Ringelnatz-Sommer 2017 - Ringelnatz hat die Nase vorn: Wurzen verzeichnet Besucherrekord – LVZ - Leipziger Volkszeitung
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20:00 16.08.2017
Insbesondere die Führung entlang des Ringelnatzpfades lockte Besucher aus Nah und Fern.
Insbesondere die Führung entlang des Ringelnatzpfades lockte Besucher aus Nah und Fern. Quelle: Andreas Döring
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Wurzen

Gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern im Kulturhistorischen Museum, dem Kulturbetrieb und dem Verschönerungsverein „Die Stadtwandler“ kann der Joachim-Ringelnatz-Verein auch im Jahr seines 25-jährigen Bestehens wieder auf einen erfolgreichen Ringelnatz-Sommer zurückblicken.

Mit rund 600 Gästen legten die Veranstalter im Vergleich zum Vorjahr bei den Besucherzahlen noch einmal deutlich. Und nicht nur Wurzener nutzten die vielfältigen kulturellen Angebote, auch Tagestouristen aus Leipzig und sogar weit gereiste Gäste aus Koblenz oder Hameln ließen sich einen Besuch in der Ringelnatzstadt zu diesem Anlass nicht nehmen. Allein 100 Interessierte ließen sich über den Wurzener Ringelnatzpfad führen, hunderte Gäste lockte die Ausstellung „augen:falter meets Ringelnatz und La Paloma“ bis zum Wochenende in das Ringelnatz-Geburtshaus, Crostigall 14.

Auf großes Interesse stieß auch die Ausstellung über Ringelnatz‘ Silhouettisten Ernst Moritz Engert, welche noch bis zum 17. September in der städtischen Galerie, Altes Rathaus. zu sehen ist. Bereits zum Auftakt des Ringelnatz-Sommers mit Katharina Müllers „Sommerfrische – Gedichte von Ringelnatz und Meer zur Harfe“ war das Ringelnatzhaus wieder einmal bestens gefüllt, übertroffen nur von einem großartigen Abend mit dem preisgekrönten Slam-Poeten Fabian Navarro. Klein und Groß bespaßte Jan Deicke vom Dresdner Lauschpalast mit Albert Wendts Geschichte „Das Fest der Käuze oder: Der Vogelkopp“ und Ines Hommann sorgte in der Stadtgalerie für Einblicke in Ringelnatz‘ Münchner Zeit. Als Höhepunkt begeisterten am Abschlussabend im Kulturhaus Schweizergarten dann Heike Feist und Jan Schönberg oft herzhaft komisch, aber nicht selten auch nachdenklich leise bei „Weiberheld. Mit Tucholsky im Bett.“.

Das Gesamtfazit der Macher: „Rundum gelungen!“ Insbesondere deswegen, weil das noch nicht sanierte Ringelnatzhaus unter einigermaßen provisorischen Bedingungen nicht nur zum Ringelnatz-Sommer gut gefüllt war. Seit nunmehr fast einem Jahr locken hier Veranstaltungen regelmäßig zahlreiche Gäste, und so entwickelt sich das Ringelnatzhaus zu einem immer beliebter werdenden Kulturtreff der Region. Jedoch bekommen die aktuell zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten dabei ebenso regelmäßig ihre Grenzen aufgezeigt, denn mehr als 50 Personen kann der Veranstaltungsraum im Obergeschoss nicht verkraften. Bei alledem bekräftigte der jüngste Erfolg zum Ringelnatz-Sommer die Pläne, mit der Sanierung des Ringelnatzhauses auf dieser Etage einen großen und bei Bedarf teilbaren Veranstaltungssaal zu schaffen, teilte Vereinsvorsitzender Viola Heß mit.

Von LVZ