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Wurzen Stadtpark-Tour mit dem Geschichtsverein
Region Wurzen Stadtpark-Tour mit dem Geschichtsverein
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15:20 29.05.2018
Stadtpark-Spaziergang: Am Wegekreuz der Platanenalleen begeisterten die Blutbuchen. Quelle: privat
Wurzen

Mit dem Wurzener Geschichts- und Altstadt-Verein ging es am Wochenende ins Grüne. Der Verein hatte zum Stadtpark-Spaziergang eingeladen und dazu profunde Experten als Parkführer gewonnen: Erik Schulte, Chef des Wurzener Bundessortenamtes, mit umfassenden dendrologischen Kenntnissen und Peter Fibich, Landschaftsplaner und Gartenarchitekt, der im Auftrag der Stadt Untersuchungen zur Geschichte, Entwicklung und möglichen Neugestaltung des Parks erarbeitet.

Erkenntnisse über das Areal

Über 40 Interessierte waren gekommen und lauschten den interessanten Ausführungen. Bereichert wurden die Gespräche durch viele Hinweise des Wurzener Gärtnermeisters Große.

Film würdigt Park

„Ein Film aus den 1920er-Jahren kommentiert die Stadtparkbilder mit der Aussage: Ein Stück, auf das Wurzen stolz sein kann!“, erinnerte Vereinsvorsitzender Jürgen Schmidt. Und der Spaziergang bestätigte dies. „Der Gründer des Stadtparks, Juel, hätte seine Freude, dass viele Elemente damaliger Vorstellungen erhalten oder wieder hervorgeholt werden“, meinte Schmidt. So ist beispielsweise der Kinderspielplatz an der Fischer-Eiche schon 1879 mit der Baumpflanzung eingeordnet worden. Oder das Schaffen von Aussichtspunkten im Park, verbunden mit den Sichtachsen. Wer weiß noch, dass sich unmittelbar am Parkeingang aus der Geschwister-Scholl-Straße einst ein Konzertplatz mit geometrischer Anordnung von Bäumen befand? Die künftige Baumpflanzung soll an die ursprüngliche Gestaltung erinnern, ob aber wieder Platzkonzerte stattfinden, ist fraglich.

Blutbuchen sollten wieder gepflanzt werden

Natürlich führte der Spaziergang die Besucher auch an eine der schönsten Stellen im Park, den Kreuzungspunkt der zwei Platanenalleen. Standen einst in den vier angrenzenden Arealen jeweils drei Blutbuchen, ist diese Gestaltung nur noch einmal zu sehen. Andere Bäume sind dazu gepflanzt worden. Aber bei dem künftigen Ersatz dieser sollten wieder Blutbuchen gepflanzt werden, um den ursprünglichen Intentionen zu folgen, empfiehlt der Gartenarchitekt.

Museum bietet historischen Plan

„Im Museum der Stadt ist ein exakter historischer Plan der Parkanlage einzusehen, der den Landschaftsplanern klare Aussagen zur früheren Gestaltung gibt“, weiß Schmidt. Aber nicht alles sei auf die damaligen Ideen zu orientieren, „beispielsweise sind 20 Jahre nach der Parkgründung zwei Teiche angelegt worden, wovon jetzt nur noch einer existiert“.

Der Wurzener Geschichts- und Altstadt-Verein plant übrigens eine Veröffentlichung zur Geschichte des Parks, betonte der Vereinsvorsitzende am Ende. Und im kommenden Jahr werde wieder eingeladen zum Parkrundgang. Schmidt: „Noch ist nicht alles erzählt.“

Von LVZ

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