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14:01 12.12.2017

Finn Küster, 13 Jahre, 8. Klasse der Oberschule Krostitz, sagt: „Zu wenig legale Skate- und Graffitiplätze in Leipzig. Ich fordere mehr davon.“

Echte, beispielsweise politische Graffiti, sind eine inzwischen etablierte Form von Kunst und nicht zu vergleichen mit Schmierereien! Sie gehören zur Form „Urban Art“, welche für verschiedene Arten von Bildender und Aktions-Kunst steht. Um illegale Graffiti zu verhindern, setzt die Polizei auf strenge rechtliche Konsequenzen. Für Jugendliche von 14 bis 21 Jahren kann nicht legales Sprayen im schlimmsten Fall eine Jugendstrafe (§17 JGG) in der Jugendstrafanstalt von 6 Monaten bis hin zu 5 Jahren zur Folge haben.

Trotz des Wissens um dieses Strafmaß wird vor allem nachts oft an Bushaltestellen oder in Gewerbegebieten gesprüht, also dort, wo es meist keiner mitkriegt. Später lässt es sich dann so gut wie gar nicht mehr nachweisen, wer der Täter dieser Sachbeschädigung ist. Die Gesetze und Maßnahmen von Stadt und Polizei zeigen keine wesentlichen Konsequenzen. Man sollte stattdessen Plätze zum legalen Sprayen zur Verfügung stellen oder Künstler bzw. Hobbysprayer für Projekte engagieren.

Altenburg/Nobitz zeigt, wie gut dieser Plan funktioniert. Die OVZ berichtete am 3.11.2017: Zwei Trafohäuschen wurden mit Bildern besprüht, die zeigen, wie Kinder sich verhalten sollten, wenn sie von Fremden angesprochen und gelockt werden und was sie sich bei verdächtigen Beobachtungen auf jeden Fall merken sollen.

Das ist ein Highlight für die Kindergartenkinder und Grundschüler und kein Privat- oder Stadteigentum musste darunter leiden.

Da bleibt nur zu fordern: Bitte mehr solcher Aktionen!

Ein Kommentar zum Thesenanschlag 2017 von Hannah Quaas, Klasse 9b des Christlichen Spalatin-Gymnasiums Altenburg.