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Wurzen Wurzen muss Wunsch von neuer Sporthalle begraben
Region Wurzen Wurzen muss Wunsch von neuer Sporthalle begraben
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15:04 09.09.2019
Angedacht war der Bau der künftigen Sport- und Mehrzweckhalle auf dem Gelände der Ringelnatz-Grundschule. Bis 2014 stand auf dem Areal die alte Turnhalle der Bildungsstätte. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Wurzen

Hiobsbotschaft aus Berlin: Wurzen erhält keine Fördergelder für den geplanten Neubau einer Mehrzweckhalle auf dem Gelände der Ringelnatz-Grundschule in der Friedrich-Ebert-Straße. Dabei hatte die Stadtverwaltung vor gut einem Jahr auf die Tube gedrückt, als die Bundesregierung im August 2018 ein 100 Millionen Euro schweres Programm zur „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ auflegte und damit einen 90-prozentigen Investitionszuschuss zusicherte.

Stadtrat gibt grünes Licht in Sondersitzung

Die Wurzener Kommunalbehörde reagierte prompt, bewarb sich zunächst formlos und reichte zum 31. August noch eine entsprechende Skizze auf digitalem Weg ein. Zugleich suchte das Stadthaus den Kontakt zum Büro für Hochplanung von Hagen Weidemüller in der Schuhgasse, denn Pläne für ein solch konkretes Vorhaben existierten bislang nicht. Also entschieden sich Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) und Fachbereichsleiter Carl-Heinz Kraft, auf die bestehenden Unterlagen der im Januar 2017 eingeweihten Halle im Lossataler Ortsteil Falkenhain zurückzugreifen. Jenes Projekt erarbeitete und begleitete seinerzeit Weidemüller. Darüber hinaus berief das Stadtoberhaupt am 11. September eilens eine Sondersitzung des Stadtratesein, um vom Parlament grünes Licht zu erhalten.

So hätte sie aussehen sollen: die geplante Sport- und Mehrzweckhalle in Wurzen Nord. Doch jetzt muss das Vorhaben auf Eis gelegt werden, weil keine Fördergelder aus Berlin fließen. Quelle: Kai-Uwe Brandt

Damals erläuterte Planer Weidemüller den Mandatsträgern sämtliche Details zum Wunschobjekt – vom Standort auf dem Areal der 2014 abgerissenen Sporthalle an der Ringelnatzschule bis hin zur Inneneinrichtung und dem Finanzvolumen. Der Bau wurde mit knapp 4,2 Millionen Euro veranschlagt, lediglich 416 000 Euro wären demnach aus der Stadtkasse geflossen. Darüber hinaus hoffte das Stadthaus, die künftige Immobilie mit dreiseitiger Galerie nicht nur für den Schul- und Vereinssport zu nutzen, sondern ebenso für kulturelle Veranstaltungen. Der Vorstoß fand Anklang über alle Fraktionstische hinweg.

Fast 1000 Vorschläge gingen beim Bund ein

Aber schon zur Tagung vor zwölf Monaten bremste Röglin die Euphorie der Volksvertreter und betonte, dass ihr Ja-Wort nur die erste Etappe zum Traumziel sei. Der 49-Jährige sollte recht behalten. „Wurzen bekommt diesmal leider keine Förderung für den Bau einer neuen Mehrzweckhalle in Nord“, ließ Röglin jetzt wissen und bedauerte die Entscheidung aus Berlin.

Laut Bundesinnenministerium gingen nach dem Aufruf fast 1000 Projektvorschläge mit einem Antragsvolumen von rund zwei Milliarden Euro ein. Insofern war das Programm mehrfach überzeichnet. Die Auswahl der 102 Fördervorhaben, welche Zuschüsse erhalten, erfolgte anhand fachlicher Kriterien, so zum Beispiel nach ihrer „besonderen regionalen oder überregionalen Bedeutung sowie sehr hohen Qualität im Hinblick auf die Wirkung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“ und der „sozialen Integration in der Kommune und der Stadtentwicklungspolitik“.

Röglin bleibt trotz schlechter Nachricht optimistisch

Trotz der schlechten Nachricht aus Berlin bleibt Röglin optimistisch. „Wir versuchen natürlich weiterhin, dieses Ziel umzusetzen und die Kosten für die Stadt durch passende Förderung in vertretbarem Rahmen zu halten.“ Außerdem merkte er an, dass die Ringelnatz-Grundschule mittlerweile über die aktuelle Situation informiert sei. Immerhin forderte die Bildungsstätte bereits seit Jahren von der Stadt optimale Bedingungen für den Sportunterricht.

Von Kai-Uwe Brandt

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