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Wurzen Region Partheland bekommt Fördergeld
Region Wurzen Region Partheland bekommt Fördergeld
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11:11 11.04.2019
Innenstaatssekretär Günther Schneider bei der Übergabe der Fördermittelbescheide im Brandiser Schloss. Quelle: Thomas Kube
Landkreis Leipzig

Kleinere Städte und Gemeinden sollen künftig noch enger zusammenarbeiten. Für drei kommunale Netzwerke in den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen übergab Sachsens Innenstaatssekretär Günther Schneider am Mittwoch im Brandiser Schloss entsprechende Förderbescheide. Insgesamt gingen 128.000 Euro an die Kommunen Brandis, Dommitzsch und Oschatz, die sich als „Leitwölfe“ in ihren jeweiligen Regionen einbringen.

Diese Summe wird durch 368.000 Euro aus der Städtebauförderung ergänzt, erklärte Schneider. Somit stünden für die nächsten zwei Jahre für die drei Netzwerke insgesamt knapp 500.000 Euro zur Verfügung. „Kleine Gemeinden haben gar nicht mehr die Verwaltungskompetenz, um alle Aufgaben wahrzunehmen“, betonte Michael Klöppl vom Referat Städtebau des Innenministeriums vor rund 20 Stadt- und Gemeindeoberhäuptern.

Deshalb laute die Frage: „Wie kann der Staat Ressourcen sparen und gleichzeitig das Angebot für die Bürger verbessern?“

Vertreter der Region Partheland. Quelle: Thomas Kube

In der Region Partheland hat man sich vor einem Jahr auf die Suche gemacht, darauf Antworten zu finden. Zum Aktionsraum gehören die Städte und Gemeinden Brandis, Borsdorf, Großpösna, Naunhof, Belgershain und Parthenstein. Das Sechser-Bündnis kann insgesamt über 220.000 Euro für Kooperationsprozesse nutzen. „90 Prozent der Summe werden gefördert, nur zehn Prozent müssen die Gebietskörperschaften an Eigenmitteln beisteuern“, hob Staatssekretär Schneider hervor.

Vor den Toren der Metropole Leipzig gelegen, sei die Sensibilität für eine starke kommunale Familie in der Region besonders groß, unterstrich der Brandiser Stadtchef Arno Jesse (SPD). Mit Hilfe eines externen Büros wollen die beteiligten Akteure herausfinden, auf welchen Feldern sie ihre Zusammenarbeit ausbauen wollen. „Auch für Machern wäre jetzt die Zeit, noch auf den fahrenden Zug aufzuspringen“, betonte Jesse.

Vor den Toren der Metropole Leipzig gelegen, sei die Sensibilität für eine starke kommunale Familie in der Region besonders groß, unterstrich der Brandiser Stadtchef Arno Jesse (SPD). Quelle: Thomas Kube

Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar wünscht sich stärkere Kooperation

Nicht mit leeren Händen fuhr auch der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) nach Hause. „Die Kommunen im Altkreis Oschatz arbeiten bereits seit vielen Jahren eng zusammen. Wir erhoffen uns, dass wir durch eine noch stärkere Kooperation ein Stück Identität, die mit der Gebietsreform verloren ging, zurückholen“, so der OBM. Das Kooperationsprojekt „Oschatzer Land – Collmregion“ wurde erst im Vorjahr aus der Taufe gehoben und will sich unter anderem dem Thema Rad- und Wanderwege, touristische Angebote und Schulen widmen.

Insgesamt stehen für die Collmregion 226.000 Euro an Gesamtbudget bereit. Quelle: Thomas Kube

Für kleinere Landgemeinden eröffne sich durch die Kooperation überhaupt erst die Chance, bestimmte Fördertöpfe anzuzapfen. Mit im Boot sitzen außer Oschatz die Städte und Gemeinden Dahlen, Mügeln, Wermsdorf, Liebschützberg, Naundorf und Cavertitz. Insgesamt stehen für die Collmregion 226.000 Euro an Gesamtbudget bereit.

Stadt Dommitzsch will Status als Grundzentrum behalten

Der kleinste Fördermittelempfänger ist die Stadt Dommitzsch mit gerade mal 2500 Einwohnern. „1999 wurden wir per Gesetz zur Verwaltungsgemeinschaft verdonnert und haben uns dagegen gewehrt“, blickte die Dommitzscher Bürgermeisterin Heike Karau zurück. „Heute sehen wir die Dinge anders: Ohne die anderen Kommunen geht es gar nicht.“ Man kämpfe darum, den Status als Grundzentrum zu behalten.

Um die Bildung noch größerer Verwaltungseinheiten zu verhindern, sah auch die Vertreterin der kleinsten sächsischen Stadt nur einen Weg: eine Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg. Die Kommune an der Elbe erhält dafür gemeinsam mit ihren Partnern Elsnig, Trossin und Bad Schmiedeberg (Sachsen-Anhalt) insgesamt knapp 50.000 Euro.

Von Simone Prenzel

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