Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Wurzen Wurzen plant Bedarf in der Innenstadt
Region Wurzen Wurzen plant Bedarf in der Innenstadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:08 12.09.2018
Mit dem neuen Parkraumkonzept für die Innenstadt Wurzens soll es mehr Anwohnerparkplätze geben – wie bereits seit einigen Jahren in der Färbergasse.
Mit dem neuen Parkraumkonzept für die Innenstadt Wurzens soll es mehr Anwohnerparkplätze geben – wie bereits seit einigen Jahren in der Färbergasse. Quelle: Kai-Uwe Brandt
Anzeige
Wurzen

In Vorbereitung der Umsetzung des künftigen Parkkonzeptes für den ruhenden Verkehr in der Wurzener Innenstadt ist laut Manfred Bresk von der Unteren Verkehrsbehörde im Stadthaus noch eine Bedarfsanalyse für vorgesehene Anwohnerparkflächen erforderlich. Zum Hintergrund: „Die vorhandenen Parkplätze sollen entsprechend der realen Erfordernisse angepasst werden.“

Stellflächen für Anwohner werden ausgeweitet

Bereits seit mehreren Jahren befinden sich Stellflächen für Anwohner im Badergraben, der Färbergasse, in der Dresdener Straße sowie im Stadtgraben. Entsprechend der neuen Studie, betonte Bresk, seien demnächst Areale im Crostigall, in der Domgasse, der Dresdener Straße zwischen Bahnhof- und Beethovenstraße, in der Franz-Mehring-Straße und der Kannengießergasse vorgesehen. Außerdem gehe die Expertise von weiteren Anwohnerparkplätze in der August-Bebel-, Kant-, Karl-Liebknecht sowie Rudolf-Breitscheid-Straße aus.

Anwohnerparkplatz kostet 15 Euro pro Jahr

Eben deswegen, so Bresk, ruft die Stadtverwaltung jetzt Bewohner auf, „zeitnah einen entsprechenden Antrag zu stellen“. Jedoch gilt es hierfür ganz bestimmte Kriterien zu erfüllen. Antragsteller müssen demnach nachweisen, dass sie mit ihrem Haupt- oder Nebenwohnsitz im entsprechenden Einzugsgebiet gemeldet und sie der Halter des Fahrzeuges sind oder es dauerhaft nutzen. „Darüber hinaus ist eine verbindliche Aussage erforderlich, über keine Garage oder einen Stellplatz in Eigentum oder zur Miete zu verfügen.“ Bresk zufolge bestehe kein Rechtsanspruch auf einen Bewohnerparkplatz. Generell sei auch eine Überbelegung der Fläche möglich. Zuletzt verweist der Fachmann noch auf die Bearbeitungsgebühr von 15 Euro für die Dauer eines Jahres.

„In Abhängigkeit von der Resonanz beziehungsweise des Antragsvolumens werden dann nach entsprechender Beschlusslage der städtischen Gremien bestimmte Straßenzüge anteilig fürs Bewohnerparken eingerichtet.“

Antragsformulare bei der Verkehrsbehörde

Die Anträge sind bei der Unteren Verkehrsbehörde im Stadthaus, Friedrich-Ebert-Straße 2, zu stellen und können auf der Internetseite der Stadt www.wurzen.de unter dem Stichwort Bewohnerparkausweis heruntergeladen werden.

Wie berichtet, holte sich die Stadtverwaltung für das Erstellen des neuen Parkkonzeptes professionelle Hilfe an die Seite und beauftragte schon Ende 2016 das IVAS-Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen und -systeme aus Dresden mit den Untersuchungen des Ist-Zustandes. Im Oktober des Vorjahres wurden schließlich die ersten Grunddaten erhoben.

Wenig Reaktion auf Online-Umfrage

Um die Bürger mit ihren Vorschlägen und Ideen am neuen Regelwerk zu beteiligen, startete die Kommunalbehörde sogar eine Onlineumfrage über vier Wochen bis Mitte Mai und lud ferner ganz gezielt Händler wie Anwohner zum Stadtgespräch ins Kulturhaus Schweizergarten ein. Das Echo darauf fiel jedoch mau aus. Selbst bei der öffentlichen Präsentation der Studie vorm Technischen Ausschuss des Stadtrates im Juni blieben viele Besucherstühle leer. Am Online-Fragekatalog beteiligten sich lediglich 270 Personen.

Laut Kommunalverwaltung erfolgt die Umsetzung nach Parlamentsbeschluss noch dieses Jahr – dann mit erweitertem Parkangebot für Anwohner.

Von Kai-Uwe Brandt