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Region Wurzen Wurzen wird drei Tage zur erlebbaren Ausstellungsfläche
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15:24 09.04.2019
Hausbesuche, Vorträge und Führungen: Mit einem randvollen Programm lädt der Freundeskreis Museum Wurzen am Wochenende zum Projekt „Unter einem Dach“ ein und lässt die Geschichte der Muldestadt erleben. Quelle: Archiv
Wurzen

Am Wochenende wird das über tausendjährige Wurzen zur erlebbaren Ausstellungsfläche. Denn vom 12. bis zum 14. April lädt der Freundeskreis Museum Wurzen zu einem Rundgang der ganz besonderen Art ein. „Wir präsentieren während der drei Tage in Zusammenarbeit mit Vereinen, Verbänden und Privatpersonen sowie dem Kulturhistorischen Museum und der Stadtverwaltung eine Auswahl von 26 Häusern, die zum Teil ihre Türen öffnen“, verrät Annette Grundmann.

Von der Idee bis zur Umsetzung dauerte es ein Jahr

Über ein Jahr lang feilte die Gemeinschaft von der Idee bis zur Umsetzung am Projekt „Unter einem Dach“. Jetzt ist es endlich so weit: Mit der Eröffnungsveranstaltung am 12. April ab 17.30 Uhr im Kontor des Museums, Domgasse 2, öffnen sich Türen und Tore. Bewohner und Nutzer der Gebäude bringen dann die Historie ihrer Heimstätte nah. „Viele Leute glauben ja, dass Städte etwas Starres sind und sich über die Zeit kaum etwas ändert“, so Grundmann zum Hintergrund der Aktion. „Doch Städte leben und das wollen wir zeigen.“ Zumal Wurzen einiges zu bieten hat.

Wurzens Aufschwung erfolgte mit der Ferneisenbahnlinie

Schließlich entwickelte sich der Ort vom Ackerbaustädtchen zum Industriestandort. Der wirtschaftliche Aufschwung erfolgte mit dem Bau der Ferneisenbahnlinie Leipzig – Dresden 1838/1839 und ließ Wurzen wachsen. Zählte die mittelalterliche Siedlung noch 5000 Menschen, waren es 1914 vor allem durch den Zuzug von Arbeitern bereits 19 200. 1972 besaß Wurzen sogar 24 356 Einwohner. Die Etappen der urbanen Geschichte setzt der Freundeskreis am Wochenende um und bereichert es neben den Hausbesuchen mit Vorträgen, Führungen und Veranstaltungen. Grundmann jedenfalls hofft auf eine breite Resonanz und könnte sich bei einem Erfolg des Projektes sogar eine Zweitauflage vorstellen.

Veranstalter plant danach eine Ausstellung mit den Info-Tafeln

Der Freundeskreis, welcher sich 2005 aus dem Förderverein des Museums heraus gründete und im Kern 12 bis 15 Personen vereint, holte sich für den „anderen Stadtrundgang“ natürlich fachliche Hilfe zur Seite. Unter anderem unterstützt Stadtchronist und Ehrenbürger Wolfgang Ebert das aktuelle Vorhaben mit seinem fundierten Wissen. Darüber hinaus, fügt Grundmann an, befinden sich Aufsteller vor den beteiligten Gebäuden, die in Bild und Text über Geschichte des Objektes berichten. Sämtliche Infotafeln sollen aber danach nicht in irgend einem Depot verstauben. Vielmehr plant der Veranstalter mit ihnen nach den Osterfeiertagen eine Ausstellung in der Stadtkirche St. Wenceslai.

Das Programm

Das gesamte Programm vom 12. bis 14. April auf einem Blick:

Freitag: 17.30 Uhr – Eröffnungsveranstaltung im Kontor des Museums; 10 bis 17 Uhr – Hausbesichtigung in der Villa Breiter, Straße des Friedens 18, heute Volkssolidarität, Regionalverband Wurzen; 19 Uhr – Carl Christian Elze liest aus seinen Zoogeschichten im Seepferdchen, Kulturhaus Schweizergarten;

Sonnabend: 10 Uhr – Hausführung in der Volkshochschule Muldental, Lüptitzer Straße 2, mit Ellen Arndt; 11 Uhr – Hausführung im Ringelnatz-Geburtshaus, Crostigall 14 mit der Vereinsvorsitzenden Viola Heß; 12 Uhr – „Was wurde aus der Partisanenhöhe?“, Vortrag im Tui-Reisecenter, Wenceslaigasse 6; 13 Uhr – Führung entlang des Stadtwanderweges Industriekultur Wurzen, Treffpunkt Filzfabrik; 13.30 Uhr – Führung im Schloss Wurzen (kostenpflichtig); 14.30 Uhr – Einblicke in ein mittelalterliches Haus, Domgasse 13; 15 bis 17 Uhr – „Der Laden“, Kleine Ledermanufaktur für alle Generationen, Wenceslaigasse 22; 16 Uhr – Rosental, im Gespräch mit Edeltraut Schlange und Uta Moltrecht über die erste Besiedlungsphase Wurzens; 17 Uhr – Rundgang „Das U und der 100er-Block“ mit Oberbürgermeister Jörg Röglin, Friedrich-Ebert-Straße 73;

Sonntag: 11.30 Uhr – Hausführung in der ehemaligen Kustodie, Domplatz 4, mit Superintendent a. D. Horst Schulze; 13 Uhr – „Die Rahn’schen Häuser“, Badergraben, Führung mit Wolfgang Ebert; 14 Uhr – Villa Schmidt, Rundgang in der Stephanstraße 1 mit dem Verein Zuversicht; 14 Uhr – ehemaliges Stadtgut „Eckarts Erben“, Jacobsplatz 27, Führung mit Wolfgang Ebert, 14.30 Uhr – Einblicke in ein mittelalterliches Haus, Domgasse 13; 15 Uhr – Kulturhistorisches Museum, Präsentation „Komplexe Sanierung 1997“, Vortrag und Führung mit Museumsleiterin Sabine Jung; 16 Uhr – Hausführung in der ehemaligen Kustodie, Domplatz 4; 17 Uhr – Hausführung Färbergasse 36 durch Uta Moltrecht.

Alle 26 Orte des Projektes "Unter einem Dach" auf einen Blick. Quelle: Freundeskreis Museum

Von Kai-Uwe Brandt

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