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Wurzen Privatmann saniert zwei Wurzener Gründerzeithäuser
Region Wurzen Privatmann saniert zwei Wurzener Gründerzeithäuser
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13:52 10.04.2019
Er setzt auf Wurzens Entwicklungschancen: Der Thallwitzer Marcel Broßuleit lässt gerade in der Ostvorstadt zwei Gründerzeithäuser sanieren und schafft somit 16 moderne Wohnungen. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen

Marcel Broßuleit setzt seine Hoffnung in die Entwicklungschancen der Stadt. „Ich glaube, dass Wurzen in den kommenden Jahren vom Wachstum Leipzigs profitiert“, erzählt der 44-Jährige mit Blick auf sein jüngstes Projekt. In der Schillerstraße lässt der Privatmann gerade die beiden Gründerzeithäuser Nummer 20 sowie 24 sanieren und investiert dafür 1,1 Millionen Euro.

Das Herz des Investors schlägt besonders für alte Häuser

Erworben hat der gebürtige Brandburger, der seit 2006 in Thallwitz lebt, die Grundstücke bereits vor Monaten von der Wurzener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH. Seither wirbeln hier die Handwerker, um den denkmalgeschützten Immobilien den früheren Glanz und Charme zurückzugeben. Keine leichte Aufgabe, weiß Broßuleit. Denn vieles soll im Ursprung erhalten bleiben: zum Beispiel die Stuckelemente der Fassaden sowie das historische Treppenhaus mit den Bleiglasfenstern. Doch der stellvertretende Filialgebietsleiter der Postbank in Leipzig ist erfahren genug. Zu seinem Portfolio gehört nämlich schon die Lichtwerstraße 6 in Wurzen, die er 2012 mit den selben einheimischen Firmen wie jetzt in der Schillerstraße auf Vordermann brachte.

Das Portal der Schillerstraße 24: Sämtliche Details des Gründerzeithauses bleiben erhalten. Im Flur werden sogar die Original-Ornamente des Anstrichs freigelegt. Quelle: privat

Dass Broßuleits Herz gerade für alte Häuser schlägt, will der Betriebswirt nicht verhehlen. „Wurzen hat wirklich tolle Objekte, die mich ein wenig an Wittenberg erinnern, wo ich meine Kindheit verbrachte.“ Außerdem sei es auf Grund des langen Leerstandes für die zwei um 1900 erbauten Gebäude höchste Eisenbahn gewesen. So mussten allein im Dachstuhl zahlreiche Balken ausgetauscht werden. Hilfe bei der Sicherung noch vor dem Baubeginn erhielt der Thallwitzer dabei von der Stadtverwaltung. Erstmals zapfte die Kommunalbehörde mit Eigenmitteln das Förderprogramm „Soziale Stadt“ für ein Projekt in der sogenannten Ostvorstadt an. Im Oktober des Vorjahres stimmten alle Mitglieder des Technischen Ausschusses im Stadtparlament der Beschlussvorlage zu.

Die beiden Objekte in der Schillerstraße: Das erste Gründerzeithaus soll bereits im Juni/Juli bezugsfertig sein. Die Nummer 24 folgt dann im September/Oktober. Quelle: Kai-Uwe Brandt

Fertigstellung des ersten Objektes erfolgt im Juni/Juli

Voraussichtlich im Juni/Juli rechnet Broßuleit übrigens mit der Fertigstellung der Nummer 20. Im September/Oktober folgt dann die 24. Insgesamt entstehen 16 moderne Mietwohnungen von 48 bis 59 Quadratmetern, also pro Haus acht Ein- bis Zwei-Raum-Wohnungen. „Es gibt eine große Wohnküche, Bad mit Wanne und Dusche sowie für alle Wohnungen einen vier Meter langen und 1,60 Meter breiten Südbalkon zum Innenhof.“ Der Hof, fügt der Investor an, werde anschließend begrünt. Darüber hinaus erhalten die Mieter einen Schuppen zum Abstellen der Fahrräder. Weitere Informationen rund um das Projekt stellte er ins Internet unter der Adresse www.schiller20und24.de.

Noch vor Monaten zeigte sich das Gebäude Schillerstraße 20 im tristen Grau und war durch den langen Leerstand dem Verfall preisgegeben. Quelle: privat

Besonders stolz ist Broßuleit auf den Erhalt der reichen Gründerzeit-Details. Unter anderem wurden in Absprache mit der Unteren Denkmalschutzbehörde bis zum ersten Treppenpodest die Original-Ornamente im Flur freigelegt, und derzeit bereitet der Restaurator die Bleiglasfenster auf. „Letztlich bauen wir hier so, als würden wir selbst einziehen.“

Von Kai-Uwe Brandt

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