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Schülerbeiträge Wird der Leipziger wieder zum Zahler für ein neues milliardenschweres Verkehrskonzept?
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13:57 12.12.2017
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Wieder massenhafte Baustellen? Früh an der Berliner Straße stapeln sich die Autos wie die Zeitungen am Kiosk, die Straßenbahnen so voll wie in Indien. Vor allem der Hauptbahnhof muss entlastet werden, Auflagen für Klima- und Lärmschutz müssen erfüllt werden. Und das bis 2030?

Vom Leipziger Verkehrschaos hat man schon lange die Nase gestrichen voll. Um einen zweiten S-Bahn-Tunnel, der den City-Tunnel von Osten nach Westen schneiden soll, wurde bereits debattiert. Ebenfalls über einen Tunnel für Autos zwischen der Berliner Straße und der Red-Bull-Arena. Solche Tunnellösungen würden den Verkehr zwischen Leipzig und der Region zwar entlasten, aber innerstädtisch tatsächlich nichts verändern, da sie in erster Linie für Pendler,  welche die Stadt durchqueren wollen eine Möglichkeit böten, um den innerstädtischen Berufsverkehr der Stadt Leipzig zu vermeiden . Ferner steht ein Straßenbahntunnel im Raum. Er würde den Ring am Hauptbahnhof entlasten, da sich dann Autos und Straßenbahnen nicht mehr in die Quere kommen.

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Oberbürgermeister Burkhard Jung verspricht bis 2030 die Umsetzung eines neuen Konzepts, lässt sich in der LVZ Ausgabe vom 25.10.2017 sogar zitieren: „Wenn wir nichts tun, stehen wir in 10 Jahren im Stuttgarter Stau.“ Kosten in Millionenhöhe sind vorprogrammiert. Wieder mehr Steuern? Wieder so eine Kostenexplosion um fast die Hälfte, wie beim ersten City-Tunnel? Bringt alles nichts.

Viele Bürger, die aus Randgebieten kommen, haben keine Chance mit der Bahn zu fahren, weil diese die Gebiete gar nicht bedient, wie zum Beispiel in Rückmarsdorf, Engelsdorf oder Mölkau. Andere Stadtteile werden bedient, aber die Wartezeiten sind viel zu hoch. Somit ist die Bahn für diese Bevölkerungsgruppe sehr unattraktiv, was diese wiederum zum Autofahren veranlasst. Die Straßen- sowie die S-Bahn muss attraktiver gemacht werden. Auch die S-Bahn ist in Leipzig nicht besonders gut ausgebaut und bedient nur sehr lückenhaft die Randgebiete der Stadt. Wenn sie attraktiver für Autofahrer wird, die durch die jetzige Verkehrssituation in Leipzig gezwungen sind, mit dem Auto zu fahren, dann würden es sich viele sicher überlegen vom Auto auf die Bahn umzusteigen.

Wer selbst in der Stadt Leipzig wohnt, der weiß, dass dieses Verkehrschaos so nicht mehr lange weitergehen kann. Der Stadtrat, alle entsprechenden Ämter und der Bürgermeister haben in den nächsten Jahren die Aufgabe, dieses Chaos zu lösen und ein Verkehrskonzept zu entwickeln, welches jegliche Auflagen in Klima- und Lärmschutz erfüllt und vor allem die Innenstadt wieder entlastet, damit man als Leipziger Bürger nicht immer Stunden früher zur Arbeit fahren muss.

Von Florian Wedhorn

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