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Wurzen Parkteich in Großzschepa wird für 100. 000 Euro saniert
Region Wurzen Parkteich in Großzschepa wird für 100. 000 Euro saniert
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17:00 19.11.2018
Offizieller Start für neues Projekt des Fördervereins Rittergut Großzschepa: Bis Ende Februar 2019 soll der Parkteich wieder reaktiviert werden. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Lossatal/Großzschepa

Der Parkteich in Großzschepa trocknete allmählich aus und verlandete. 50 Jahre danach will der Förderverein Rittergut Großzschepa dem Kleinod unterm Blätterdach der hohen Bäume wieder eine Zukunft schenken. Am Montagmorgen gab dafür Vereinsvorsitzender Jürgen Schmidt das offizielle Startsignal.

Zu den Gästen des frühen Vororttermins und der letzten Abstimmung gehörten neben Mitarbeitern der Kreisbehörde der Landschaftsplaner Bernd Knoblich vom gleichnamigen Büro aus Zschepplin (Landkreis Nordsachen), Geschäftsführer Jens Karnahl, Prokuristin Katrin Weist und Bauleiter Maximilian Wind von der Kafril Unternehmensgruppe aus Großzschepa sowie Ronny Wittig vom kommunalen Wirtschaftsbetrieb Lossatal. Immerhin, so Schmidt, sei die Gemeinde Lossatal der Eigentümer des Areals und folglich des Parkteiches.

Der Teich in Großzschepa wird für 100.000 Euro saniert

Das aktuelle Vorhaben kann der Fördererverein nach langer Anlaufzeit nur dank Fördergeldern des Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft realisieren. Demnach fließen knapp 100.000 Euro aus Dresden. „2017 beantragten wir die Mittel und haben nun im Oktober den Zuschlag erhalten“, freut sich Schmidt. Bereits vor gut vier Jahren wurde nämlich der historische Zulauf wieder aktiviert. Dass der Teich verschlammte lag an Arbeiten zur Bodenverbesserung des VEB Meliorationsbaus. Dabei wurde in den 70er-Jahren an der Lossa der Zulauf gekappt, die Quelle versiegte.

Bis Ende Februar 2019 soll der Parkteich in Großzschepa wieder reaktiviert werden. Quelle: Kai-Uwe Brandt

Allerdings müsse in den nächsten Wochen erst einmal die Teichmulde entschlammt werden. „Zum Glück ergaben die jüngsten Untersuchungen eine dichte Tonschicht, so dass das Straßenoberwasser später nicht versickert und nach und nach den Teich füllt.“ Darüber hinaus, ergänzt Knoblich, entstünden eine Flachwasserzone sowie zwei tiefere Stellen.

Bis auf das Unterholz blieben die Bäume an der Uferzone erhalten. „Wir nutzen insbesondere die kalte Jahreszeit für unser Vorhaben, um dem Naturschutz Rechnung zu tragen und keine Tiere zu gefährden“, fügt Vereinschef Schmidt an. Voraussichtlich im Februar endet das Projekt und somit ein weiterer Meilenstein des Fördervereins, den die Großzschepaer im September 2012 gründeten.

„Parkfest“ oder „Jazz in der Ruine“ locken Besucher an

Seither ist viel geschehen, obwohl nach dem Abbruch des einstigen Herrenhauses zur Jahreswende 2013/2014 lediglich noch die Grundmauern stehen. Veranstaltungen, wie das „Parkfest“ oder „Jazz in der Ruine“, finden über die Lossataler Gemeindegrenzen hinweg Beachtung. Der gepflegte Park mit Sponsorenbänken zum Verweilen lockt nicht nur Einheimische. „Mehrmals im Jahr kontrolliert und beschneidet zum Beispiel Stephan Weist, Baumsachverständiger aus Nischwitz, das Grün, um die entsprechende Sicherheit zu gewährleisten.“

Mit Blick auf die alte Scheune unweit des Parkteiches kündigt Schmidt das nächste große Ziel des Fördervereins an. Demnach will die Gemeinschaft über das sogenannte Leader-Förderprogramm der Europäischen Union Gelder akquirieren und die Sanierung der Immobilien vorantreiben.

Mit einem neuen Dach und dem Ausbau des Objektes könnte das Gebäude laut Schmidt die neue Heimstatt gleich mehrerer Vereine werden, darunter des Deutschen Alpenvereins, Sektion Leipzig. Doch bis dahin, schätzt der Vereinschef, vergehen wohl noch vier bis fünf Jahre.

Von Kai-Uwe Brandt

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