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Wurzen Wurzen und Borna sind glückliche Kleinstädte
Region Wurzen Wurzen und Borna sind glückliche Kleinstädte
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15:27 11.11.2018
Wer in Borna lebt, wohnt in einer glücklichen Kleinstadt. Quelle: Thomas Kube
Borna/Wurzen

Wer in Borna oder Wurzen lebt, hat Glück. Das finden jedenfalls die Redakteure der renommierten Wochenzeitung „Die Zeit“ aus Hamburg. Die haben eine allwöchentliche Seite im „Zeitmagazin“, einem Extrateil der „Zeit“, in der sie die Bundesrepublik unter der Rubrik „Deutschlandkarte“ unter die Lupe nehmen. Herausgekommen ist dabei jetzt, dass Wurzen und Borna zusammen mit 109 anderen Kleinstädten als „glücklich“ gelten. So steht es in der Ausgabe, die am 25. Oktober erschienen ist.

Die „Zeit“-Redakteure haben insgesamt 522 deutschen Städte mit einer Einwohnerzahl zwischen 10 000 und 20 000 Leuten begutachtet, was auch erklärt, warum etwa Grimma und Markkleeberg (zu groß) oder Geithain und Brandis (zu klein) offenkundig nicht untersucht wurden. Ausschlaggebendes Kriterium für die „Zeit“-Leute für Lebensqualität: Eine Stadt braucht mehr als nur Discounter und Tankstellen. Sie sollte stattdessen sowohl ein Gymnasium als auch ein Krankenhaus und eine Volkshochschule haben. Was zweifellos auf Wurzen und Borna zutrifft.

Bürgermeister freuen sich über positive Bewertung

Und selbstredend freut das die zuständigen Stadtoberhäupter. Der Wurzener Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) jedenfalls fragt rhetorisch, „ob wir Glück haben mit unserer Stadt oder ob wir in unserer Stadt glücklich sind.“ Es gehe wohl um das Lebensgefühl, „und bei uns haben viele Menschen ein glückliches Leben“, obwohl es selbstredend genügend Leute gebe, die kein Glück haben, weil sie etwa prekär beschäftigt sind.

Auch seine Bornaer Amtskollegin Simone Luedtke (Linke) freut sich über die positive Einordnung ihrer Stadt. In der Tat habe Borna alle Voraussetzungen für ein gutes Leben – und mehr als Gymnasium, Volkshochschule und Krankenhaus zu bieten. „Wir haben eine Top-Musikschule, eine Theatergruppe und viele Sportvereine, man muss die Angebote nur aufgreifen.“

Eilenburg und Oschatz gelten ebenfalls als „glücklich“

Der „Zeit“-Erhebung zufolge geht es vor allem den Bewohnern in Kleinstädten in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern vergleichsweise gut, in Brandenburg und Hessen dagegen eher schlecht. In vielen brandenburgischen Städten wurden in den letzten Jahren die Volkshochschulen geschlossen. In Hessen verlor jede dritte Kleinstadt seit dem Jahr 2001 ihr Gymnasium. Zu den anderen „glücklichen“ Kleinstädten in Sachsen gehören Eilenburg, Oschatz, Weißwasser und Radeberg sowie Mittweida, Olbernhau, Aue und Stollberg im Erzgebirge.

Die „Zeit“ hat eine Auflage von einer halben Million. Sie wurde 1946 gegründet. Mehrere Jahrzehnte war der frühere Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) Herausgeber der Zeitung.

Von Nikos Natsidis

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