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News RB-Abwehrchef Willi Orban: „Wir sind von uns überzeugt“
Sportbuzzer RB Leipzig News RB-Abwehrchef Willi Orban: „Wir sind von uns überzeugt“
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09:46 30.03.2016
Von Guido Schäfer
RB-Abwehrchef Willi Orban. (Archivbild) Quelle: GEPA
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Leipzig

Gewusel im und am RB-Trainingszentrum am Cottaweg. Während Cheftrainer Ralf Rangnick, 57, seine Zweitliga-Kicker aufs Heimspiel gegen den VfL Bochum vorbereitet (Sonnabend, 13 Uhr), entführt der Club-Präsident Oliver Mintzlaff, 40, eine Läuferschar RB-Fans Richtung Rosental – erstes Üben für den Wings for Life World Run 2016 am 8. Mai in München, einem Charity-Projekt. Bis dahin könnte aus dem Zweitliga-Fußballer Willi Orban der Erstliga-Fußballer W.O. geworden sein. Der RB-Abwehrchef, 23, über den Stand der Dinge.

LVZ: Beim Fußball passt zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt wenig. Wie war/ist Ihr Befinden nach dem 1:3 in Nürnberg?

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Orban: Ich schwebe nach Siegen nicht auf Wolke 7 und schließe mich nach Niederlagen nicht in meiner Wohnung ein. Die Saison besteht aus 34 Spieltagen, da muss man mit Erfolg und Misserfolg richtig umgehen, die Dinge einordnen und kanalisieren. Wenn Sie wissen wollen, was ich nach Nürnberg gedacht habe: Ich habe mich aufs Bochum-Spiel gefreut.

Gibt es Niederlagen, die als Schuss vor dem Bug taugen?

Wir waren uns jederzeit bewusst, dass in dieser Liga jeder Punkt erkämpft werden muss. Dass bei uns alle Rädchen ineinander greifen müssen, um unser Spiel auf den Platz zu bringen. Die Einstellung hat in allen 27 Spielen gestimmt

Würden Sie den Acker auf St. Pauli, den Schnee in Freiburg und die Grippewelle vor Nürnberg entschuldigend ins Feld führen?

Nein, aber es ist Fakt, dass da die Umstände alles andere als optimal waren.

Nach 34 Spielen steigen die Teams auf, die es verdient haben, oder?

Absolut, ja. Aber wenn ich nach dem Nürnberg-Spiel gefragt werde, warum bei uns in der letzten halben Stunde nicht mehr viel ging, ist das Thema Grippe eben eines. Marcel Sabitzer musste ausgepumpt runter, Yussuf Poulsen hat sich nach 70 Minuten Krämpfe rausgedrückt. Das ist sonst nicht so. Normalerweise sind wir die Mannschaft, die am Ende noch ein paar Schippen drauflegen kann. Das ging an diesem Tag nicht.

Geht es gegen Bochum?

Davon gehe ich aus. Wir sind fokussiert, blenden alle Nebengeräusche aus, sind überzeugt von uns. Warum auch nicht?

Der Druck ist nicht kleiner geworden.

Wenn wir mit acht Punkten Abstand nach oben Fünfter wären, wäre Druck da. Wir stehen nach 27 harten Spieltagen auf einem direkten Aufstiegsplatz. Und den verteidigen wir mit allem, was wir haben. Und das ist eine Menge.

Die Mittelfeld-Strategen Dominik Kaiser und Diego Demme kehren zurück. Wenn im Mittelfeld gut verdichtet und gekickt wird, hat es die Abwehr leichter.

Wenn im Sturm, im Mittelfeld und in der Abwehr gut und konzertiert gearbeitet wird, hat es gegen uns jede Mannschaft schwer. Wir wollen mit unseren Fans im Rücken starke Bochumer schlagen.

Ihr Ex-Club Kaiserslautern hat nach fünf Niederlagen in Folge Kontakt zur Abstiegszone. Ist das Undenkbare denkbar?

Der FCK bleibt drin – auch ohne Punkte gegen uns.