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Städtereise Leipzig Faszinierende Fotos eines Leipzigers aus 1001 Nacht
Reisereporter Städtereise Leipzig Faszinierende Fotos eines Leipzigers aus 1001 Nacht
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12:01 01.05.2019
Der weltberühmte Imam-Platz in Isfahan vereint spektakuläre Moscheen, einen Palast und Basare. Auch Fotograf Thomas Schulze war fasziniert und hielt das Panaroma fest.
Leipzig

Den Anblick kann man beschreiben, auch fotografieren. Trotzdem reicht nichts an das Gefühl heran, das einen überkommt, wenn man selbst davor steht: Das farbenprächtige, blaugrundige Eingangsportal der Lotfollah-Moschee in Isfahan mit seinen Abermillionen kostbaren Kacheln ist über 400 Jahre alt. Einer von vielen Gründen, in den Iran zu reisen. Der Leipziger Fotograf Thomas Schulze hat es getan, insgesamt drei Monate lang. Seine Bilder im neuen DuMont-Reiseführer „Iran – Spannender Orient“ dokumentieren sowohl touristische Ziele als auch den Alltag in einem außergewöhnlichen Land.

Wenig Wissen über die Schönheit des Landes

Den politischen Verhältnissen und den aktuell wieder diskutierten Sanktionen ist das schlechte Image der Islamischen Republik geschuldet – und dem weniger verbreiteten Wissen über die betörende Schönheit des Landes und ihren offenen, überaus freundlichen Menschen. Schulze, der für DuMont-Bände bereits Bilder aus Südafrika, Namibia, Malta und Bulgarien geliefert hat, war schon lange neugierig auf den Iran und sagte sofort zu, als der Verlag bei ihm nachfragte. Insgesamt vier Mal flog der 44-Jährige für seinen Auftraggeber in den Orient. „Ein unglaublich faszinierendes Land“, schwärmt er rückblickend.

Zwischen Strand und Skigebiet

Zum einen ist Iran kulturell (unter anderem Literatur) und historisch (zum Beispiel die altpersische Residenzstadt Persepolis) ein Magnet, zum anderen landschaftlich abwechslungsreich zwischen Strand und Skigebiet, außerdem kulinarisch eine Entdeckung. Schulze ließ sich durch die Millionenstadt Teheran treiben, fuhr ins märchenhafte Isfahan, durch die Wüste und in einsame Berglandschaften. „Was mich am meisten begeistert hat, sind die Menschen“, betont er, „ihre Offenheit, Interessiertheit und Gastfreundschaft.“

Impressionen aus vier Reisen in den Iran: Der Leipziger Thomas Schulze fotografierte beeindruckende Moscheen, Basare, Menschen und Szenen aus dem Alltag.

Immer wurde Schulze eingeladen, ohne Bitte um Gegenleistung beköstigt. Eins der einprägsamsten Erlebnisse war das in den Bergen, als sein Auto im Schlamm steckengeblieben war. Hirten nahmen ihn mit zu sich nach Hause. „Ich habe auf Schafsfellen zwischen Männern, Frauen und einem Baby geschlafen. Am nächsten Tag hat ein Traktor das Auto rausgezogen.“ In der Wüste Dasht-e Lut wurde der begeisterte Enduro-Fahrer von jungen Iranern zu einer Motorrad-Tour durch Schluchten und Hügel aus Sand eingeladen. „Ein unvergesslicher Tag.“

Tanzen und Feiern

Im DuMont-Bildatlas stehen neben Schulzes aussagekräftigen Fotos kenntnisreiche Texte von Walter M. Weiss, Autor und seit Jahren Iran-Kenner, der viele Hintergründe zum Land, Glauben und politische Besonderheiten erklärt. Und er registriert, dass vor allem die junge Bevölkerung die strengen Vorschriften in Sachen Kleidung, Konsum oder Verhalten unterwandert. Da rutscht das Kopftuch der Frauen schon mal deutlich nach hinten, wird westliche Musik gehört, getanzt und gefeiert.

Bilder wie aus 1001 Nacht

Bei einem relativ straffen Zeitplan hat der Leipziger Fotograf viel gesehen und erlebt, den Alltag festgehalten und Sehenswürdigkeiten, Märkte, Paläste und Moscheen – Bilder wie aus 1001 Nacht. „Das alles möchte ich aber gern noch mal mit mehr Ruhe genießen“, sagt er. Deshalb, das steht für ihn fest, will er wieder in den Iran reisen – spätestens im nächsten Jahr.

Von Mark Daniel

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