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BSG Chemie Leutzscher Rivalen im Duell: Chemie Leipzig und SG Leutzsch treffen sich wieder zum Derby
Sportbuzzer BSG Chemie Leutzscher Rivalen im Duell: Chemie Leipzig und SG Leutzsch treffen sich wieder zum Derby
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15:23 14.05.2013
Von Matthias Puppe
Beim Hinspiel am 16. September 2012 gewann die SGLL mit 2:0. (Archivfoto) Quelle: Christian Nitsche
Leipzig

Beide Teams konnten jeweils schon einmal im Nachbarschaftsduell triumphieren, beide finden sich in dieser Saison bisher aber auch in der unteren Tabellenhälfte wieder.

Für die BSG Chemie geht es spätestens nach der bitteren 2:3-Niederlage gegen Bischofswerda in jedem der ausstehenden acht Saisonspiele um den Klassenerhalt. Ganze acht Punkte muss Chemie noch aufholen, um nicht in die Bezirksliga zu stürzen. Beim Stadionnachbarn ist die Situation nicht ganz so prekär, aber auch hier ist ein Sieg zum Durchatmen notwendig.

„Wir wollen da unten so schnell wie möglich weg und deshalb auch dieses Spiel gewinnen“, erklärte SGLL-Trainer Dirk Havel. Sein Team ist seit vier Partien ungeschlagen, konnte am vergangenen Samstag zudem drei Punkte aus Radebeul entführen. „Das war ein absolut wichtiger Sieg, weil wir endlich mal zu Null gespielt haben“, so der 39-Jährige rückblickend. Zwei Wochen zuvor ging es in der SGLL-Defensive aber noch drunter und drüber, konnte Aufsteiger Döbeln ganze fünf Treffer bei den Leutzschern versenken.

SGL-Trainer Dirk Havel. Quelle: Christian Nitsche

Auch eingedenk von 13 Punkten Vorsprung auf den hauseigenen Gegner am Mittwoch will Havel deshalb nichts von Entspannung wissen. „Wir konzentrieren uns nur auf uns, die Probleme der anderen gehen uns nichts an“, so der einst vom aktuellen Landesliga-Dominator Oberlausitz Neugersdorf zur SG Leutzsch gelockte Coach.

Chemie-Coach zuversichtlich: „Wir können jeden schlagen“

Bei Chemie schienen die größten Probleme nach dem Trainerwechsel und der knappen Niederlage bei Neugersdorf schon fast Geschichte zu sein. Das Team zeigte in den vier Partien unter Neu-Coach Gregor Schoenecker lang vermisste Spielfreude, erarbeitete unaufhörlich Chancen und wirkte auch sonst deutlich agiler auf dem Grün. Nach der überraschenden Niederlage am vergangenen Samstag ist das Abstiegsgespenst aber wieder zurück. „Wir ziehen aus jedem Spiel unsere Lehren, werden künftig nicht mehr so leichtfertig in der Abwehr agieren“, berichtete Schoenecker am Dienstag und fügte an: „Ich bin deshalb sehr zuversichtlich, dass wir die positive Tendenz fortsetzen können.“

Chemie-Trainer Gregor Schoenecker (4.v.l.) im Kreis seiner Spieler. Quelle: BSG Chemie Leipzig e.V.

Unter Schoeneckers Vorgänger Hammermüller hatte die Defensivarbeit noch Priorität, musste hinten immer die Null stehen – während vorn oft nicht einmal ein laues Lüftchen wehte. „Die Mannschaft hat einfach sehr große Offensivqualitäten und die wollen wir nun nutzen, auch wenn es beim Abschluss bisher noch etwas fehlt“, so der neue Chemie-Chefcoach. Trotz der aktuell unbefriedigenden Tabellensituation ist sich Schoenecker deshalb sicher: „Wir können jeden Gegner in der Liga schlagen!“

Motivieren muss er seine Mannen für das Derby ohnehin wohl kaum: „Für mich ist jeder Gegner stark, ich sehe da am Mittwoch keine besondere Brisanz. Aber für die Spieler ist die Partie natürlich einen Tick interessanter als andere – allein schon wegen der Bedingungen, unter denen wir hier als Untermieter arbeiten. Die Logistik, die Rahmenbedingungen sehen auf SGLL-Seite schon ganz anders aus“, so der BSG-Coach.

Kein Catering im Stadion – getrennte Parkplätze für SGLL und BSG

Apropos: Obgleich die BSG Chemie ab diesem Tag Gastgeber im Alfred-Kunze-Sportpark ist, verfügt sie nicht über die Versorgungsrechte im Stadion. Deshalb werde es auch kein Catering geben, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Den Zuschauern wird empfohlen, Getränke in Weichplastikflaschen mitzubringen. Glasbehälter sind dagegen verboten. Auch Alkohol wird aufgrund von Sicherheitsabsprachen mit Polizei und Ordnungsamt untersagt.

Fans der SG Leutzsch werden gebeten, ihre Fahrzeuge auf dem Parkplatz am Straßenbahnhof Leutzsch in der Rathenaustraße abzustellen. Chemie-Anhänger sollen die Parkflächen am Norddamms und im Auenwald via Gustav-Esche-Straße nutzen. Für neutrale Spielbeobachter steht der Parkplatz am Haupteingang des Alfred-Kunze-Sportparks zwischen Pettenkoferstraße und Robert-Koch-Straße zur Verfügung.

Matthias Puppe

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