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Wurzen Stadtrat Wurzen vergibt Bauaufträge für Ringelnatzhaus
Region Wurzen Stadtrat Wurzen vergibt Bauaufträge für Ringelnatzhaus
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11:15 02.07.2019
Grünes Licht für Sanierung des Ringelnatzhauses: Zur letzten Sitzung der Legislatur verabschiedete der Wurzener Stadtrat gleich mehrere Vergabebeschlüsse. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen

Hände heben im Akkord: Mit einem kleinen Abstimmungsmarathon beendeten die Stadträte in der Vorwoche ihre letzte Sitzung der Legislatur. Erst nach der parlamentarischen Sommerpause werden dann im August die am 26. Mai gewählten neuen Mandatsträger vereidigt. Daher musste noch einmal die alte Riege ran, um vor allem Bauleistungen zu vergeben – darunter für die Sanierung des Ringelnatz-Geburtshauses.

Wie berichtet, wird das Objekt im Crostigall 14 für knapp 750.000 Euro auf Vordermann gebracht, weshalb der Ringelnatzverein bereits im Januar dieses Jahres seine Heimstätte verließ und im Kulturhaus Schweizergarten ein Interimsquartier fand.

Einheimische Betriebe erhalten die Zuschläge

Über allein sieben Vergaben – von Rohbau und Dacharbeiten bis Innenputz und Elektroinstallationen – entschied nun der Stadtrat, nachdem Fachbereichsleiter Carl-Heinz Kraft die Details vorstellte. Den Zuschlag erhielten allesamt einheimische Handwerksbetriebe, wie die Firma Klaus Mosch, das Bauunternehmen Manfred Seidel, die Dachdecker Hoffmann GmbH sowie Malermeister Udo Eichbaum und Firma Elektro-Purucker.

Dringend notwendig: Das Geburtshaus von Joachim Ringelnatz im Crostigall braucht eine bauliche Frischekur.. Quelle: Kai-Uwe Brandt

Kraft zufolge wurden auf die beschränkten Ausschreibungen der Stadtverwaltung hin nicht für alle erforderlichen Lose entsprechende Offerten abgegeben. „Die wichtigsten Gewerke aber sind gesichert.“ Darüber hinaus, fügte er an, bewegten sich die Vergabepreise im Rahmen der Kostenschätzungen durch das Planungsbüro. Sämtliche Vorlagen gingen letztlich mit Mehrheitsbeschluss durch. Lediglich der CDU-Abgeordnete Johannes Jähnichen votierte stets mit Nein. Schon deswegen fragte ihn Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) nach dem Grund der ablehnenden Haltung. Sein Veto erklärte Jähnichen daraufhin mit Zweifeln an der finanziellen Endbilanz des Vorhabens.

Linken-Fraktionschef nennt Beschlüsse „ein Statement“

Jens Kretzschmar, Fraktionschef der Linken, lobte indes die Entscheidungen und sagte: „Für mich sind die Beschlüsse ein Statement.“ Jedoch bedauerte er zugleich, dass niemand vom Ringelnatzverein anwesend war, der sich über viele Jahre für die Sanierung des Geburtshauses stark machte.

Gymnasium und Oberschule erhalten Datenkabel

Mit Beginn der Sommerferien startet die Neuinstallation von Datenkabeln und -schränken für das Magnus-Gottfried-Lichtwer-Gymnasium in zwei Bauabschnitten. Die erste Charge in Höhe von knapp 76.000 Euro billigte der Stadtrat der Firma Elektro Scharfschwerdt aus Meltewitz zu. Insgesamt wurden drei Unternehmen angeschrieben, von denen die Lossataler das wirtschaftlichste Angebot abgaben.

Mehr Leistungsfähigkeit erhält ebenso die Pestalozzi-Oberschule. Auch hier werden demnächst Datenkabel verlegt – Kostenpunkt 96.000 Euro. Den Zuschlag erhielt die Firma Elektro-Purucker.

Leipziger Firma kauft Bauland in Nemt

Zuletzt stimmten die Volksvertreter noch dem Verkauf des Grundstücks „An den Streuobstwiesen“ im Wurzener Ortsteil Nemt zu. Auf der Fläche von 16.000 Quadratmetern sollen nach Auskunft Röglins Wohnhäuser entstehen. Die Erschließung des Areals liegt in der Hand der Bauland Saxonia GmbH aus Leipzig, die für den Grund und Boden 511.500 Euro zahlt, obwohl das Wertgutachten lediglich 496 000 Euro veranschlagte, so der Oberbürgermeister.

Von Kai-Uwe Brandt

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