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Städtereise Leipzig Beim Leipziger Weihnachtsmarkt bahnt sich ein neuer Besucherrekord an
Reisereporter Städtereise Leipzig Beim Leipziger Weihnachtsmarkt bahnt sich ein neuer Besucherrekord an
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19:28 08.12.2019
Gedränge gehört zum Weihnachtsmarkt, aber am Wochenende ist es besonders groß. Dann sind in einer Stunde bis zu 25 000 Gäste auf dem Markt und den angrenzenden Straßen unterwegs. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Der Weihnachtsmarkt steuert in diesem Jahr auf einen neuen Besucherrekord zu: Am ersten Freitag wurden 50 Prozent mehr Gäste gezählt als im Vorjahr, am folgenden ersten Samstag 50 000 Menschen mehr. Und wer am verkaufsoffenen Sonntag am zweiten Advent in der City war, hatte einen ähnlichen Eindruck: Mindestens 120 000 Besucher sollen unterwegs gewesen sein. Geschuldet ist das Besucher-Plus allerdings weniger den Leipzigern – vor allem Auswärtige strömen in diesem Jahr besonders zahlreich in die City.

Zehn Stunden im Bus nach Leipzig

Es kommen nicht nur Schweizer, Österreicher, Niederländer, Polen und Tschechen, es wird auch Spanisch, Russisch, Italienisch und Japanisch gesprochen. „Wir sind froh, dass die Reiseveranstalter immer mehr Weihnachtmarktreisen in ihre Programme nehmen“, sagt Andreas Schmidt von der Leipziger Tourismus und Marketing GmbH (LTM), die die Werbetrommel für Leipzig rührt. „Es hat sich ein Weihnachtsmarkt-Tourismus entwickelt. Die Leute fahren jedes Wochenende zu einem anderen Markt.“

Kinga und Katharina aus Krakau Foto: Andre Kempner Quelle: Kempner

In Leipzig steuern die Reisebusse bevorzugt den Thomaskirchhof an, laden dort ihre Fahrgäste aus und rollen dann zum neuen Bushof hinter dem Obi-Baumarkt an der Brandenburger Straße. „Wir sind am Freitag um 23.30 Uhr mit dem Bus in Krakau abgefahren und heute um 9 Uhr hier eingetroffen“, erzählt die polnische Germanistikstudentin Katharina Regent, die am Sonnabend zusammen mit ihrer Freundin Kinga Bury nach Leipzig kam. „Uns interessiert vor allem auch die Geschichte der Stadt.“ Ihr Reiseleiter Alexander Klos hat 51 Tagesbesucher im Bus – aus den verschiedensten Städten des Landes.

Hotels haben noch freie Zimmer

Auch Madeleine und Peer Haase sind für einen Tag aus Rheine bei Münster gekommen. „Was wir bislang gesehen haben, macht Lust auf mehr“, meint Peer Haase. „Wir werden wiederkommen.“

Peer und Madeleine Haase aus Rheine bei Münster. Foto: Andre Kempner Quelle: Kempner

Und dann vielleicht für ein verlängertes Wochenende in einem derneuen Leipziger Hotelsabsteigen. „Wir haben viele Gäste, aber die Hotels könnten noch mehr Besucher verkraften“, sagt Holm Retsch, Geschäftsführer des Regionalverbandes Dehoga Sachsen. „Denn mit 18 000 Hotelzimmern haben wir jetzt ein deutlich größeres Angebot als früher.“ Dadurch seien die Preise übers Jahr betrachtet auch nicht wesentlich gestiegen.

Leipzigs Marktamtsleiter Walter Ebert hört das gern. Er weiß, dass die City ohne seinen Weihnachtsmarkt in dieser Jahreszeit nicht halb so voll wäre. „Der Mix der Stände ist das A und O“, sagt er. 500 Händler hätten sich in diesem Jahr um einen Stand beworben – für 300 sei Platz gewesen. „30 Prozent sind Geschenkartikel, 25 Prozent Glühwein und Essen.“ Billighändler mit Ramsch will er nicht; besonders originelle Anbieter wirbt er auch schon mal von anderen Weihnachtsmärkten ab.

Weihnachtsmarkt soll weiter wachsen

Trotz des Riesenansturms glaubt Ebert, dass Leipzigs Weihnachtsmarkt noch Luft nach oben hat. Im nächsten Jahr will er den Burgplatz integrieren. Auch mehr Lichtinstallationen soll es geben – nicht nur in der Grimmaischen Straße, sondern vielleicht auch vor Hugendubel.

Bei LTM will man ebenfalls nichts davon hören, dass Leipzigs Weihnachtsmarkt an Kapazitätsgrenzen stößt. „Die Leipziger gehen sowieso nicht am Wochenende auf den Markt“, glaubt dort Sprecher Schmidt. Die würden eher in der Woche kommen, wo die Frequenz ebenfalls deutlich angestiegen ist.

Marktamtsleiter Ebert will nicht zulassen, dass sein Weihnachtmarkt an den Wochenenden Auswärtigen vorbehalten sein soll. „Am Sonntagnachmittag, wenn die Busse die Besucher wieder zurück nach Hause fahren, ist auch für die Leipziger noch ausreichend Platz“, sagt er.

Von Andreas Tappert

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