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Wurzen Sommerfilmabend am Kulturhaus Beucha
Region Wurzen Sommerfilmabend am Kulturhaus Beucha
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10:47 07.08.2019
Es gibt wieder Freilichtkino in Beucha. Quelle: Screenshoot
Brandis/Beucha

Wenn der Himmel dunkel wird, wird es auf der Leinwand hell: „Die Kirche bleibt im Dorf“ heißt die deutsche Komödie von 2012, die der Kulturhausverein Beucha am 9. August, 21 Uhr, beim zweiten Sommerfilmabend im Hof des Kulturhauses zeigt.

Denn hier findet Kultur nicht im, sondern neben dem Kulturhaus statt. Gezwungenermaßen. Seit rund zwei Jahrzehnten ist das Haus von der Bauaufsicht gesperrt, über eine Machbarkeitsstudie wird gerade erforscht, ob es eine Zukunft haben könnte.

Kulturhausverein Beucha organisiert vielfältiges Kulturprogramm

Trotz der widrigen Umstände war das Programm des Vereins noch nie so umfangreich und abwechslungsreich wie in diesem Jahr. „Wir entwickeln uns weiter und versuchen, mit einem breit gefächerten Angebot unterschiedliches Publikum zu erreichen“, sagt Wolfgang Fichte, Schriftführer im Vorstand und Kopf der siebenköpfigen Kulturgruppe, die im 30 Mitglieder zählenden Verein die Events plant. Wenn das Kulturhaus irgendwann einmal wieder seinem Namen gerecht werden sollte, „dann haben die Leute schon im Hinterkopf, dass es hier etwas gibt. Und deshalb wollen wir auch keine 08/15-Veranstaltungen, sondern etwas Ausgefallenes anbieten“, betont er.

Das Kulturhaus ist gesperrt, aber im Hof nebenan gibt’s am Freitag wieder einen Sommerfilmabend. Quelle: Klaus Peschel/LVZ-Archiv

Wandelkonzert um die Bergkirche in Beucha

Und so folgte einer Buchlesung, für die man ins Hotel Seerose ging, im Mai erstmals eine Kulturradtour zum Kloster Eicha und zum Kranwerk Naunhof. „Wir leben in einer so wunderbaren Umgebung, dass wir die Leute darauf aufmerksam machen wollten“, beschreibt Fichte die Idee der Tour, bei der 40 Leute mitradelten. Da das Feedback „durchweg positiv“ war, geht er schon jetzt von einer Wiederholung in 2020 aus. Dasselbe gilt für das erste Wandelkonzert, das Anfang Juni 200 begeisterte Teilnehmer rund um die Bergkirche sah. „Wenn dann Leute sagen, sie wussten gar nicht, wie schön es hier ist, geht das natürlich runter wie Öl“, lacht Fichte.

Hof im Kulturhaus Beucha wird zum Kinosaal

Der Schwerpunkt liegt aber nach wie vor auf Filmabenden, von denen für dieses Jahr fünf angekündigt sind. Nicht ohne Grund. „Als das Kulturhaus noch funktionierte, gab es hier auch Kinoabende. Daran knüpfen wir an“, sagt Fichte. Jetzt wird der Hof zum Kinosaal, vom ehemaligen größeren Kohlelagerplatz, den der Verein vergangenes Jahr extra entkrautete, ebnete und mit Rasen begrünte, wurde wieder Abstand genommen, weil sich unter anderem der Stromanschluss als problematisch erwies. „Aber so ist wenigstens ein Schandfleck weg, und auch im Hof bekommen wir 80 bis 100 Leute unter“, sagt Fichte. „Und wenn selbst an einem verregneten Abend wie im vergangenen September noch 40 kommen, macht das natürlich Mut.“

Ausgefallene Filme an einem ausgefallenen Ort

Die Filme, die hier über die Leinwand flimmern, sind so wie der Ort – ausgefallen. „Wir wollen keine Actionfilme zeigen, sondern Filme, in denen aktuelle Probleme mit Niveau beleuchtet werden und der Zuschauer merkt: Man kann sie lösen, wenn man will“, beschreibt Fichte den Maßstab. Den dritten Sommerfilmabend können sich Cineasten für den 13. September im Kalender vormerken. Zuvor, am 24. August, wird aus dem Sommerfilmabend „Kulturkino“. Dann nämlich läuft zum Drama „Hampstead Park – Aussicht auf Liebe“ (2017) noch ein Vorprogramm mit mehreren heimischen Chören. „Wir wollen einfach etwas Abwechslung bringen“, sagt Fichte. „Vorfilm, Hauptfilm und Schluss – das kann jeder.“ Am 21. Dezember will sich der Verein auch deshalb voraussichtlich erstmals am deutschlandweiten Kurzfilmtag beteiligen – der würde dann allerdings in der warmen Brandiser Musikarche stattfinden.

Kommenden Freitag aber geht es erst einmal um zwei schwäbische Dörfer, die schon seit dem Mittelalter fürchterlich verkracht sind, weil sie Kirche und Friedhof miteinander teilen müssen. Als dann auch noch ein amerikanischer Antiquitäten-Händler auftaucht und eine Riesensumme für die kleine Kirche bezahlen möchte, ist das Durcheinander vollkommen. Im Vorprogramm wird der ausdrucksstarke französische Kurzfilm „Emilie Müller“ gezeigt.

Der Eintritt zum Kulturfilmabend ist übrigens frei. Neben einer Förderung durch die Stadt Brandis bittet der Verein allerdings um Spenden. „Das Ausleihen der Technik kostet Geld und die Filme Lizenzgebühren“, begründet dies Fichte.

Von Ines Alekowa

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