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Wurzen Verabschiedung für Brandiser Stadträte
Region Wurzen Verabschiedung für Brandiser Stadträte
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19:11 27.06.2019
Bürgermeister Arno Jesse dankt der scheidenden Stadträtin Bärbel Uhlig für ihr langjähriges Engagement. Quelle: Stadt Brandis
Brandis

Das war’s: Für elf der 22 Brandiser Stadträte war die Sitzung am Dienstag die letzte. Roland Eibeck (Freie Wähler), Bärbel Uhlig und Antje Busch-Sandmann (beide Bürgerverein Brandis), Dagmar Kahl (Linke), Frank Mieszkalski und Jürgen Herrn (beide SPD), Wolfgang Drescher (Fraktion Bergforth/Drescher) sowie – am Dienstag nicht anwesend – Reinhild Krüger und Thomas Hielscher (beide Freie Wähler), Michael Riedling (Linke) sowie Detlef Holzmann (SPD) werden dem nächsten Stadtrat, der sich am 27. August konstituiert, nicht mehr angehören. Allerdings verabschieden sich nicht alle gänzlich von der parlamentarischen Arbeit. Uhlig und Eibeck vertreten die Bürgerinteressen in der nächsten Legislaturperiode im Beuchaer Ortschaftsrat. Bürgermeister Arno Jesse (SPD) überreichte ihnen als Abschiedsgeschenk einen gläsernen Stifthalter, in den markante Gebäude der Stadt Brandis und ihrer Ortsteile eingeschliffen sind. Ein Wink, auch künftig an der Brandiser Geschichte mitzuschreiben?

In den vergangenen fünf Jahren haben alle Stadträte jedenfalls deutliche Spuren hinterlassen, zeigte Jesses Statistik. „Sie waren fleißig“, listete er 172 Sitzungen des Stadtrates und seiner drei Ausschüsse seit August 2014 auf, in denen in Summe 723 Beschlüsse gefasst wurden. Das größte Einzelprojekt sei dabei sicher der Kita-Neubau in Brandis gewesen, für den die Stadträte am Dienstag den letzten Auftrag, die Tischlerarbeiten, auslösten. Aber auch in mehrere Straßenbauprojekte seien insgesamt vier, fünf Millionen Euro geflossen – erst vergangene Woche war die Bahnhofstraße wieder für den Verkehr freigegeben worden.

Migration – Auslöser für gesellschaftlichen Umbruch

Nach Einschätzung des Rathauschefs war es „eine turbulente Zeit, weil wir uns mitten in gesellschaftlichen Umbrüchen befinden“, verwies er auf die Migration „als sichtbares Zeichen“. Auch Brandis hatte Geflüchtete aufgenommen und in Beucha und Waldsteinberg untergebracht. Die Einwohnerversammlung im Oktober 2015 mit 800 Bürgern habe gezeigt, wie sehr das Thema bewegt. „Ich denke, wir haben die Herausforderung gut hinbekommen“, so Jesse. „Bis auf den kriminellen Vorfall zu Beginn dieses Jahres hat es keine Zwischenfälle gegeben.“ Das, so lobte, er, habe auch viel mit dem Engagement Einzelner, auch aus dem Stadtrat, zu tun.

Brandis ist eine der wenigen wachsenden Kommunen

Aber auch die Stadt habe sich verändert. „Brandis war eine Stadt mit Bevölkerungsrückgang. Heute sind wir eine der wenigen wachsenden Kommunen im Landkreis.“ Der Bürgermeister sieht die Stadt „gut aufgestellt“ mit Leitbild und verschiedenen Konzeptionen, ob nun zu Kindern und Jugend oder zum Verkehr. „Und die sind nicht für die Schublade“, betonte Jesse. Das vom Stadtrat 2018 verabschiedete Integrierte Stadtentwicklungskonzept war Voraussetzung dafür, dass Brandis auf vier Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ zugreifen und damit Projekte aus dem Programm „Brandiser Mitte“ in Höhe von etwa sieben Millionen Euro realisieren kann. „Deshalb“, so Jesse, „bin ich auch optimistisch, was den heutigen Beschluss zur Entwicklung unseres Schulcampus anbelangt.“ 

Modellkommune und Mitmach-Stadt

On top sei Brandis bereits in Kürze, was den Glasfaserausbau betrifft, und stolz zeigte sich Jesse auch, „dass wir durch gute Netzwerkarbeit das wichtige Infrastrukturprojekt Muldental in Fahrt hinbekommen haben“. In vielen Bereichen sei Brandis zudem Modellkommune, „und die Mit-Mach-Stadt ist davon vielleicht einer der schönsten“, so Jesse. „Sie haben als Stadträte eine Menge dazu beigetragen, deshalb danke ich ausdrücklich für Ihr Engagement und die konstruktive Zusammenarbeit.“

Von Ines Alekowa

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