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News Die vier Neuzugänge bei RB Leipzig: jung, hungrig und selbstbewusst
Sportbuzzer RB Leipzig News Die vier Neuzugänge bei RB Leipzig: jung, hungrig und selbstbewusst
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17:33 12.07.2016
Der neue Trainer des Fußball-Bundesligisten RasenBallsport Leipzig, Ralph Hasenhüttl (r), präsentiert die Neuzugänge Timo Werner (l-r), Marius Müller, Naby Keita und Benno Schmitz am 11.07.2016 vor dem Auftakttraining im Red Bull Trainingszentrum in Leipzig (Sachsen). Quelle: dpa
Leipzig

Ralf Rangnick hat sein Versprechen gehalten: Keiner der neuen Spieler ist älter als 25 Jahre. Somit werden die Leipziger eins der jüngsten Teams der Bundesliga stellen. „Junge Spieler erholen sich schneller, sind lauffreudiger und lernwilliger“, erklärt der Sportdirektor. Ein weiterer Grund für die Transferpolitik des 58-Jährigen: „Natürlich hat es auch mit Marktwerten zu tun, weil dann haben wir die Chance, den zu steigern“, sagt Rangnick und ergänzt: „Wir wollen Stars selber entwickeln und dabei auch mannschaftlichen Erfolg haben.“

Die vier Neuzugänge im Überblick:
 
Rekordtransfer: Naby Keita (Red Bull Salzburg) – 21 Jahre – Trikotnummer 8
 
Mit 15 Millionen Euro Ablöse ist der Mittelfeldspieler der teuerste Transfer der Vereinsgeschichte. „Daran denke ich nicht“, sagt Keita. Nachdem der Nationalspieler aus Guinea vergangene Saison zum besten Fußballer der österreichischen Bundesliga gewählt wurde, sei die Nachfrage anderer Clubs hoch gewesen. Den Ausschlag für RB gab wieder einmal Rangnicks Überzeugungskraft. „Er hat mich ja auch nach Salzburg geholt und mir jetzt aufgezeigt, welche Entwicklungsmöglichkeit in Leipzig da ist“, sagt Keita, der bisher nur französisch spricht. Im deutschen versteht er die Anweisungen auf dem Platz, alles andere soll er alsbald im Unterricht lernen. Bereits nach zwei Tagen urteilt der 21-Jährige: „Ich sehe eine hohe Qualität im Training.“ Keita selbst besitzt enormes Tempo mit dem Ball, presst aber auch nimmer müde auf den Gegner – quasi der perfekte Spieler für das RB-System – und der neue Motor der Leipziger? Keita ist als einziger der Neuzugänge Single.
 
Sturmhoffnung: Timo Werner (VfB Stuttgart) – 20 Jahre – Trikotnummer 11
 
Timo Werner tritt mit der Trikotnummer 11 ein schweres Erbe an – vor ihm trug die bei RB letztmals Rekordtorschütze Daniel Frahn. Nach 20 Jahren ist Werner das erste Mal aus seiner Heimat Stuttgart weg, aber „hier sind ja viele Schwaben und bekannte Gesichter“, sagt er, gesteht aber auch: „Es ist eine neue Herausforderung, aus dem alten Umfeld auszubrechen.“ Von RB-Nachwuchschef Frieder Schrof, den er noch aus dem Ländle kennt und seinen Mentor nennt, ließ sich Werner nach vielen Gesprächen überzeugen. Außerdem sei die „Philosophie des Fußballs hier super". Angst vor der starken Konkurrenz hat der Stürmer nicht: „Ich bin flexibel einsetzbar. Wir spielen mit drei bis vier Offensivkräften. Es ist also genug Platz.“
 
Torwart-Talent: Marius Müller (1. FC Kaiserslautern) – 23 Jahre – Trikotnummer 21
 
Der Keeper hätte sich an seinem 23. Geburtstag sicher schöneres vorstellen können, als vor die Presse zu treten. Gute Laune war trotzdem da. Aber warum wechselt er nach Leipzig, wenn es keinen anderen Bundesligisten gibt, bei dem so eine hohe Leistungsdichte auf der Torhüterposition herrscht? „Weil ich eine gute Chance habe, zu spielen, wenn ich meine Leistung zeige“, meint Müller, zuletzt Stammkeeper beim FCK, selbstbewusst. Über seinen Konkurrenten Fabio Coltorti sagt er, der sei ein „cooler Typ.“ Er hat ihm schon die Oper und das Barfußgässchen empfohlen. Der 23-Jährige besitzt bereits eine eigene Wohnung und hat entdeckt: „In Leipzig gibt es genug Hotspots. Außerdem habe ich noch nie eine vergleichsweise große Stadt mit so viel Grün gesehen.“
 
Schutzpatron: Benno Schmitz (Red Bull Salzburg) – 21 Jahre – Trikotnummer 20
 
Wie bei vielen seiner Vorgänger in Leipzig war Red Bull Salzburg nur eine Station auf dem Weg zum großen Ziel Bundesliga. „RB ist jetzt der nächste Schritt für mich“, sagt der gebürtige Münchner. Benno, ein seltener Name im Fußball, doch der 21-Jährige weiß zu berichten: „So heißt auch der Schutzpatron der Stadt München.“ Apropos München: Schmitz ist in der Jugend des FC Bayern groß geworden. Er durfte bereits unter Jupp Heinckes sowie Pepp Guardiola die Saisonvorbereitung mitbestreiten. Für einen Einsatz in der Bundesliga reichte es damals nicht. In Leipzig fühlt er sich gut aufgehoben. „Es ist ein sehr junges Team, deshalb stimmt von Anfang an die Chemie“, sagt der rechte Verteidiger. Schmitz hat einen Hund zu Hause und schlägt gerne gegen den Golfball.

Anne Grimm

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