel mehr Sicherheitsabstand eingeplant werden.“

Das Quartier ist gleich mit dabei

Von außen sieht sein Framo aus wie in den Fünfzigerjahren, doch auf der Ladefläche unter der Plane verbirgt sich etwas Besonderes: Dort hat der stolze Besitzer ein Bett, einen Schrank, eine Toilette und einen Kühlschrank eingebaut. Ein klappbares Außenwaschbecken gehört ebenfalls dazu. „Damit habe ich bei Oldtimertreffen mein Quartier immer dabei.“ Die Ersatzteilversorgung für seinen Oldtimer ist nicht immer ganz einfach, doch die Mitglieder der „IG Sächsische Framofreunde“ helfen sich untereinander immer damit aus.

Die Fahrzeuge aus DDR-Produktion lockten zum achten Mal jede Menge Besucher an.

Das man auch aus einer alten Feuerwehr ein Wohnmobil machen kann, zeigte Kai Krähahn. Der Bennewitzer Feuerwehrmann sicherte sich vor Jahren einen LO-Lastwagen von 1983, der viele Jahre im Macherner Ortsteil Plagwitz im Feuerwehrdienst war und nach seiner Ausmusterung zehn Jahre in einer Scheune stand. Jetzt sieht er wieder so aus wie damals zur Auslieferung.

Veranstaltung wie immer ein Erfolg

Unter der Plane finden sich vier Betten, eine Küche und eine Toilette. „Das ist ideal für ein verlängertes Wochenende“, so Krähahn. Von außen sieht alles wie früher aus, sogar das Blaulicht samt Martinshorn funktioniert. „Unterwegs muss ich die Lichter aber abdecken. Dafür habe ich extra kleine Hauben dabei – natürlich in Blau.“

Vollauf zufrieden mit der Veranstaltung war Organisator Jens Goudschmidt. Der Wirt feierte vor wenigen Tagen einen Jahrestag – vor 20 Jahren pachtete er gemeinsam mit seiner Frau die Vereinsgaststätte. „Das funktioniert hier einfach“, sagt er. Schließlich könne er bei einer solchen Großveranstaltung auf viele fleißige Hände aus dem Gartenverein zählen. „Wir müssen deshalb nicht auf Personalsuche gehen. Ob am Grill oder am Kuchenbasar, überall stehen Helfer bereit. Das ist hier eine eingeschworene Gemeinschaft.“

Von Bert Endruszeit

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