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Schülerbeiträge Aberglaube als Mordmotiv
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13:48 12.12.2017

Es ist wohl eines der grausamsten und sinnlosesten Verbrechen an der Natur. Wilderer töten die Tiere, um ihnen ihr auf dem Schwarzmarkt teurer als Gold gehandeltes Erkennungsmerkmal abzuschneiden.

In den meisten Fällen werden die wertvollen Hörner über die Grenze nach Mosambik und von dort aus nach Asien geschmuggelt. Besonders in den ostasiatischen Ländern, wie China und Vietnam, wird den Hörnern laut der traditionellen Medizin eine stark heilsame Wirkung zugeschrieben. Die Menschen glauben, pulverisiert und in Wasser oder Reiswein aufgelöst, würden sie Krämpfe lösen, Fieber vermindern und sogar Krebs heilen. Betrachtet man das angebliche Wundermittel jedoch wissenschaftlich, lassen sich die zugesprochenen Heilwirkungen nicht nachweisen. Nashorn besteht aus Keratin, dem gleichen Stoff, aus dem unsere Finger- und Fußnägel aufgebaut sind. Aber „[d]er Glaube an die Heilkraft des Nashornpulvers sitzt tief.“ wie auch Katharina Trump, Expertin für Wildereibekämpfung beim WWF, in einem Interview mit der KFW, einer Bank, die sich für Klima- und Umweltschutz engagiert, bestätigt.

Traffic, das Artenschutzprogramm des WWF veröffentlichte eine Studie, die den schockierenden Zusammenhang zwischen Wilderei, Korruption und Schlupflöchern in den Gesetzen aufzeigt. Denn, was viele nicht wissen: die Korruption in Südafrika ist sehr hoch. Mitarbeiter von Nationalparks verraten für hohe Summen, wo sich die Tiere aufhalten und nehmen ihnen damit das Leben. Die Motive für die unverständlichen Taten lassen sich auf die Armut vieler Menschen in dem Schwellenland zurückführen. Man geht davon aus, dass aktuell etwa 70.000 Menschen ihren Lebensunterhalt von der Jagdindustrie bestreiten.

Einer der Schwerpunkte der Wilderei befindet sich im 20.000 Quadratkilometer großen Krüger-Nationalpark. Mittlerweile ist es keine Seltenheit mehr, dass Nashörner zu ihrem Schutz aus den sogenannten „Wilderei-Hotspots“ herausgeholt und in andere Regionen umgesiedelt werden.

Der WWF kämpft bereits mit allen Mitteln gegen das sinnlose Morden der Dickhäuter. Mit Aufklärungskampagnen erhofft man sich ein Umdenken in den Köpfen der Menschen, die das Horn konsumieren. Aber zu geringe Strafen, nachlässige Zollkontrollen, unkontrollierte Grenzen und Korruption begünstigen die Wilderei weiterhin.

Wenn die Wilderei langfristig gestoppt werden soll, benötigt es eine Erhöhung der Strafen und des Risikos geschnappt zu werden, eine verbesserte Strafverfolgung, bessere Kooperationen mit der Regierung, der Polizei, dem Justizsystem und dem Zoll. Weiterhin muss der Handel mit dem kostbaren Horn gestoppt und die Nachfrage reduziert werden. Denn es gibt wohl leider keinen Zweifel daran, dass die beeindruckenden Tiere in einigen Jahrzehnten ausgestorben sein werden, wenn wir nicht endlich handeln!

Von Anne Marie Patzke

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