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Wurzen Wärmeversorgung Wurzen senkt am 1. Januar die Preise um sechs Cent
Region Wurzen Wärmeversorgung Wurzen senkt am 1. Januar die Preise um sechs Cent
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00:19 30.12.2017
Mario Maron, SWB Geschäftsführer.
Mario Maron, SWB Geschäftsführer. Quelle: Foto:
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Wurzen

Fernwärme-Kunden der Wärmeversorgung Wurzen GmbH können sich auf ein zusätzliches Weihnachtsgeschenk freuen. Wie der Geschäftsführer des stadteigenen Unternehmens, Mario Maron, informierte, haben die sieben Aufsichtsräte, allesamt Stadträte und Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD), zu ihrer jüngsten Sitzung am 19. Dezember einer Senkung der Fernwärmepreise per 1. Januar 2018 zugestimmt. Demzufolge verringert sich im neuen Jahr der Arbeitspreis für Fernwärme um rund sechs Cent pro Kilowattstunde brutto, was einer Reduzierung von 8,5 Prozent entspricht.

„Bezogen auf den Fernwärme-Gesamtpreis, welcher sich aus einem Grund- und dem Arbeitspreis zusammensetzt, bedeutet dies im Durchschnitt eine Ersparnis von immerhin noch deutlichen 5,4 Prozent.“ Laut Maron profitieren die Kunden der Wärmeversorgung Wurzen (WvW) von den günstigeren Gasbezugspreisen, welche die Geschäftsleitung der WvW mit dem Gaslieferanten Mitgas im Herbst 2017 vertraglich vereinbarten.

Die kommunale Gesellschaft, gegründet am 21. Juli 1992 mit einem Stammkapital von 92 200 Euro, versorgt aktuell circa 1750 Wohnungen und viele größere Gebäude seit nunmehr 25 Jahren. Erzeugt wird die umweltfreundliche Fernwärme im Blockheizkraftwerk in der Liscowstraße, wo übrigens auf Grundlage des Prinzips der Kraft-Wärme-Kopplung ebenfalls Strom produziert wird. Größte Kunden, so Maron, sind die Wurzener Gebäude- und Wohnungsgesellschaft mbH sowie die Wohnungsgenossenschaft Wurzen. Aber auch viele städtische Objekte, darunter die Schwimmhalle, das Stadthaus und das Lichtwergymnasium, heizen mit Fernwärme. Selbst Industriebetriebe mit Standort in Wurzen, zum Beispiel die FläktGroup Wurzen, vormals Denco Happel Production GmbH (GEA Air Treatment) oder die Profimade GmbH, Hersteller hochwertiger Kosmetika, gehören zum langjährigen Kundenstamm der WvW.

Zugleich zog Maron ein positives Fazit der vergangenen Monate. Demnach verlief das Jahr 2017 „aus technischer Sicht sehr erfolgreich“. So baute die WvW die letzte oberirdische Leitung zwischen der Georg-Schumann- und der Liscowstraße zurück und verlegte auf einer Länge von einhundert Metern neue Rohre unterirdisch. „Damit können in Zukunft die technisch bedingten Wärmeleitungsverluste weiter minimiert werden“, betonte der gebürtige Leipziger, der seit 1. Oktober der WvW sowie den Wurzener Landwerken vorsteht.

Er löste damit den kommissarischen WvW-Chef Andreas Sachsenröder ab, der Mitte 2016 René Rätze ersetzte. Maron, der in Leipzig wohnt, verfügt über hinlänglich Erfahrung im Energiesektor, wirkte von 1998 bis 2016 als kaufmännischer Leiter und ab 2003 als Geschäftsführer der Städtischen Werke Borna. Der 54-jährige Diplom-Ökonom ist verheiratet, passionierter Langstreckenläufer und seit mehr als vierzig Jahren treuer Fan der BSG Chemie Leipzig.

Von Kai-Uwe Brandt