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11:26 29.11.2017
Neo Rauch gehört zu den ersten Künstlern, an die der LVZ-Kunstpreis verliehen wurde.  Quelle: dpa-Zentralbild
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Leipzig

 Diese Liste kann sich sehen lassen – und wenn sich die Künstler, die seit 1995 den LVZ-Kunstpreis erhalten haben, auf einen Nenner bringen lassen, dann nur auf diesen: Es gibt ihn nicht. In Leipzig, das sich als Stadt der Maler in der Welt einen Namen gemacht hat, ist alles möglich, das beweist gerade auch diese Auszeichnung. Darum hier die Reihe der bisherigen Preisträger: Via Lewandowsky (1995), Neo Rauch (1997), Jörg Herold (1999), Tamara Grcic (2001), Daniel Roth (2003), Matthias Weischer (2005), Claudia Angelmaier (2007), Julius Popp (2009), Jochen Plogsties (2011), Sebastian Nebe (2013) und Owen Gump (2015). Für fast alle Genres stehen diese Namen, für Konzeptkunst, Skulptur, Fotografie und ja, natürlich, auch Malerei.

Idee zum LVZ-Geburtstag

Wie kam es zu diesem Preis? Moritz Götze ist schuld, zumindest indirekt. Die Werke des in Halle lebenden Künstlers wurden nach einer ersten Renovierung des LVZ-Verlagsgebäudes am Peterssteinweg in den frühen 90ern auf den weißen Wänden platziert. Friedhelm Haak, langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender der Mediengruppe Madsack, zu der die LVZ gehört, hatte zuvor einen Schuber mit 50 Blättern des Künstlers erworben.

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Haak schreibt in einem Katalogtext: „Ein Blatt, das einen Stuhl zeigte, trug die Inschrift STUHL, ein anderes, bezeichnet HANDGRANATE, zeigte eine Granate, und man kann leicht raten, was auf dem Blatt mit der Aufschrift SÄGE abgebildet war.“ Diese witzig-spröde Kunst zeigte Wirkung. Haak beschreibt sie so: „Ein Sturm der Entrüstung blies durch die Redaktionsräume der Zeitung. Es wurde heiß diskutiert, und mancher fühlte sich gar für dumm verkauft. Dies war der eigentliche Auslöser, zum Geburtstag der Leipziger Volkszeitung den Kunstpreis ins Leben zu rufen.“

Starthilfe für junge Künstler

Das war 1994. 100 Jahre war die Zeitung im dem Jahr alt geworden. 1995 sollte die Auszeichnung zum ersten Mal vergeben werden – als Starthilfe für junge Künstler, die mit der Region Leipzig verbunden sind, die bereits von sich reden gemacht haben, ohne jedoch arriviert zu sein. Im Zwei­jahres-Rhythmus wird der Preis seitdem aus­gelobt. Er beinhaltet neben dem Preisgeld von 10 000 Euro eine Ausstellung im Museum der bildenden Künste und einen begleitenden Katalog.

Leicht hat es sich die unabhängige, aus wechselnden Mitgliedern bestehende Jury nie gemacht. Auch nicht bei Benedikt Leonhardt, der den Preis am Freitag erhält – und nun als 12. die Reihe der Preisträger mit einer ganz eigenen Position bereichert.

Von jkl

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