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Wurzen Stadtrat Wurzen drängt auf Ausbau der Staatsstraße 19
Region Wurzen Stadtrat Wurzen drängt auf Ausbau der Staatsstraße 19
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17:12 30.08.2019
Mit den Plänen einer Querungshilfe für Passanten in der Albert-Kuntz-Straße überraschte die Stadtverwaltung die Ratsmitglieder zur jüngsten Sitzung. Das Projekt wurde daher erst einmal verschoben. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen

Die Albert-Kuntz-Straße soll in Höhe des Seniorenzentrums der Arbeiterwohlfahrt eine Querungshilfe für Fußgänger erhalten. Zumindest wünscht sich das die Stadtverwaltung und legte den Kommunalpolitikern zu ihrer ersten Sitzung der neuen Legislaturbereits einen Vergabebeschluss vor.

Querungshilfe würde fast 100 000 Euro kosten

Jedoch wurden die Abgeordneten aller Fraktionen vom Vorstoß der Verwaltung völlig überrascht. Wohl auch deshalb verblüffte Martina Schmerler (SPD) zunächst Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) mit der Frage, wer das Projekt eigentlich initiiert habe. Die Bitte käme seit längerem aus dem Stadtrat, antwortete der 49-Jährige – seinerseits sichtlich erstaunt. Zugleich zeigte sich CDU-Fraktionschef Kay Ritter „verunsichert“, da die Stadt schon seit Jahren für den innerörtlichen Ausbau der Staatsstraße 19 – Straße des Friedens, der Albert-Kuntz- sowie Theodor-Körner-Straße – kämpfe. „Geht es jetzt los?“, wollte er daher wissen, was der zuständige Fachbereichsleiter Carl-Heinz Kraft allerdings verneinte. Dennoch aber plante die Stadt Wurzen für eine Investitionssumme von 98 800 Euro den Bau der Querungshilfe. Knappe 62 000 Euro davon würde der Freistaat übernehmen.

Die Bushaltestelle in der Albert-Kuntz-Straße würde erhalten bleiben. Quelle: Kai-Uwe Brandt

Zweifel am Vorgehen äußerte ebenfalls Andreas Fricke von der Fraktion „Bürger für Wurzen“ (BfW). Er nannte die Art und Weise „Flickenschusterei“. Wie Fricke kritisierte zugleich Christoph Mike Dietel vom „Neuen Forum für Wurzen“ den angedachten Standort der Querungshilfe. Einen leichteren Überweg hielten beide an der Straße des Friedens für weitaus idealer. „Das Projekt muss Hand und Fuß haben“, fügte Thomas Schumann (BfW) noch an.

BfW-Fraktionschef zieht Schlussstrich unter die Debatte

Den Schlussstrich unter die Debatte zog letztlich BfW-Fraktionsvorsitzender Thomas Zittier und beantragte, die Beschlussvorlage in den jeweiligen Fachausschuss für Technik und Stadtentwicklung zu verweisen. Erst wenn hier alle Eventualitäten geklärt seien, könne der Stadtrat entscheiden. Die Mehrheit des Gremiums votierte mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung für Zittiers Vorschlag. Darüber hinaus schlug der BfW-Mann vor, dass sich der neue Stadtrat für den Ausbau der Staatsstraße 19 um so mehr stark machen sollte, um Druck auf das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) auszuüben.

Bauvergaben für Sanierung des Ringelnatz-Geburtshauses

Eben daran scheiterte vor fast vier Jahren schon einmal Oberbürgermeister Röglin.In einem Brief an das Lasuv forderte er die Behörde seinerzeit dazu auf, an den „Planungen für den grundhaften Ausbau weiterzubearbeiten“. Schließlich, so das Stadtoberhaupt in seinem Schreiben, mangele es entlang des Abschnittes an Sicherheit und der teils schlechte Straßenbelag führe zu einer hohen Lärmbelästigung für die Anwohner. Eine Reaktion mit frischem Asphalt blieb aus.

Im weiteren Verlauf der Tagung verabschiedete das Parlament einstimmig zwei Bauaufträge, die die Sanierung des Ringelnatz-Geburtshauses im Crostigall betrafen. Zum einen erhielt die Grimmaer Firma Fliesen Lechner GmbH den Zuschlag für Fliesen- und Natursteinarbeiten in Höhe von 60 200 Euro. Zum anderen wurde die Firma M & Z Projekt GmbH aus Wurzen mit der Lüftungs- und Sanitärinstallation beauftragt – Kosten 66 400 Euro.

Von Kai-Uwe Brandt

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