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Region Wurzen Wurzen will 17 Millionen Euro in die Infrastruktur investieren
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14:02 13.12.2018
Um mehrere Mammutprojekte umzusetzen, sollen in den kommenden zwei Jahren mithilfe von Fördermitteln insgesamt 17 Millionen Euro in die Infrastruktur der Stadt Wurzen fließen. Quelle: Archiv
Wurzen

Die Stadt will in den nächsten zwei Jahren insgesamt 17 Millionen Euro in die Infrastruktur investieren. „Das gab es noch nie“, verkündete Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) zur ersten Lesung des Doppelhaushaltes 2019/2020 vor dem Stadtrat. Zu den Mammutprojekten, die die Verwaltung im Vorbericht des Etatplanes auflistet, gehören der Umbau des Brachgeländes rund um den Wasserturm am Clara-Zetkin-Platz für 3,3 Millionen, die Errichtung einer neuen Sporthalle an der Friedrich-Ebert-Straße für 4,6 Millionen sowie die Sanierung der Grundschule „An der Sternwarte“ mit einem Volumen von 1,26 Millionen.

Wurzen will Feuerwehr-Gerätehäuser flottmachen

Darüber hinaus, erläuterte das Stadtoberhaupt, gebe es zahlreiche kleinere, aber ebenso wichtige Vorhaben. Unter anderem die Erneuerung „der bisher vernachlässigten Feuerwehr-Gerätehäuser“ in den Ortsteilen Burkartshain und Nemt, die Dachsanierung in der Ringelnatz-Grundschule und die Sanierung der Sporthalle an der Grundschule Kühren. Nicht unerwähnt ließ Röglin den kommunalen Kapitaleinsatz für eine Internetverkabelung des Lichtwer-Gymnasiums und der Pestalozzi-Oberschule.

Bürger durften erstmals beim Etat mitreden

Gut vierzig Minuten lang schilderte der 48-jährige Stadthauschef den Abgeordneten die Eckpunkte des Zahlenwerkes und verwies dabei auch auf neue Wege, die die Verwaltung dieses Jahr bestritten hat. Demnach beteiligte die Verwaltung erstmals Einwohner am Prozess, lud Ende August dazu in den Plenarsaal ein. Vor allem bezogen sich die Ideen und Vorschläge der Bürger auf die Stadtverschönerung, sagte Röglin. Schon deshalb wurde nunmehr der Kostenansatz für das sogenannte Stadtmobiliar aufgestockt. Ein weiteres Novum seien laut Oberbürgermeister finanzielle „Leitplanken“ für die Fachbereiche im Stadthaus, an denen sie sich orientieren müssen.

Leichter Aufwärtstrend bei den Gewerbesteuern

Alles in allem erwartet die Stadt in den Jahren 2019 und 2020 Erträge durch Steuern und ähnliche Abgaben von jeweils über 12 Millionen Euro und verzeichnet nach dem Einbruch der Gewerbesteuer wieder einen leichten Aufwärtstrend. Standen 2016 noch 4,7 Millionen zu Buche, lautet das vorläufige Ergebnis 2018 circa 5,8 Millionen. Positiv wertete Röglin zuletzt die Entwicklung der liquiden Mittel, also die Vermögenswerte, und den „rapiden Rückgang“ der Verschuldung.

In den kommenden Wochen bis zum 30. Januar geht das mehrere hundert Seiten starke Papier zur Vorberatung in die parlamentarischen Ausschüsse sowie zu den Ortschaftsräten und soll dann am 5. März im Stadtrat beschlossen werden. Fragen beziehungsweise Wortmeldungen seitens der Volksvertreter blieben nach dem Etatvortrag aus.

Würdigung ehrenamtlicher Helfer

Gleichfalls zum Abendprogramm der letzten Ratssitzung in diesem Jahr gehörte die Ehrung dreier Frauen, die sich, wie Röglin betonte, aufopferungsvoll im Unterstützungsnetzwerk für Flüchtlinge engagieren. Stellvertretend für „eine Reihe von Personen“ würdigte der Oberbürgermeister die Arbeit von Marianne Ernst, Christine Schuster und Barbara Weiske und dankte ihnen mit einem Blumenstrauß. Die Gemeinschaft der ehrenamtlichen Helfer gründete sich bereits Ende 2014 und leistet seither vielfältige Hilfe bei der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen in der Stadt. So etwa beim Erlernen der deutschen Sprache oder der Organisation von dringend benötigter Winterbekleidung, insbesondere für Kinder.

Von Kai-Uwe Brandt

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