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Wurzen Stadt Brandis will Kommunikation verbessern
Region Wurzen Stadt Brandis will Kommunikation verbessern
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15:16 07.09.2018
Kommunikation: In der Brandiser Stadtverwaltung sucht man nach Möglichkeiten, diese zu verbessern. Quelle: LVZ-Archiv
Brandis

Die Stadt Brandis nimmt am Projekt des sächsischen Innenministeriums (SMI) mit dem etwas sperrigen Namen „Schaffung einer Arbeitsumgebung zur Verbesserung der Transparenz und internen Kommunikation – kolaboratives Arbeiten“ teil. Der Stadtrat stimmte jetzt mehrheitlich der Teilnahme zu und beauftragte die Firma SAR Business Solutions als externen Partner zur Umsetzung dieses Projektes.

Seit 2014 ist Brandis Innovationskommune Sachsen. „Seitdem wurden knapp 40 Projekte im Bereich E-Government, Prozessmanagement und Bürger-Partizipation erfolgreich umgesetzt, für die wir allein gar keine Ressourcen hätten“, sagte Bürgermeister Arno Jesse (SPD). „Sie gelten zum Teil als Blaupause für andere Kommunen.“

Arbeit an laufenden Projekten transparenter machen

Seit 2017 ist die Stadt zudem eine von sieben „Modellkommunen Open Government“ des Bundesinnenministeriums. Das Ziel dieses dreijährigen Pilotprojekts ist es, auf kommunaler Ebene aufzuzeigen, wie praktikabel und effektiv Open Government ist. Im Rahmen dieser Vorhaben erhält Brandis nun neben Brand-Erbisdorf als eine von zwei Kommunen in Sachsen die Möglichkeit, an einem Nachfolgeprojekt teilzunehmen. Dessen Ziel ist es, die Kommunikation zum Stand geplanter und laufender Maßnahmen und Projekte sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch nach außen deutlich zu verbessern.

„Wir haben immer mehr Projekte, die wir parallel anfangen und die ein ordentliches Management brauchen“, erklärte Hauptamtsleiter Robert Kröber. In der Regel finde das Aufgaben- und Projektmanagement nur bereichsspezifisch statt, die Querverbindungen fehlten, was häufig zu mehrfach vorhandenen Daten und zu Abstimmungsproblemen führt. „Kommunikation muss anders ablaufen“, so Kröber. Es bedürfe einer abgestimmten gemeinsamen Arbeitsumgebung, um Qualität und Transparenz zu steigern.

Externe Firma als Partner bei der Umsetzung

Diese Arbeitsumgebung zu entwickeln und technisch umzusetzen, soll SAR Business Solutions helfen. Sie soll eine schnelle Kommunikation, ein fachübergreifendes Arbeiten an Dokumenten als auch ein gemeinschaftliches Aufgaben- und Projektmanagement ermöglichen. „Damit weiß jeder, wo er Impulse einbringen kann“, so Jesse.

Sowohl in der Konzeption als auch in der Umsetzung liegt der Fokus auf einer langfristigen Lösung, die den Wissenstransfer in der Verwaltung über mehrere Generationen sicherstellt. „Außerdem soll die Möglichkeit für Stadträte und Bürger geschaffen werden, sich einfach über den aktuellen Stand ausgewählter Maßnahmen und Projekte zu erkundigen“, sagte Kröber und nannte als Beispiel die aktuell geplante Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Ratskellers. „Aber das Ganze ist nicht nur eine Frage der technischen Werkzeuge, sondern auch der Unternehmenskultur“, betonte der Bürgermeister. Mit den Mitarbeitern würde deshalb jeder einzelne Schritt abgestimmt.

Freistaat Sachsen schultert die Kosten

Zur Umsetzung des Projektes wird die Stadt mit dem SMI eine Kooperation vereinbaren. Diese sieht einerseits die Verwertung der Ergebnisse für alle Kommunen des Freistaates vor, und auf der anderen Seite die Zurverfügungstellung der Mittel durch das SMI. Dadurch ist die Finanzierung des Projektes zu 100 Prozent gesichert. „Deshalb braucht es eigentlich keinen Beschluss“, sagte Jesse. „Aber wir wollen Ihre Unterstützung.“

Von Ines Alekowa

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