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Region Wurzen Wurzen will 17 Millionen Euro in bessere Infrastruktur stecken
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14:57 07.03.2019
Der Stadtrat von Wurzen verabschiedete jetzt einen Doppelhaushalt mit einem Investitionsvolumen von 17 Millionen Euro. Quelle: Cordula Schlegelmilch
Wurzen

Der Umbau des Brachgeländes am Wasserturm, die Generalsanierung der Grundschule „An der Sternwarte“ oder eine neue Sporthalle nach Lossataler Vorbild auf dem Gelände der Ringelnatz-Grundschule – die Stadt Wurzen hat sich für die kommenden zwei Jahre viel vorgenommen.

So sollen allein 17 Millionen Euro in die Infrastruktur fließen. Dafür schnürte die Verwaltung über Monate hinweg ein dickes Finanzpaket von knapp 600 Seiten, das der Stadtrat zu seiner jüngsten Sitzung mehrheitlich verabschiedet hat. Von den 21 anwesenden Mandatsträgern enthielten sich lediglich drei der Stimme.

Röglin erläutert Grundzüge des kommunalen Etats

Zuvor erläuterte Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) noch einmal die Grundzüge des Etats und wies dabei auf die neue Arbeitsweise der Verwaltung hin. So wurden für die jeweiligen Fachbereiche Budgets festgelegt, den Volksvertretern sehr zeitig die Investitionsliste vorgestellt, und erstmals Bürgerwünsche einbezogen.

Alles in allem erwartet die Stadt in den Jahren 2019 und 2020 jeweils Erträge durch Steuern und ähnliche Abgaben in Höhe von über zwölf Millionen Euro und verzeichnet nach dem Einbruch der Gewerbesteuer einen leichten Aufwärtstrend. Insofern sprach Röglin wie schon zur ersten Lesung im Dezember von einem „Rekordhaushalt“ und dankte der Verwaltung, insbesondere Kämmerin Uta Schwarze sowie Sachbearbeiter Steffen Uhlisch, für die „konstruktive Mitarbeit“.

Fraktion „Bürger für Wurzen“ loben das aktuelle Finanzpaket

Mit Lob sparten nach dem Redebeitrag des Oberbürgermeisters ebenso wenig die vier Fraktionen des Kommunalparlaments. Thomas Zittier von der unabhängigen Wählergemeinschaft „Bürger für Wurzen“ bezeichnete den aktuellen Etatplan gar als „Zukunftshaushalt“, der auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sei. Und: „Der Haushalt ist Ausdruck, dass Wurzen nicht nur fiskalisch, sondern auch politisch auf sicheren Beinen steht.“ Das bejahende Votum der Linken fiel laut Fraktionschef Jens Kretzschmar „mit Freude“ aus.

Plenarssal im Wurzener Stadthaus: Hier wird das Geld der Stadt verteilt. Quelle: Andreas Röse

Ähnlich positiv äußerten sich darüber hinaus Heinz Richerdt (SPD) und Kay Ritter (CDU), zumal das Zahlenpapier neben den Mammutvorhaben weitere wichtige Projekte beinhaltet – darunter WLAN für die Pestalozzi-Oberschule und das Lichtwergymnasium sowie ein Mannschaftstransportwagen und zwei Gerätehäuser der Feuerwehr.

Stadtrat beruft Fachbereichsleiter Boecker von seiner Funktion ab

Im Laufe der Tagung beschäftigten sich die Volksvertreter allerdings nicht nur mit den Finanzen, sondern ferner mit einer Personalie. Demnach bat der Fachbereichsleiter Bürgerdienst, Thomas Boecker, aus persönlichen Gründen um die Entbindung seiner Funktion. Erst vor zwei Jahren hatte der Stadtrat den Oberverwaltungsrat im Zuge der veränderten Verwaltungsstruktur in diese Funktion gewählt.

Boecker kam am 1. Januar 1993 als Rechtsanwalt in die Dienste der Stadt, wurde Mitte 2001 ins Beamtenverhältnis übernommen und verantwortete seit 2010 das Haupt- und Personalamt sowie das Ordnungs- und Rechtsamt mit Gewerbe-, Standes-, Einwohnermeldeamt, Bezügestelle, Fundbüro und Feuerwehr. Mit der Neuordnung zum Fachbereich Bürgerdienst wuchs das Ressort um Kitas, Schulen, Soziales und Kultur.

Oberverwaltungsrat übernimmt „Stabsstelle Sonderaufgaben“

Mittlerweile hatte Wurzen die Position öffentlich ausgeschrieben. Die Bewerbungsfrist lief zum 28. Februar aus. Jedoch, so Röglin, habe das Ratsgremium die Fachbereichsleiter gewählt und müsse sie daher auch abberufen. Die Mehrheit bis auf drei Gegenstimmen und einer Enthaltung erfüllte Boeckers Wunsch. Er bleibt in der Stadtverwaltung und übernimmt die „Stabsstelle Sonderaufgaben“.

Von Kai-Uwe Brandt

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