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Sportbuzzer Fußball-regional Meuselwitz will trotz Hammerwochen in der Erfolgsspur bleiben
Sportbuzzer Fußball-regional Meuselwitz will trotz Hammerwochen in der Erfolgsspur bleiben
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00:41 15.04.2018
ZFC-Routinier René Weinert (rechts) bejubelt mit Janik Mäder sein Tor gegen Neustrelitz. Morgen will der 32-Jährige gegen die Hertha-Bubis mit seinen Meuselwitzern an die guten Leistungen der Vorwochen anknüpfen. Quelle: Foto: Mario Jahn
Meuselwitz

Bei Fußball-Regionalligist ZFC Meuselwitz bereitet man sich derzeit recht gediegen auf den hammerharten Endspurt in der neunten Saison in Deutschlands vierthöchster Spielklasse vor. Morgen gastiert mit der U23 von Hertha BSC Berlin eine Wundertüte der Liga in der Bluechip-Arena (Anpfiff 13.30 Uhr). Keiner kann derzeit sagen, wie viele Spieler aus dem Kader der Bundesliga-Mannschaft bei den Hauptstädtern auflaufen. Es wird auch das Treffen zweier Tabellennachbarn, die sich im Hinspiel am 21. Oktober 0:0 trennten.

Eine Halbzeit stand da beim derzeitigen Tabellenachten mit 37 Zählern, dem ZFC Meuselwitz, auch Routinier René Weinert in den Reihen der Gastgeber vom morgigen Sonnabend. „Ja, die Berliner sind vom Kader her schon ziemlich unberechenbar. Was aber klar ist, dass sie durchweg mit hervorragend ausgebildeten jungen Spielern auflaufen werden, denen wir unsere kämpferischen Stärken gegenübersetzen müssen. Denn so was mögen die nicht sonderlich“, schätzt Weinert den derzeitigen Tabellensiebten (38 Punkte) aus der Bundeshauptstadt ein.

Berlin, da war für Weinert doch noch was in der Vorwoche. Da war der 32-Jährige im Spiel gegen den BAK beim 1:1-Remis der Pechvogel der Partie, als ihm bei einem Abwehrversuch der Ball ins eigene Tor zum Ausgleich rutschte. Und auch im Hinspiel hatte Weinert einen Elfmeter beim 4:0-Sieg seines ZFC verschossen. Also Krise gegen die Preußen bei Weini? „Ach wo, überhaupt nicht“, lacht der Routinier. Der Elfer sei beim Stand von 2:0 schiefgegangen und änderte am Resultat nichts mehr. Und das Eigentor „war sicher blöd, aber nicht anders zu verteidigen. Hätte ich den nicht versucht, rauszuschlagen, dann hätte den der Berliner hinter mir reingemacht. Vorwürfe aus dem Team gab es deswegen auch überhaupt nicht.“

Ohnehin steht der ZFC mit derzeit fünf ungeschlagenen Partien in Folge und neun Zählern am Stück schon sehr gut da. „Klar wollen wir da am Sonnabend weitermachen.“ Weil es nach unten so klar auch nicht ist. „Um ganz ohne Sorgen die Saison zu Ende spielen zu können, bräuchten wir angesichts der engen Tabelle schon noch mindestens zwei Siege aus den ausstehenden sieben Partien“, fordert Weinert.

Immerhin: Zu den beiden etatmäßigen Absteigern kommen nach derzeitigem Stand mit Rot-Weiß Erfurt sowie dem Chemnitzer FC noch zwei Traditionsteams aus dem Fußballosten, die Insolvenz angemeldet haben. Ergo: Sollte Cottbus den verdienten Aufstieg in Liga drei schaffen, gäbe es drei Absteiger, sollte das schiefgehen, müssten sogar vier Mannschaften die Liga verlassen.

„Sicher wird die Regionalliga arg bereichert, sollten Chemnitz und Erfurt dort ankommen. Aber ein kleines Geschmäckle hat die Sache schon“, meint er. Beide Klubs haben über Jahre Schulden angehäuft, um sportlich ein gutes Bild in der 3. Liga abzugeben. Und die wollen sie nun mit einer geplanten Insolvenz einfach so wieder loswerden, nachdem auch sportlich der Abstieg kaum mehr abzuwenden ist. „Andere Klubs, die maßvoll im Rahmen ihrer Möglichkeiten gewirtschaftet haben und dadurch weiter unten in der Tabelle stehen, sind so im Nachteil“, so Weinert kritisch.

Aber dies alles zählt am Sonnabend nicht. Dann gilt es den Hertha-Bubis drei Zähler abzuknöpfen, um den erfolgreichen Weg des ZFC auch sportlich fortzusetzen.

Dann geht es am Mittwoch bei Lok Leipzig schon weiter, ehe Zipse am 22. April Babelsberg und am Mittwoch, dem 25. April, Auerbach empfängt. Ein Hammerprogramm eben.

Von Jörg Wolf

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