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Region Wurzen Wurzen soll digitaler werden: Stadt prüft Ausstattung der Innenstadt mit Hotspots
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17:27 10.01.2017
Bald Realität? Ein kostenfreies Internetnetzwerk in der Wurzener City. Quelle: Thomas Kube
Wurzen

Viele Länder haben Deutschland in dieser Hinsicht abgehängt: öffentliches WLAN. So ist es kaum verwunderlich, dass Wurzen keine Ausnahme bildet. Das aktuelle Angebot begrenzt sich meist auf private Hotspots, also Zonen, die von Bürgern, Restaurants oder Einzelhandelsgeschäften für ihre Gäste eingerichtet wurden, um sich dann mit Smartphone oder Tablet in kostenfreie Internetanschlüsse einwählen zu können. Das könnte sich bald ändern.

Die bisher lähmende Frage, ob bei Missbrauch allein der Anbieter zur Rechenschaft gezogen wird, wurde im vergangenen Oktober durch eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) beantwortet: Öffentliche WLAN-Angebote unterliegen unter bestimmten Umständen nicht der Störerhaftung. Überbesetzt heißt dies für Gewerbetreibende und Kommunen, die solche Angebote betreiben wollen: sie können nicht für jeden Missbrauch verantwortlich gemacht werden. Das ermöglicht auch für Wurzen neue Möglichkeiten.

„Ob öffentlich zugängliches Internet in der Stadt verfügbar ist, wird immer wieder nachgefragt. Zwar nicht jeden Tag, aber doch schon häufiger“, sagt die Leiterin der Tourist-Information Wurzen Martina Röhrborn. „Ich habe die Leute dann bis jetzt immer an die Stadtbibliothek verwiesen. Diese bietet einen öffentlichen Zugang gegen eine Gebühr an.“

Auch die Stadtverwaltung hat den Bedarf erkannt. „Im letzten Jahr hat es eine Begehung des Innenstadtgebiets gegeben, um mögliche Standorte zu finden“, sagt Wurzens Stadtsprecherin Cornelia Hanspach. „Fünf Standorte für Antennen wurden auch gefunden. Im Laufe des Jahres könnte das Stadtzentrum mit öffentlichen Internet ausgerüstet werden.“

So der Plan, der vor allem für Gewerbetreibende und Gäste, aber auch für die Wurzener selbst eine gute Nachricht ist. Im besten Fall kann dann in der Wurzener City wer möchte, seine Fotos mit den sozialen Netzwerken teilen oder sein Lieblingslied streamen und dabei das eigene Datenguthaben schonen. Auch die Industrie- und Handelskammer Leipzig unterstützt derartige Vorhaben: „Das Angebot eines kostenfreien WLANs steigert zweifellos die Attraktivität der Wurzener Innenstadt. Vor allem Gastronomen und Einzelhändler können davon profitieren, da sich mit dem WLAN-Zugang die Aufenthaltsqualität für die Gäste erhöht“, erklärt Kristian Kirpal, Präsident der IHK Leipzig. Kirpal geht sogar noch einen Schritt weiter: „Außerdem ist es ein attraktiver Baustein im Stadtmarketing, mit dem Wurzen bei seinen Gästen punkten kann. Die IHK zu Leipzig begrüßt Initiativen und Programme, die schnelles Internet oder kostenlose WLAN-Angebote vorantreiben.“

Doch der IT-Beauftragte der Stadt Carl-Heinz Kraft muss die Erwartungen erst einmal bremsen. „Derzeit sind wir in der Prüfphase. Noch ist nicht entschieden ob, wann und wie das kostenlose Internet in die Wurzener Innenstadt kommt.“ Die beauftragte Firma prüfe derzeit Standorte und verschiedene Wege der dortigen Umsetzung, beispielsweise wie über das öffentliche Netzwerk auch Informationen über die Stadt verbreitet werden können. Die Bereitstellung eines kostenfreien WLANS wäre in jedem Fall eine gute und zeitgemäße Sache, heißt es weiter aus dem Rathaus.

Bisher bietet einzig die Deutsche Telekom Hotspots im Wurzener Stadtzentrum, allerdings nur gegen Bezahlung. Für 4, 95 Euro gibt es den Tagespass und auf dem Markt, in der Wenceslaigasse Ecke Färbergasse und in der Kleiststraße Ecke Bürgermeister-Schmidt-Platz Zugang zu Hotspots, die an den Telefonzellen angebracht sind. Nur Telekomkunden mit der Zusatzoption „WLAN to go“ können an den Standorten kostenfrei im Internet surfen.

Der Zugang erfolgt in drei Schritten: Der Hotspot kann aus den vom Smartphone oder Tablet angezeigten W-LAN-Netzwerken ausgewählt werden. Beim Aufrufen einer Internetseite über den Browser erscheint dann automatisch die Portalseite für Telekom-Hotspots. Nach der Auswahl des Tarifs, Bezahlung und Anmeldung werden die Zugangsdaten per SMS gesendet. Telekom-Bestandskunden geben für die unbegrenzte Nutzung ihre Email-Zugangsdaten an. Danach heißt es Daten frei für den Internetzugang.

So oder so ähnlich soll es dann – wenn es dazu kommt – auch bei dem kostenfreien Netzwerk in der Wurzener City möglich sein.

Von Mathias Schönknecht

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