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News Das 32,6-Millionen-Euro-Tor: Die Königstransfers bei RB Leipzig stechen
Sportbuzzer RB Leipzig News Das 32,6-Millionen-Euro-Tor: Die Königstransfers bei RB Leipzig stechen
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15:08 11.09.2016
Matchwinner am Samstagabend in Leipzig: Naby Keita (Tor) and Oliver Burke (Vorlage). Quelle: GEPA Pictures
Leipzig

Im Fall eines so unerwarteten Erfolgs gegen Vizemeister Borussia Dortmund wählt selbst Ralf Rangnick ungewohnt flapsige Worte: „Einfach nur geil, um es mal in Fußballsprache zu sagen“, beschrieb der Sportdirektor seinen Gemütszustand nach dem 1:0-Sieg in letzter Minute am Samstag im ersten Bundesliga-Heimspiel. Der 58-Jährige hob den Mut seines neuen Trainers Ralph Hasenhüttl hervor: „Die Wechsel macht nicht jeder Aufsteiger gegen Borussia Dortmund. Wir haben extrem offensiv gewechselt. Das war dann nochmal das Zeichen, dass wir dieses Spiel tatsächlich gewinnen wollen.“ Coach Hasenhüttl gab zu: „Wenn ich auf meine Bank geschaut habe, war es auch nicht schwer, Qualität einzuwechseln.“

In solchen Fällen wie am Samstag, spricht man von einem goldenen Händchen des Trainers: Alle drei Einwechselspieler von RB Leipzig waren am Siegtor des Aufsteigers beteiligt. Emil Forsberg bediente in der 89. Minute den schottischen Neuzugang Oliver Burke (etwa 17,6 Mio. Euro), der Torschütze Naby Keita (15 Mio. Euro) auflegte. Trainer Hasenhüttl zeigte sich beeindruckt von der Atmosphäre nach dem Last-Minute-Treffer im Stadion: „Die Lautstärke nach dem 1:0 war abartig.“

RB Leipzig hat am Samstagabend bei der Heimpremiere in der 1. Bundesliga gegen Borussia Dortmund gewonnen. Fotos: Gepa

Burke bemerkte nach der Partie unaufgeregt zu seinem Assist: „Das war so nicht geplant. Ich habe den Ball einfach in die Box gespielt und dachte mir, irgendetwas wird schon passieren.“ Keita sagte: „Das Tor möchte ich allen Fans von RB Leipzig widmen.“ Im Nachgang interessierte es auf Leipziger Seite auch nicht mehr, dass die Ballannahme von Marcel Halstenberg, die aus dem Mittelfeld das Tor eingeleitet hatte, nach Aussage von BVB-Coach Thomas Tuchel „ein Handspiel“ war. Es war zumindest eine strittige Szene, der Verteidiger hatte den Arm angelegt, der Ball berührte den Schulterbereich.

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Am Ende konnte sich der Dortmunder Trainer nicht über die Niederlage beschweren – in der Statistik wies sein Team zwar mehr Ballbesitz (62 Prozent) und gewonnene Zweikämpfe (58 Prozent) auf, die Leipziger wirkten aber galliger, liefen mehr (116 Kilometer) und schossen öfter aufs Tor (10:8). Coach Hasenhüttl lobte: „Wir haben gegen den Ball sehr diszipliniert gespielt und dem Gegner damit Probleme bereitet.“

Erkennbar war auch: Während die Dortmunder mit all ihren Neuzugängen noch keine Einheit bildeten, griffen bei RB Leipzig die Automatismen. Hasenhüttl betonte: „Man darf nicht vergessen: Wir haben heute mit einer Mannschaft begonnen, da war mit Timo Werner ein Neuzugang drin. Ansonsten war es die Zweitligamannschaft, die letztes Jahr aufgestiegen ist.“ Doch ab der 65. Minute kam der Moment in der zweiten Halbzeit, in der Hasenhüttl Qualität nachlegen konnte. „Die Einwechslungen haben dann nochmal den nötigen Punch gebracht.“

Das sagen Fans vor dem Spiel von RB Leipzig gegen Borussia Dortmund. Fotos: Dirk Knofe

Vier Punkte in zwei Spielen, bisher ungeschlagen in der Bundesliga, mit Rang fünf in der Tabelle aktuell ein internationaler Startplatz. Gibt es Gründe, um auf die Euphoriebremse zu drücken? „Warum? Der Mannschaft wird dieser Sieg nochmal extrem Rückenwind und Selbstvertrauen geben. Die Jungs wissen schon, wo wir her kommen“, sagt Sportdirektor Rangnick. Stürmer Yussuf Poulsen sagte unabhängig davon: „Wir werden in den nächsten Spielen trotzdem weiter der Underdog sein, auch wenn wir Dortmund geschlagen haben. Wir sind immer noch Neuling in der Liga.“ BVB-Coach Tuchel gab dem Kontrahenten folgende Worte mit auf den weiteren Weg: „Manchmal ist es vielleicht etwas schwerer, den nächsten kleinen Schritt zu gehen, wenn man wie Leipzig heute so einen großen Schritt gemacht hat.“

Anne Grimm

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