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News RB Leipzig bangt nach Pokal-Aus um Kapitän Kaiser und Neuzugang Keita
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10:42 21.08.2016
RB-Kapitän Dominik Kaiser nach seinem verschossenen Elfmeter gegen Dynamo Dresden.
RB-Kapitän Dominik Kaiser nach seinem verschossenen Elfmeter gegen Dynamo Dresden.  Quelle: dpa
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Leipzig/Dresdn

 Mit schmerzverzerrtem Gesicht humpelte Dominik Kaiser am Samstag durch den Spielertunnel des Dynamo-Stadions, um sich den Fragen der Journalisten zu stellen. In seiner Karriere als Fußballprofi bei der TSG Hoffenheim als auch bei RB Leipzig hat er unzählige Elfmeter geschossen – und bis zu diesem Tag alle verwandelt. Dementsprechend frustriert war der 27-Jährige nach dem Pokal-Aus. „Ich habe recht lange überlegt und dann das Falsche gemacht. Jetzt habe ich einen verschossen, zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt“, sagte der Leipziger Kapitän nach der knappen Niederlage im Elfmeterschießen bei Dynamo Dresden.

An seinem Fuß trug er eine Bandage – laut erster Diagnose hat sich der Kaiser eine Mittelfußprellung zugezogen. „Ich habe einen Schlag auf den rechten Fuß bekommen, aber nicht bemerkt wann. Es hat mich auch beim Elfmeter nicht behindert, sonst hätte ich nicht geschossen“, sagte der 27-Jährige. Die Verletzung wurde erst sich- und spürbar, als der RB-Kapitän nach dem Pokal-Krimi den Schuh auszog und das Adrenalin nachließ.

Das gleiche Schicksal ereilte seinen Teamkollegen und Neuzugang Naby Keita, der in Dresden einen guten Eindruck hinterließ, sich aber in der 89. Minute wegen einer Mittelfußprellung auswechseln ließ. Beide sollen am Sonntag noch einmal untersucht werden. Dann wird auch eine Tendenz erkennbar sein, ob die Mittelfeldakteure kommenden Sonntag beim Bundesligaauftakt in Hoffenheim dabei sein können.

Trotz einer 2:0-Führung in der ersten Halbzeit unterlag RB Leipzig in der ersten DFB-Pokal-Runde am Ende gegen Dynamo Dresden.

Gegenstände treffen Kaiser und Linienrichter

Bis zum Samstag war RB Leipzig in vier Jahren erst einmal in der ersten Runde des DFB-Pokals gescheitert. 2013 mit 0:2 gegen Augsburg. Hasenhüttl hingegen hat in seiner Trainerlaufbahn erst einmal die zweite Runde erreicht. Seinen Pokalfluch konnte er auch mit Leipzig nicht besiegen. Der 48-Jährige war nach der Pleite angefressen: „Es ist nicht klar, warum wir uns nach dem 1:2 von unserem Spiel abbringen lassen. Coachen war bei der Lautstärke im Stadion nicht möglich. Die Jungs müssen sich dann schnell selbst wieder orientieren und fangen.“ Die junge Mannschaft sei wohl noch nicht so weit, solch eine Situation einfach so wegzustecken, meinte der Trainer.

Immerhin wird die Leipziger am kommenden Sonntag Hoffenheim nicht so ein Hexenkessel erwarten wie in Dresden. Dass aus dem Dynamoblock während der Partie Gegenstände von der Tribüne auf den Rasen flogen, die bei einem Eckstoß unter anderem Kaiser aber auch den Linienrichter trafen, bestätigte der Kapitän, sagte aber auch: „Das war nicht ausschlaggebend. Wir haben das Spiel auf dem grünen Rasen verloren.“

Trainer Hasenhüttl gab seinem Team für die kommenden Wochen mit auf den Weg: „Eines kann ich jetzt schon versprechen: In der Bundesliga wird es nicht leichter.“ Fader Beigeschmack. Durch das Ausscheiden im DFB-Pokal gehen RB Leipzig knapp 250.000 Euro durch die Lappen, die es vom DFB an Fernsehgeldern für die zweite Runde gibt.

Von Anne Grimm