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Wurzen Wurzener Fernsbrüder erleben langes Wochenende im Erzgebirge
Region Wurzen Wurzener Fernsbrüder erleben langes Wochenende im Erzgebirge
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11:14 12.09.2019
Auf Vereinsfahrt im Erzgebirge: Gruppenfoto der Wurzener Fernsbrüder und ihrer Frauen vor der Bergmannskirche St.Marien in Annaberg-Buchholz. Quelle: privat
Wurzen

Die Wurzener Fernsbrüder sind an und für sich ein reiner Männerclub. Doch zur jüngsten Vereinsfahrt über drei Tage durften diesmal die Frauen mit. Die Truppe um Vorstand Wolfgang Schulz, welcher schon 1968 der Keglerriege beitrat, verschlug es samt Anhang auf den Fichtelberg sowie in die Bergstadt Annaberg-Buchholz.

Der Abend des Anreisetages begann, wie sollte es anders sein, mit „Gut Holz“ – einem Wettstreit auf der Vierbahnanlage im Sportzentrum Oberwiesenthal. Sportwart Alexander Leischow, der neben Fernsbruder Thomas Zittier zu den Jüngsten der illustren Runde gehört, beide sind Jahrgang 1981, dachte sich nämlich einen Pärchenvergleich aus, bei dem das Los über das jeweilige Team entschied. Vereinskassenchef Olaf Arnold und Vorsitzender Schulz glänzten beim Turnier als reines Männerduo und holten den Pokal. Platz zwei belegten Daniela Wadewitz und Thomas Zittier, dicht gefolgt von Patrick Schwarz und Alexander Leischow. „Clubmeister der derzeit zehnköpfigen Sportgruppe darf sich nunmehr ein Jahr lang derjenige nennen, der die vereinsinterne Jahresbestleistung erzielte“, klärt Zittier auf.

Vorstand Wolfgang Schulz wird Oberfernser

Die Fernsbrüder frönen ihrem Hobby seit der Schließung der Wurzener Kegelklause im August 2016 bei den Sportfreunden des KSV Bennewitz auf deren modernen Sechsbahnanlage Neuneichen. „Da es beim 1887 gegründeten Wurzener Traditionsverein, der 1995 vom Deutschen Keglerverband zum ,Ältesten Deutschen Kegelverein’ gekürt wurde, auch Brauch ist, zu fachsimpeln oder altdeutsches Liedgut zum Besten zu geben, klang der erste Abend gesellig und musikalisch aus.“ Bereits am Sonnabendvormittag steuerten die Wurzener den nächsten Höhepunkt an und erfuhren von der Oberwiesenthaler Klöppelfrau Heike Lautner allerlei Wissenswertes über den Luftkurort. Im Anschluss ging es mit der ältesten Luftseilbahn Deutschlands hinauf auf den 1224 Meter hohen Fichtelberg und später zu Fuß bei angenehmen 23 Grad Celsius wieder hinab.

Nach dem Abendessen im Restaurant Sachsenbaude bat Vize-Vorstand Tobias Conrad, vielen Wurzenern als Mitglied der Folkloregruppe Vergissmeinnicht bekannt, den Chef der Fernsbrüder zur Laudatio. Denn der 78-Jährige, der den Vorsitz 1980 von seinem Vater Ernst Schulz übernahm, wurde im feierlichen Rahmen in das Amt eines Oberfernser gehoben – mit Pokal, Urkunde sowie dem Fernser-Lied „Wir grüßen ihn mit Herz und Hand, den Kegler aus dem Sachsenland ...“.

Besuch der Silberstadt Annaberg-Buchholz

Den Abschluss des Ausfluges bildete schließlich am Sonntag der Besuch der einstigen Silberstadt Annaberg-Buchholz. Zittier dazu: „Von Caspar Kürschner, alias Gästeführer Matthias Enderlein, bekamen wir einen Einblick in die interessante Bergbaugeschichte sowie über das Leben der Annaberger Persönlichkeiten Barbara Uthmann, Unternehmerin, und Rechenmeister Adam Ries.“

Trotz eines sorgsam geführten Archivs bleibt das exakte Gründungsdatum der Wurzener Fernsbrüder im Dunkeln. Nur so viel ist bekannt, dass honorige Bürger der Muldestadt, darunter Baumeister Otto Viehweg und der Möbelfabrikant Bruno Streil, den Bund im „Thüringer Hof“ schmiedeten. Als Max Pippig 1891 in seinem Hotel am Markt eine Kegelbahn errichtete, wurde dort fortan die Kugel geschoben und später dann im Sächsischen Hof und dem Kulturhaus Schweizergarten. Rätselhaft erscheint jedoch das Wort „Fernser“ im Vereinsnamen. Die Kegelfreunde gehen davon aus, dass mit Fernser das gesellige Beisammensein gemeint war.

Von Kai-Uwe Brandt

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