Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Städtereise Leipzig DOK Leipzig schafft mehr Raum für Diskussionen über Festivalbeiträge
Reisereporter Städtereise Leipzig DOK Leipzig schafft mehr Raum für Diskussionen über Festivalbeiträge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:58 07.08.2019
Leena Pasanen, Intendantin des DOK Leipzig, will mehr Raum für Diskussionen und Austausch schaffen. (Archiv) Quelle: dpa
Leipzig

Das DOK Leipzig will 2019 mehr Raum für Debatten und Diskussionen schaffen. Unter dem Motto „Wem gehört die Wahrheit?“ findet im Herbst ein zweitägiges Symposium statt, „um die Facetten des filmischen Umgangs mit dem politischen Gegner in den Blick zu nehmen und zu diskutieren“, teilten die Veranstalter am Dienstag mit. Das Symposium läuft vom 31. Oktober bis zum 1. November und wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

Die Veranstalter des Filmfestivals reagieren damit auf die Kontroversen der vergangenen Jahre. Unter anderem rund um den umstrittenen Film „Lord of the Toys“, der 2018 ausgezeichnet wurde. Bereits vor seiner Vorführung gab es teils heftige Reaktionen. Den Machern wurde vorgeworfen, die diskriminierenden und gewaltverherrlichenden Aussagen der porträtierten Youtube-Clique würden unkommentiert stehen gelassen.

Die Dokumentation „Lord of the Toys" wurde am 3. Juni 2019 im Passagekino gezeigt. Im Anschluss des Films konnten die Zuschauer den Filmemachern Fragen zum Film und den Dreharbeiten stellen. Quelle: Dirk Knofe

„Während der vergangenen Festivalausgaben gab es hitzige Debatten darüber, welche die ‚richtige‘ Herangehensweise an Dokumentarfilme sei, deren Protagonisten nicht das eigene Wertesystem teilen“, so Festivalleiterin Leena Pasanen. „Die Diskussionen waren von einer großen Sorge begleitet, dass sich Filmemacher mit den Protagonisten gemein machen würden. Es entstand ein regelrechtes Ringen um die Wahrheit. Deshalb machen wir den Titel des Symposiums auch zum Leitspruch der diesjährigen Festivalausgabe.“

Auf dem Symposium soll mehreren Fragen nachgegangen werden: „Welche ästhetisch-politischen Strategien verfolgen Dokumentarfilmschaffende in der Auseinandersetzung mit Personen, die ihrer persönlichen Weltanschauung entgegenstehen? Wer setzt Regeln? Und wie lässt sich ein kritischer Film von einem affirmativen abgrenzen?“

Die Filme des Symposiums stellen zugleich eine der Sonderreihen des diesjährigen Festivals dar. Die diesjährige Retrospektive widmet sich, passend zum Jubiläum des Mauerfalls, 40 Jahren deutscher Doppelstaatlichkeit. In der Reihe „DEFA Matinee“ würdigt das Festival mit Eduard Schreiber den einzigen Essayfilmer der DDR. Und in einer weiteren Sonderreihe stehen die in Singapur ansässige Regisseurin Tan Pin Pin und ihre Werke im Mittelpunkt.

Das DOK Leipzig findet vom 28. Oktober bis 3. November statt. In der offiziellen Auswahl sowie den Sonderreihen laufen insgesamt mehr als 300 Filme aus der ganzen Welt.

Von CN

Regatta Royale, Ruder-Bundesliga, Bootsparade, Entenrennen – das Wasserfest erwartet vom 16. bis 18 August wieder tausende Besucher an Leipzigs Flüssen und Kanälen.Der Lindenauer Hafen ist seit langer Zeit wieder an allen drei Tagen dabei.

07.08.2019

Junge Leute genießen es, wenn sie ihr Bahnticket mit dem PC erwerben können – doch viele Probleme einer Bahnfahrt lassen sich so nicht regeln. Deshalb stößt einigen Kunden sauer auf, dass die Bahn ihr Reisezentrum im Hauptbahnhof weiter abgespeckt hat.

05.08.2019

Die Philharmonie Leipzig spielt Simon & Garfunkel, doch auf der Bühne der Leipziger Markt Musik sind noch ganze andere Menschen am Werk. LVZ.de hat den Helfern im Hintergrund bei der Arbeit über die Schulter geschaut.

04.08.2019