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Schülerbeiträge Mangel überall
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14:03 12.12.2017

Der Mangel kann nicht von jetzt auf gleich ausgeglichen werden. Man kann natürlich langfristig mehr Anreize für den Lehrerberuf schaffen. Doch das löst keines der akuten Probleme. Also werden Aushilfslehrer gesucht, die helfen sollen. Aber sinnvoll ist das aus Sicht der Schüler sicher nicht, da diese Aushilfen nicht lange bleiben und es folglich immer wieder neue Lehrkräfte gibt, an die sich die Schüler gewöhnen müssen.

Auch die Aushilfslehrer befinden sich in einer misslichen Lage. Sie müssen von jetzt auf gleich in einer neuen Klasse 25 Namen lernen und von ihrer eigentlichen Schule, von der sie abgeordnet sind, zur anderen pendeln. Diese Lehrer kennen ihre Kollegen nicht und erfahren nicht viel von dem, was sich außerhalb Ihres Unterrichts an der Schule abspielt, auf das sie eingehen könnten oder müssten.

Auch für den Lehrkörper der Schule ist es schwierig, mit den abgeordneten Lehrern umzugehen, da man sich nur sehr oberflächlich kennt und Absprachen schwierig zu treffen sind.

Die derzeitigen Lösungsansätze sind alles andere als perfekt, aber im Moment müssen alle Beteiligten so gut wie möglich mit der Tatsache, dass es Aushilfslehrer geben wird und gibt, umgehen. Aber könnten Aushilfslehrer wirklich helfen? Das Problem, dass ein Lehrermangel bevorsteht, war bekannt und man hätte im Voraus etwas unternehmen müssen, um dem entgegenzuwirken.

Den Politikern waren die Zahlen der bevorstehenden Pensionierungen von Lehrern und die Geburtenzahlen der Kinder bekannt, die voraussichtlich sechs Jahre später in die Schule kommen würden. Doch nichts geschah und man ließ alles weiter auf einen Abgrund zusteuern.

Es war von Anfang an klar, was auf uns zukommt und man hätte sechs lange Jahre Zeit gehabt, um Vorkehrungen zu treffen. Wenn man sich das anschaut, bekommt man es mit der Angst zu tun, wie unsere inkompetent scheinenden Regierenden wohl damit umgehen würden, wenn ein nicht vorhersehbares Problem schnelle Entscheidungen erfordern würde.

„Deutsche Schüler haben heute zu viel Ausfallstunden in der Schule. Aushilfslehrer könnten helfen.“ Ein Kommentar zum Thesenanschlag 2017 von David Kürschner, Klasse 9b, Christliches Spalatin-Gymnasium Altenburg