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1. FC Lok Notzon wird Lok-Präsident - Kooperation mit RB nach hitziger Debatte abgeschmettert
Sportbuzzer 1. FC Lok Notzon wird Lok-Präsident - Kooperation mit RB nach hitziger Debatte abgeschmettert
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19:03 05.02.2011
Von Norbert Töpfer
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Leipzig

Eine hitzige Diskussion entbrannte über die geplante Kooperation mit RB Leipzig.

Im sechsstündigen Sitzungsmarathon im Ramada-Hotel nahe des Paunsdorf-Centers erhielt der Gründer und Chef des Hauptsponsors Goldgas in der Vorstandswahl die mit Abstand meisten Stimmen. "Wir müssen mit der ersten Mannschaft wieder Schritt für Schritt vorankommen. Dieses Jahr dürfen wir nicht absteigen. In der nächsten Saison soll der Sprung in die neue Regionalliga gelingen", sagte der Unternehmer aus dem Raum Nürnberg und fügte an: "Wir dürfen aber auch unser Frauenteam nicht im Regen stehen lassen, obwohl dieser Traditionsverein von der ersten Männermannschaft geprägt wird."

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Neben dem Chef Notzon wurden Katrin Pahlhorn, Dirk Majetschak, Bernd Wickfelder und Hartmut Dischereit in das Führungsgremium gewählt. Das Quartett gehörte bereits vorher dazu. Nur der Lok-Vorsitzende Steffen Kubald, der nicht wieder kandidierte, schied aus. Weitere Kandidaten gab es nicht für den Vorstand.

In den fünfköpfigen Aufsichtsrat wurden Frank Müller, Olaf Winkler, Gunter Weißgerber, Jens P. Hirschmann und Erwin Czempik gewählt.

Hitzige Diskussionen entbrannten vor der Abstimmung über den bereits vom alten Vorstand abgesegneten Nachwuchs-Kooperationsvertrag mit RB Leipzig. Versammlungsleiter Nikolaus Petersen musste die emotional aufgeladenen Gegner der geplanten Zusammenarbeit mehrfach zur Ordnung rufen. In einer schriftlichen Wahl wurde dieses Vorhaben von einer großen Mehrheit abgeschmettert, weil sich aus deren Sicht der 1. FC Lok damit an den reichen Klub des Red-Bull-Unternehmers Mateschitz verkaufen würde. Der neue Lok-Chef Notzon fand diesen Vertrag in Ordnung, beugte sich aber dem Beschluss ohne Diskussion.

Norbert Töpfer