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Wurzen Toter im Steinbruch von Böhlitz: Polizei geht von Selbstmord aus
Region Wurzen Toter im Steinbruch von Böhlitz: Polizei geht von Selbstmord aus
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15:04 16.01.2017
30 Meter in die Tiefe stürzte ein Mann und starb in der Tiefe des Steinbruches.  Quelle: Frank Schmidt
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Thallwitz/Böhlitz

 Der Tod eines Mannes im Steinbruch von Böhlitz, Gemeinde Thallwitz, ist vermutlich auf einen Selbstmord zurückzuführen. Ein 34-jähriger Mann war beim Spaziergang am Sonntag etwa 30 Meter in die Tiefe gestürzt und hatte sich tödliche Verletzungen zugezogen. Zunächst hielt sich die Polizei mit Rücksicht auf die Ermittlungen zu den Hintergründen des Unglückes noch bedeckt. Am Montag allerdings erklärte Polizeisprecher Alexander Bertram auf Nachfrage, dass es sich um einen Suizid gehandelt habe und Fremdeinwirkung auszuschließen sei. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann mit Wohnsitz in Leipzig gesundheitliche Probleme gehabt habe.

Wie berichtet, war der Verunglückte bei seinen Eltern in Böhlitz zu Besuch gewesen Die Spurenlage im Schnee hätte ergeben, so Bertram, dass er gezielt zum Steinbruch gelaufen und gesprungen sei. Die ihn begleiteten Hunde hätten daraufhin allein den Rückweg zum Haus der Eltern angetreten, die mit dem Wissen um die Erkrankung ihres Sohnes daraufhin Schlimmes befürchtet hatten. Im Zuge ihrer Suche fanden sie ihren Sohn noch lebend an der Absturzstelle vor. Doch alle sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen blieben erfolglos, der Leipziger Versicherungsexperte verstarb noch vor Ort. Die Kameraden der Böhlitzer Feuerwehr gingen bei der Bergung des Opfers ein hohes Risiko ein, da der Unglücksort nur über einen sehr schmalen, etwa 250 Meter langen und zudem inzwischen verschneiten Weg zu erreichen gewesen sei, sagte Bürgermeister Thomas Pöge.
 

Von Frank Schmidt