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1. FC Lok Fans von Lok Leipzig protestieren vor der Geschäftsstelle – Gerücht um Insolvenzantrag
Sportbuzzer 1. FC Lok Fans von Lok Leipzig protestieren vor der Geschäftsstelle – Gerücht um Insolvenzantrag
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21:22 18.03.2013
Von Robert Nößler
Aufgeheizte Stimmung bei Lok Leipzig: Am Montagabend kam es wegen Insolvenzgerüchten zu einer Spontandemo von Fans vor der Geschäftsstelle in Probstheida.
Aufgeheizte Stimmung bei Lok Leipzig: Am Montagabend kam es wegen Insolvenzgerüchten zu einer Spontandemo von Fans vor der Geschäftsstelle in Probstheida. Quelle: Christian Nitsche
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Teammanager Steffen Kubald konnte sie jedoch beruhigen.

„Etwa 20 bis 25 Leute waren auf einmal in der Geschäftsstelle“, berichtete Kubald am Abend gegenüber LVZ-Online. Davor standen noch einige mehr und skandierten. Sie wollten Präsident Michael Notzon zur Rede stellen, forderten Klarheit zur prekären Finanzlage. Kubald ging dazwischen, stellte sich dem Gespräch. „Ich konnte ihnen definitiv sagen, dass am Dienstag kein Insolvenzantrag gestellt wird“, so der Teammanager.

Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer

In Sprechchören forderten die Anhänger auch den Rauswurf des aktuellen Vorstands. „Die Fans sind aufgebracht, das kann ich ja verstehen“, sagte Kubald. „Aber ich bin dagegen, einzelne Personen zum Fraß vorzuwerfen. Wenn man das Gespräch sucht, kann man sich anmelden, aber nicht auf diese Art und Weise.“

Im Lok-Forum hatte sich die Nachricht über die angebliche Insolvenz und der Aufruf zur Spontan-Demo zuvor wie ein Lauffeuer verbreitet – bezeichnend dafür, wie explosiv die Lage derzeit unter den Anhängern der Blau-Gelben ist.

Das Präsidium um Klubchef Notzon hatte sich laut Kubald getroffen, um den Termin für die außerordentliche Mitgliederversammlung zu besprechen. „Der wird morgen oder übermorgen festgenagelt“, kündigte der Teammanager am Montagabend an. Drei Termine stünden derzeit im Raum. Noch seien jedoch Details zu klären, unter anderem eine ausreichend große Räumlichkeit, in der das Treffen stattfinden kann.

Schattenpräsidium will Klubführung übernehmen

Der Präsident des 1. FC Lok Leipzig: Michael Notzon Quelle: Andreas Doering

In einem offenen Brief hatten am Sonntag fünf Mitglieder des Vereins das Präsidium zum sofortigen Rücktritt aufgefordert und sich selbst übergangsweise als Nachfolger angeboten. Das Schattenpräsidium will den Fußball-Regionalligisten wieder in sicheres Fahrwasser führen.

Zum rettenden Ufer fehlen dem Klub derzeit rund 325.000 Euro. Die Lage sei zwar brenzlig, betonte Kubald, aber der Verein stehe keinesfalls kurz vor der Insolvenz. Ein Rücktritt des Vorstands stehe deshalb aktuell nicht zur Debatte.

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Robert Nößler