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Wurzen Projekt „Unter einem Dach“ in Wurzen geht in neue Runde
Region Wurzen Projekt „Unter einem Dach“ in Wurzen geht in neue Runde
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12:29 08.05.2019
Ein Haus mit Energie: Auch hinter die Mauern von Uta Moltrechts „Haus der Vitalität“ konnte man im Rahmen von „Unter einem Dach“ Blicke werfen. Quelle: Roger Dietze
Wurzen

Mit dem Projekt „Unter einem Dach“ haben die Organisatoren vom Freundeskreis Museum Wurzen nicht nur die Muldestadt in eine erlebbare Ausstellungsfläche verwandelt, sondern angesichts der Resonanz darauf, den Nagel auf den Kopf getroffen. Wie Annette Grundmann mitteilte, waren Mitte April trotz des nasskalten Wetters am Wochenende zahlreiche Leute unterwegs, um drei Tage lang auf historischen Spuren zu wandeln. Gemeinsam mit Vereinen, Verbänden und Privatpersonen sowie dem Kulturhistorischen Museum öffnete der Freundeskreis damals die Türen von 26 Häusern und brachte mittels Infotafeln die Geschichte der Immobilien nah. Knapp 300 Personen nahmen allein an den Führungen teil. „Ich finde das für so ein neues Format ganz beachtlich“, so Grundmann.

Alle 26 Orte des Projektes "Unter einem Dach" auf einen Blick. Quelle: Ines Hübler

Besonders die Exkursionen der Hausbesitzer lockten

Vor allem die Exkursionen der Grundstücksbesitzer lockte neugierige und wissensdurstige Besucher. „Insofern überlegen wir, ob und wie wir das Format wiederholen beziehungsweise in veränderter Art und Weise ausbauen können“, kündigte Grundmann an. Doch zunächst will der Freundeskreis noch einmal jene Aufsteller zeigen, die eigens für die Aktion angefertigt wurden. „Einige der 25 Tafeln befanden sich nämlich etwas außerhalb des Stadtzentrums, und das Wetter lud nicht gerade jeden zum Spaziergang ein.“ Wer also noch einmal über die Historie der Häuser lesen will, hat dazu vom 11. bis 19. Mai Gelegenheit in der Stadtkirche St. Wenceslai. Das Gotteshaus ist während dieser Tage von 15 bis 19 Uhr geöffnet.

Ein Jahr lang feilte der Freundeskreis an der Idee

Wie berichtet, feilte der Freundeskreis Museum über ein Jahr lang von der Idee bis zur Umsetzung. Anliegen sei es gewesen, so Grundmann, dass die Bewohner oder Nutzer der Gebäude einer breiten Masse ihre Heimstätte nahebringen. „Viele glauben ja, dass Städte etwas Starres sind und sich über die Zeit kaum etwas ändert. Doch urbane Räume leben, und das wollten wir zeigen.“

Von Kai-Uwe Brandt

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